Integration eines Hundes in die Familie

10 August, 2018
Wenn du einem Hund ein schönes Zuhause geben möchtest, solltest du von Anfang an gewissen Dinge berücksichtigen, um Probleme zu verhindern und zu erreichen, dass sich das Tier in der Familie wohl fühlt. Dies trifft besonders dann zu, wenn bereits ein anderer Hund in der Familie vorhanden ist. 

Ein neues Haustier wird immer mit Illusion und Liebe aufgenommen. Die Integration in die neue Familie sollte gut geplant werden, damit sich das Tier von Anfang an wohl fühlt. Du brauchst dabei viel Geduld und Liebe.

Ein Welpe sollte nicht vor der sechsten Lebenswoche von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt werden. Diese Zeit ist sehr wichtig für sein emotionales Gleichgewicht, seine Sensibilität auf Reize und sein Verhalten. Es ist auch wichtig, dass das Hündchen sporadischen Kontakt mit Menschen hat, um sich zu familiarisieren.

Danach muss der Hund sozialisiert werden, damit er mit Artgenossen, anderen Tieren und Menschen umzugehen lernt. So versteht er die neue Situation ohne Mutter und Geschwister und kann sich einleben.

Integration von kleinen Hunden in die Familie

Die Integration eines Welpen in die Familie ist einfacher, wenn von Anfang an klare Regeln festgelegt werden, an die sich alle halten. Man muss dem Hündchen seinen Schlafplatz zeigen, ihm beibringen, wo es seine Geschäftchen verrichten kann und regelmäßige Fütterungszeiten festlegen. Das kleine Tierchen muss auch lernen, wo es spielen kann und welche Grenzen eingehalten werden müssen.

Kontrollierte Integration

Wenn bereits andere Hunde oder Tiere im Haus vorhanden sind, muss die Integration des neuen Familienmitglieds überwacht werden, um von Anfang an die Beziehung zu dem neuen Hündchen zu fördern, ohne dass Probleme entstehen. Du kannst den Welpen den anderen vorstellen und Spiele organisieren, um die Beziehung allmählich aufzubauen.

Die zukünftige Beziehung der Tiere zueinander hängt bereits vom ersten Treffen ab. Du solltest deshalb Zeit haben, um die Situation in den ersten Tagen zu kontrollieren. Der Hund, der schon länger im Haus ist, könnte nämlich eifersüchtig sein, denn schließlich hatte er bis jetzt die ganze Aufmerksamkeit für sich alleine.

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Sozialisierung vom ersten Tag an

Am besten wäre es, das erste Treffen der Tiere nicht im Haus zu organisieren, sondern auf einem Spaziergang. Jeder Hund sollte von einer Person geführt werden. Lass den beiden Zeit, um aneinander zu schnüffeln und sich kennenzulernen.

Es können zwei Dinge passieren: Sie zeigen anfangs kein gegenseitiges Interesse, begrüßen sich dann jedoch trotzdem, oder sie vertragen sich nicht und sind zum Kampf bereit, was natürlich verhindert werden muss. Du solltest die Hunde in diesem Fall sanft voneinander trennen, um Spannungen zu reduzieren.

Wenn sich die Hunde mögen, kannst du sie gemeinsam an einem sicheren Ort spielen lassen. Wenn sie dann bereit sind, nimmst du die beiden mit nach Hause. Beachte dabei, dass der “alte” Hund zuerst ins Haus gehen muss, das neue Familienmitglied kommt dann nach. Es kann dann langsam jeden Winkel des Hauses erkunden. Wenn sich beide Hunde wohl fühlen, kannst du sie frei im Haus herumlaufen lassen.

In den ersten Tagen musst du achtsam sein, um mögliche Konflikte zu vermeiden. Insbesondere wenn es um Futter oder Spiele geht, solltest du die beiden Fellnasen überwachen. Wenn der “alte” Hund kämpferischer Natur ist, ist dies besonders wichtig. Darüber hinaus müssen seine Gewohnheiten und sein Raum respektiert werden, damit die Integration des neuen Hundes problemlos abläuft.

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Lass den Haustieren Zeit

Wenn du nicht einen Hund, sondern ein anderes Haustier hast, sollte die Annäherung der beiden Tiere langsam und allmählich erfolgen. Die Tiere sollten sich anfangs in getrennten Räumen aufhalten, bis sie sich aneinander gewöhnen.

Sollte es sich um eine Katze handeln, musst du ruhig vorgehen, ohne eine Beziehung zwischen den Tieren zu erzwingen. Es ist wichtig, die Instinkte des Hundes zu kennen, denn manche Rassen haben ein intensiveres Jagdbedürfnis als andere.

Integration von Hund und Katze im Haus

Wenn du ein Jungtier oder einen Senior bei dir aufnimmst, solltest du auch berücksichtigen, dass du in der ersten Anpassungsphase mehr Zeit für das Tier benötigst. Welpen müssen erzogen werden und brauchen etwas länger, um sich an die neue Situation anzupassen. Ältere Tiere können nicht sofort alleine gelassen werden. Wenn du lange Zeit außer Haus verbringst, solltest du dir vielleicht ein paar Tage freinehmen, um Ängste, Langweile oder Stress des Tieres zu verhindern.

Wie wichtig sind Schönheit oder Rasse des Tiers?

Viele Hundehalter treffen die Wahl des Tiers unter Berücksichtigung von Schönheit oder rassespezifischen Charakteristika. Du solltest dir jedoch insbesondere die Frage stellen, wie viel Zeit du für das Tier hast, wie viel Platz euch zur Verfügung steht, ob das Tier kinderfreundlich sein soll, wie pflegeintensiv es ist usw. Nur so kannst du die richtige Wahl treffen.

Weitere Aspekte, die bei der Integration des neuen Haustiers berücksichtigt werden sollten

Wenn es sich um einen Welpen handelt, ist es wichtig, dass dieser den “älteren” Hund in Eigeninitiative begrüßt. Du darfst nicht zulassen, dass das neue Familienmitglied von dem bereits vorhandenen Haustier eingeschüchtert wird.

Solange die beiden Hunde noch nicht miteinander vertraut sind, solltest du sie in getrennten Räumen unterbringen. Vergiss nicht, dass auch jeder sein eigenes Spielzeug, sein eigenes Bettchen und seine eigenen Futterschalen benötigt. So kannst du Probleme verhindern. Sollten die Hunde versuchen, miteinander zu kämpfen, musst du das vom ersten Tag an verhindern.

Du musst ebenfalls verhindern, dass eines der Tiere vom Futter des anderen frisst! 

Wenn du diese Aspekte berücksichtigst, kann die Integration des neuen Familienmitlgiedes problemlos erfolgen.