DNA-Datenbank für Hunde in Madrid

13 April, 2018
Diese Initiative der autonomen Region von Madrid soll dazu dienen, jene Hundbesitzer zu identifizieren, die den Hundekot ihrer Vierbeiner nicht von der Straße entfernen. Darüber hinaus bezweckt dieses Projekt, alle Tiere in ein Register einzutragen und zu identifizieren. 

In vielen Städten bleiben immer wieder Hundehaufen auf der Straße liegen, obwohl die Hundebesitzer dazu verpflichtet sind, diese zu entfernen und auch eine Strafe droht. Auch in Madrid ist dies der Fall, denn viele lassen ihre Hunde ihre Geschäftchen machen, ohne danach jedoch die Reste aufzusammeln und zu entsorgen. Damit soll jetzt ein Ende sein, denn Hundehalter müssen ihren vierbeinigen Liebling in einer DNA-Datenbank registrieren, damit die Hunde und auch ihre Besitzer identifiziert werden können.

Zwar sind damit Kosten verbunden, doch diese Initiative soll für alle Vorteile haben, auch für die Hundehalter. Wer den Hundekot immer entsorgt, hat damit keine Probleme.

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Warum ist eine DNA-Datenbank für Hunde geplant?

Eltern regen sich über Hundekot am Spielplatz auf, bei einem gemütlichen Spaziergang auf der Straße muss man ständig nach unten schauen, um nicht in einen Hundehaufen zu steigen und alle Versuche, die Hundehalter dazu anzuregen, die Reste zu entfernen, haben nicht ausreichend funktioniert.

Viele Stadtbewohner beschweren sich über diese Situation, denn es ist tatsächlich sehr unangenehm und natürlich auch unhygienisch, wenn Hundehaufen nicht entfernt werden.

An vielen Orten sind Hinweise zu finden, mit denen Hundebesitzer aufgefordert werden, ihre Verantwortung zu übernehmen, denn die Hunde haben keine Schuld für die Nachlässigkeit ihrer Besitzer. All dies führt dazu, dass Menschen, die keine Haustiere besitzen, diese ablehnen und immer weniger tolerieren, was nicht sein darf.

DNA-Datenbank für Hunde

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Die Regionalregierung von Madrid wird deshalb eine DNA-Datenbank für Hunde einführen, denn alle anderen bisher getroffenen Maßnahmen haben wenig Erfolg gezeigt. Viele Hundebesitzer entsorgen die Häufchen ihrer Hunde nicht, weil sie denken, nie erwischt zu werden, was auch tatsächlich der Fall war. Bis jetzt zumindest.

Doch diese neue Regulung verändert alles. Jene Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere nicht auflesen, können so identifiziert und mit Bußgeldern gestraft werden. Verantwortliche Hundebesitzer haben damit kein Problem, der Rechtschaffene muss nicht mehr für den Sünder bezahlen.

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DNA-Test für Hunde

In allen Städten gibt es bestimmte Orte, an denen Hundebesitzer besonders gerne mit ihren Fellnassen spazieren gehen: im Park oder verschiedenen Stadtbereichen und Straßen. Wenn die Besitzer die Hundehaufen nicht auflesen und entsorgen, ist das nicht nur unangenehm sondern auch unhygienisch für Anrainer und Passanten. 

Da sich die Beschwerden über die Tretminen häufen, wird in der ganzen Region von Madrid diese neue Initiative eingeführt: ein DNA-Test für den Hund. Auch eine Blutanalyse wird durchgeführt, um herauszufinden, ob der Hund registriert ist oder nicht. 

Madrid bezweckt damit, eine umfassende DNA-Datenbank zu erstellen, in der alle Hunde mit ihrer DNA-Probe registriert sind.

DNA-Datenbank für Hunde in Madrid

Öffentliche Bedienstete werden eingesetzt, um die Hundekotproben einzusammeln und ins Labor zu bringen, damit eine DNA-Analyse durchgeführt werden kann. So können Hunde und Besitzer identifiziert und eine entsprechende Strafe verhängt werden.

Auch Anrainer oder Nachbarn können die Beweise zur Polizei bringen oder einen Abholdienst anrufen, damit die Sünder identifiziert werden können. Wird ein unbeseitigter Kothaufen entdeckt, erhält der Hundebesitzer eine Strafe, denn man kann in schnell durch einen Abgleich mit dem Datenpool identifizieren.

Natürlich können Hundebesitzer auch mit Bußgeldern gestraft werden, wenn ihre Hunde nicht in der DNA-Datenbank registriert sind, da dies verpflichtend ist.

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Wie schaut es in anderen Städten aus?

Auch in Deutschland gibt es ähnliche Projekte, denn Hundefäkalien sind tatsächlich ein enormes Problem. Alleine in Berlin sollen täglich  55 Tonnen Hundekot anfallen! Auch hier haben Bußgelder nicht die erwünschten Erfolge gezeigt. “Tretminenferraris”, wie die kleinen Elektroautos mit Staubsaugern genannt werden, werden eingesetzt, um die Häufchen von den Straßen zu entfernen.

Eine DNA-Datenbank ermöglicht jedoch ganz einfache eine Analyse mit einem Testkit, um so den unverantwortlichen Hundebesitzer zu identifizieren.

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Firmen, die sich auf die Identifizierung von Tier- und Hundekot spezialisiert haben arbeiten häufig auch für Privatpersonen, die ihre Tiere entlasten möchten. Wenn ein Nachbar behauptet, dass der Hund sein Geschäftchen in seinem Garten erledigt hat, kann eine DNA-Probe dies bestätigen oder widerlegen.