Tiere berühmter historischer Persönlichkeiten

19 Dezember, 2018
Viele bekannte Persönlichkeiten aus der Vergangenheit adoptierten "Haustiere": Maler, Schauspieler, Sänger oder Politiker hielten exotische Tiere zu Hause.

Heutzutage wissen wir viel über das Leben, die Gewohnheiten und die Eroberungen der Prominenten durch die Geschichte hinweg. Doch es war nicht nur ihr Talent, sondern auch die ungewöhnlichen Tiere berühmter historischer Persönlichkeiten, die Aufmerksamkeit auf sie lenkten.

Exotische Tiere berühmter historischer Persönlichkeiten

Es ist ganz besonders wichtig, den Unterschied zwischen einem Haustier und einem Wildtier hervorzuheben. Ein wildes Tier, das domestiziert wurde, kann unter verschiedenen Krankheiten und Verhaltensproblemen leiden.

Deshalb ist die Zucht und Haltung vieler Spezies verboten und wird gesetzlich bestraft.

Für viele Jahre jedoch betrachtete man die Haltung von Wildtieren als etwas Exotisches oder Nobles. So gehörten die Tiere berühmter historischer Persönlichkeiten Spezies an, die man heutzutage nicht mehr zu Hause halten darf.

Elvis Presley und sein Wallaby

Der König des Rock ‘n Roll war ein berühmter Tierliebhaber und hielt während seines Lebens viele Tiere. In seinem Zuhause züchtete er Hunde, Hühner, Schweine, Gänse, Ziegen und versuchte sogar, ein Wallaby zu zähmen.

Dieses kuriose Tier schenkten ihm seine australischen Fans während seiner Konzerte in den 50er Jahren. Wallabys sind Beutelsäugetiere und Verwandte des Känguruhs. Sie sind nur kleiner und haben andere Gewohnheiten.

Nach einigen gescheiterten Zähmungsversuchen musste Elvis das Wallaby dem Memphis Zoo schenken. Doch die Beziehung des Rockstars mit den Wallabys endete hier noch nicht. 1962 schenkte Elvis erneut dem Memphis Zoo ein Tier und es handelte sich ebenfalls um ein Wallaby.

Josephine Baker und ihr Gepard

Die berühmte Josephine Baker hatte während ihrer Karriere verschiedene exotische Tiere. Das bekannteste war jedoch die Gepardendame namens Chiquita.

Die Fotos, in der man die Tänzerin eine Wildkatze mitten in der Stadt spazieren führen sieht, sind genauso bekannt wie bedauernswert.

Chiquita nahm auch an einigen Bühnendarstellungen von Josephine teil. Ihr Erfolg war so bemerkenswert, dass der Besitzer des Clubs, indem Josephine tanzte, ihr das Tier als Geschenk anbot.

Lies auch: Joaquin Sabina und die Liebe zu den Katzen

John Quincy Adams und sein Kaiman

John Quincy Adams war der sechste President der Vereinigten Staaten. Wenn wir über die Tiere berühmter historischer Persönlichkeiten berichten, dann darf er nicht fehlen. Er schaffte es nämlich, einen Kaiman mitten im weißen Haus zu halten.

Kaiman ruht auf Stein

Der General Marquis de Lafayette schenkte ihm das Tier bei einem seiner Besuche in den USA zwischen den Jahren 1824 und 1825. Man sagt, Adams Kaiman lebte mehrere Jahre in der Badewanne des East Rooms.

Doch die Geschichte des weißen Hauses mit den Kaimanen beschränkte sich nicht nur auf Adams. Während der 30er Jahre besuchte Herbert Hoovers Sohn ihn des öfteren mit den beiden Kaimanen, die er als “Haustiere” hielt.

Unser Lesetipp: Erstaunliche Freundschaft zwischen Krokodil und Mann

Frida Kahlo und ihr Reh namens Granizo

Diego Rivera und seine berühmte Frau hielten viele Wildtiere als exotische Haustiere. Abgesehen von ihren geliebten Hunden, versuchte das Paar Affen, Wildvögel und ein Reh namens Granizo zu halten.

Reh in der Waldlichtung

Das Tier war so präsent in Fridas Leben, dass es sogar als Inspiration für ihr Gemälde “Das verletzte Reh” diente. In dem Bild porträtiert die Künstlerin sich selbst zusammen mit dem Reh, das durch neun Pfeile verletzt wurde.

Audrey Hepburn’s Rehkitz

Audrey Hepburn ist zweifellos eine von Hollywoods beliebtesten und bekanntesten Schauspielern.

Sie verliebte sich in ein Rehkitz, das sie während der Dreharbeiten zu Tropenglut kennenlernte. Dabei fütterte sie es in den Pausen mit einem Fläschchen und nannte es Pippin.

Rehkitz

Auch das Kitz gewann die Schauspielerin lieb und folgte ihr überallhin. Als die Dreharbeiten beendet waren, mussten Audrey und das Kitz sich voneinander verabschieden.

Lord Byron und sein Bär

Der Dichter Lord Byron gilt international als eine der berühmtesten kulturellen historischen Persönlichkeiten. 1805 begann er am Trinity College zu studieren und wollte seinen Hund Boatswain mitnehmen.

Leider akzeptierte die Institution aber keinerlei Haustiere, weswegen seine Fellnase ihn nicht begleiten konnte.

Bär im Wald

Nach mehreren Ablehnungen des Trinity Colleges versuchte Byron es mit List. Der Dichter adoptierte einen Bär als Haustier und verlangte vom College, dass sie ihm eine Regel zeigten, in der geschrieben stand, dass man keinen Bären dort halten durfte. 

Da es eine solche Regelung natürlich nicht gab, mussten die Rektoren sich mit der Gegenwart des Bären abfinden.