Endlich wurden Hunderennen verboten!

24 August, 2020
Verschiedene Organisationen haben jahrelang für ein Verbot von Hunderennen in Argentinien gekämpft. Endlich waren sie erfolgreich! Erfahre, warum dies so dringend nötig war.

Hunde werden für viele gute Zwecke eingesetzt. Beispielsweise als Therapiehunde, Hunde die Kindern mit Autismus helfen, Hunde, die Krebs oder Krankheiten erkennen, Blindenhunde und vieles mehr. Aber leider werden sie in vielen Ländern nach wie vor für Hundekämpfe oder Hunderennen missbraucht.

Verschiedene Organisationen haben jahrelang darum gekämpft, Hunderennen zu verbieten und sie zu beenden. Aber leider ist es nicht immer ganz einfach, die Verantwortlichen dingfest zu machen. Allerdings gibt es eine gute Nachricht, die wir mit dir teilen möchten. Endlich wurden Hunderennen in Argentinien verboten!

Endlich wurden Hunderennen verboten!

Verbot von Hunderennen

Diese Nachricht kommt aus Argentinien, einem Land, in dem Windhunderennen sehr verbreitet sind. Nach zahlreichen Demonstrationen und Petitionen der Bürger entschied die Regierung, dieses Thema genauer zu untersuchen.

Es wurde beschlossen, über die Legalität von Hunderennen abzustimmen. Die Entscheidung war jedoch nicht einfach. Es gab sogar eine Demonstration vor der Tür des argentinischen Kongresses.

Die Aktivisten, die ein Verbot von Hunderennen forderten, kamen schon sehr früh, um die Entscheidung vor den Türen des Kongresses abzuwarten. Aber auch die Gegner dieses Verbotes waren anwesend. Diese sogenannten “Galgueros” kontrollieren das Renngeschäft.

Wenige Minuten später trafen diese zwei Gruppen aufeinander. Es war ein langer Tag voller Beleidigungen, Streitigkeiten und körperlicher Auseinandersetzungen. Letztendlich musste die Polizei eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern.

Im Kongress selbst war die Situation nicht anders. Viele haben sich der Stimme enthalten. Diejenigen, die gegen das Verbot von Hunderennen waren (vielleicht, weil sie von ihnen profitierten), kämpften darum, die Meinungen anderer in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Der Sieg war jedoch überwältigend: Das Verbot von Hunderennen wurde mit 132 Ja-Stimmen und nur 17 Gegenstimmen sowie 23 Enthaltungen beschlossen.

Welche Strafen werden verhängt?

Hunderennen verboten - Windhunde

Das vom Senator der Koalition entworfene Gesetz verbietet Hunderennen jeglicher Art. Es spielt keine Rolle, ob es sich um Windhunde oder andere Rassen handelt. Diejenigen, die das Gesetz umgehen und diese Rennen dennoch organisieren, werden künftig mit Haftstrafen zwischen 3 Monaten und 4 Jahren bestraft. Und zu Geldstrafen zwischen 4.000 und 80.000 Dollar verurteilt.

Die gemeinnützigen Organisationen, die dafür gekämpft haben, sind sehr glücklich über diesen Erfolg. Eines dieser Projekte, das Galgos-Projekt, hat die Notwendigkeit verdeutlicht, diese Hunderennen zu verbieten und Gefängnis- und Geldstrafen zu verhängen.

Warum war es dringend erforderlich, Hunderennen zu verbieten?

Folgende Erklärung gaben die Tierschützer in den lokalen Medien ab:

“Hunderennen sind ein Geschäft, bei dem Windhunde dazu missbraucht werden, ein Millionengeschäft am Laufen zu halten. Diese Gewinne werden vor allem durch Preisgelder und Wetten erzielt”. Weiterhin sagten die Aktivisten:

“Die Windhunde sind in der Dunkelheit in Käfige eingeschlossen, um ihren Willen zu brechen. Die „Galgueros“ fesseln sie mit Seilen und lassen die Hunde auf der Rennbahn laufen, wo diese hinfallen oder sich verbrennen.

Wenn die Hunde 6 Monate alt sind, beginnen die Galgueros damit, den Hunden verschiedene Drogen und Medikamente zu verabreichen, um sie zu besseren Läufern zu machen. Diese Medikamente enthalten Strychnin, Arsen, Ephedrin, Viagra oder Steroide.

Zehn Minuten vor dem Rennen erhalten die Hunde eine letzte Injektion. Sie wird ihnen in den Hals oder in die Brust gespritzt. Häufig enthalten diese Injektionen Methamphetamine oder sogar flüssiges Kokain mit Vitaminen. ”

Tierärztin Andrea Diratchette bestätigte: “Nach einem Rennsonntag werden Hunde mit Frakturen, systemischen Problemen oder Herzstillstand in unsere Klinik eingeliefert. Auch plötzliche Todesfälle sind sehr häufig.

Die verletzten Hunde werden trotz ihrer Verletzung nochmals zum Rennen gezwungen. Die Galgueros heben sie auf und nötigen die Tiere dazu, wieder zu rennen”.

Abschließende Gedanken

Nach dem Lesen dieser Schilderungen ist es absolut offensichtlich, dass das Verbot dieser Tierquälerei dringend notwendig war.

Daher sind wir sehr glücklich darüber, dass Hunderennen in Argentinien verboten wurden!