Nein, Katzen sind nicht intelligenter als Hunde!

25 August, 2020
Sind Hunde intelligenter als Katzen? Auf diese Frage scheinen Forscher nun endlich eine Antwort gefunden zu haben. Erfahre heute mehr über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu dieser interessanten Thematik.

Sind Hunde intelligenter als Katzen? Es scheint, dass die Wissenschaft nun eine Antwort auf diese Frage gefunden hat. In diesem Artikel erfährst du das Ergebnis einer der größten Kontroversen in der Geschichte der Tierwelt.

Sind Hunde intelligenter als Katzen? Die Neuronenanzahl ist wichtig

Eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Frontiers in Neuroanatomy bestätigt, dass die Hirnrinde von Hunden doppelt so viele Neuronen aufweist wie die von Katzen. Die Gruppe der Wissenschaftler, die für diese Entdeckung verantwortlich ist, setzt sich aus Forschern von sechs verschiedenen Universitäten zusammen. Sie stammen aus den Vereinigten Staaten, Dänemark, Brasilien und Südafrika.

Katzen sind nicht intelligenter als Hunde - Katze spielt

Die Professorin, die für die Methode zur Quantifizierung von Gehirnneuronen einer Spezies verantwortlich ist, ist Professorin Suzana Herculano-Houzel. Der erste Schritt zur Ermittlung einer ungefähren Anzahl besteht laut der Wissenschaftlerin darin, das Gehirn in eine Suppe zu verwandeln, da es dann einfacher ist, die Zellkerne der Neuronen zu isolieren und ihre Anzahl zu berechnen.

Intelligenzmessung und die Neuronenanzahl im Gehirn

Ein Neuron ist die Grundeinheit der Informationsverarbeitung. Die kognitive Kapazität eines Lebewesens steht in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der Neuronen, die es besitzt. Laut Herculano-Houzel ist der quantitative Faktor der Schlüssel:

“Die absolute Anzahl von Neuronen, die ein Tier besitzt, insbesondere in der Großhirnrinde, bestimmt den Reichtum seines inneren mentalen Zustandes. Und auch seine Fähigkeit, aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit vorherzusagen, was in seiner Umgebung passieren wird.”

Ihre Entdeckungen basieren auf der Anwendung der so genannten “Suppenmethode”, bei der die Großhirnrinde von Hunden in eine “Suppe” verwandelt wird. Die Großhirnrinde ist das Nervengewebe, das die beiden Gehirnhälften bedeckt und nur wenige Millimeter dick ist. Dieses organische Gewebe, das gemeinhin als “graue Masse” bezeichnet wird, ist für unseren Entscheidungsprozess unerlässlich.

Dieses Hirnareal ist besonders relevant, weil es äußere Reize verarbeitet, die Lebewesen durch Sehen und Berühren erhalten.

Sind nun Hunde intelligenter als Katzen?

Um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen, untersuchte die Neurologin Herculano-Houzel mit ihrem Team drei Gehirne: das einer Katze, ein Gehirn eines Golden Retrievers und ein weiteres eines kleinen Mischlingshundes.

Aufgrund der großen Unterschiede zwischen Rassen unterschiedlicher Größe verwendete die Forscherin zwei Hundegehirne. Sie entdeckte, dass die Großhirnrinde beider Hunde 500 Millionen Neuronen und das Gehirn der Katze dagegen nur 250 Millionen beherbergte. Daraus lässt sich schließen, dass Hunde intelligenter als Katzen sind.

Die Forscher analysierten die Gehirne von acht verschiedenen Fleischfressern, um eine Vergleichsbasis zu erhalten. Dazu untersuchten sie Proben von Frettchen, Mangusten, Waschbären, Katzen, Hunden, Hyänen, Löwen und Braunbären.

Aufgrund der Ergebnisse kamen die Forscher zu der Schlussfolgerung, dass die Intelligenz von Hunden mit der von Waschbären und Löwen vergleichbar ist. Während Katzen nur eine Intelligenz haben, die mit der von Bären vergleichbar ist. Jeder Mensch hat 16 Milliarden Neuronen in seinem Gehirn. Und somit ist er auch intelligenter als andere Lebewesen. Die Spezies, die ihm in Bezug auf die Intelligenz nachfolgt, ist der Elefant mit 5,6 Milliarden Neuronen.

Katzen sind nicht intelligenter als Hunde - Retriever

Eine weitere Hypothese, die noch belegt werden muss

Außerdem versuchte die Forschergruppe, die Hypothese zu bestätigen, dass die Gehirne der fleischfressenden Spezies mehr kortikale Neuronen aufweisen als die der Pflanzenfresser. Allerdings konnten die Wissenschaftler diese Hypothese nicht bestätigen, da sie keine großen Unterschiede in der Korrelation der Neuronengröße der Tiere fanden.

Sie erklärten dies mit der Tatsache, dass der Stress, dem die Pflanzenfresser ausgesetzt sind, sie vermutlich dazu gebracht hat, ihre Gehirnkapazität weiter zu entwickeln. Die Realität ist, dass größere Fleischfresser normalerweise diejenigen sind, die weniger Neuronen haben. Zum Beispiel ist das Gehirn eines Bären 10 Mal größer als das einer Katze, aber beide haben die gleiche Anzahl an Neuronen.

Auf der anderen Seite überraschte die Wissenschaftler der Fall des Waschbären. Obwohl sein Gehirn die gleiche Größe wie das einer Katze hat, enthält es ebenso viele Neuronen wie das eines Hundes. Ein Waschbär hat eine höhere Anzahl an Neuronen als der Durchschnitt anderer Tiere derselben Familie.

Unabhängig von all diesen interessanten Forschungsergebnissen steht eines mit Sicherheit fest: Sowohl Hunde als auch Katzen können ausgezeichnete lebenslange Begleiter für die Menschen sein. Aber leider haben Katzenliebhaber jetzt ein Argument weniger zu ihren Gunsten!