Werde Pate für einen Pinguin

12 September, 2018
Der Pinguin ist durch den Klimawandel und die Umweltverschmutzung vom Aussterben bedroht. Deswegen gibt es nun diese Kampagne, die Fonds sammelt, damit die Spezies sich nicht noch weiter vermindert. Gleichzeitig arbeitet sie mit der Spanischen Stiftung gegen Krebs zusammen. Das ist die wichtigste NGO im Kampf gegen diese Krankheit

Wie jedes Jahr hat die Abordnung der spanischen Landstreitkräfte, die in der Antarktis arbeitet, ihre Kampagne zum Umweltbewusstsein begonnen. Darin fördert sie die Bevölkerung dazu auf, Pate für einen Pinguin zu werden. Dabei darf man dem Tier einen Namen geben und nimmt gleichzeitig an einem guten Zweck teil.

Werde Pate für einen Pinguin

Die spanischen Landstreitkräfte haben einen permanenten Stützpunkt auf der Insel Decepción. Das ist einer der fernsten Orte der Antarktis.

Dort achten die Soldaten darauf, dass internationale Gesetze des Umweltzschutzes eingehalten werden und unterstützen die Wissenschaftler, die dort verschiedene Studien durchführen.

Zusammen mit den Wissenschaftlern und dem Militär befinden sich auf dieser Insel auch etwa 20.000 Pinguinpärchen, die sich dort fortpflanzen. Es gibt also insgesamt mehr als 40.000 Pinguine drei verschiedener Arten.

Um die Menschen an die Wichtigkeit des Umweltschutzes zu erinnern, gibt es jedes Jahr eine Kampagne, um Pate für Pinguine zu werden. 

Man darf also dem Pinguin einen Namen geben, verpflichtet sich aber dafür zum Umweltschutz, damit dieses Tier und seine Nachfahren weiter in Frieden leben können.

Der Pate erhält auch ein digitales Diplom und ein Foto von “seinem” Pinguin. Man braucht nur ein Formular auszufüllen. Natürlich ist es Ehrensache, dann auch den Umweltschutz ernst zu nehmen.

Wo leben Pinguine eigentlich?

Das Programm ist kostenlos und es können sich Paten aus aller Welt melden. Dieses Jahr jedoch arbeitet man mit der Spanischen Stiftung gegen Krebs (Abkürzung: AECC) zusammen und es werden auch Spenden für diesen Zweck angenommen.

Die Pinguine der Insel Decepción

Die Wissenschaftler auf der Insel beobachten derzeit drei verschiedene Arten von Pinguin. Auf dem Diplom des Paten kann jeder von ihnen erscheinen:

  • Der Zügelpinguin. Diese Tiere kann man leicht erkennen, da sie eine schwarze Linie unter ihrem Gesicht haben. Sie sind etwa 70 cm groß und wiegen zwischen drei und fünf kg, je nach Jahreszeit. Sie leben nicht nur auf der Antarktis. Man kann sie auch in nahegelegenen Gebieten, wie etwa auf den argentinischen und sogar chilenischen Inseln, finden.
  • Adeliepinguin. Er hat etwa die gleiche Größe wie der Zügelpinguin. Leicht erkennbar ist er an seinem weißen Rand um die Augen. Diese Art Pinguin besitzt übrigens einen längeren Schwanz als andere und sein Lebensraum ist kleiner: er lebt nur auf der Antarktik.
  • Der EselspinguinDies ist die größte der drei Pinguinarten, denn ausgewachsene Tiere können bis zu 90 cm Höhe erreichen. Unter Wasser sind sie die schnellsten Pinguine. Man kann sie an ihren orangenen Füßen und Schnäbeln erkennen.

Klimaerwärmung

Auf der Insel Decepción findet eine Studie zum Klimawandel statt. Man hält die Pinguine für einen wichtigen Anzeiger für die Gesundheit ihrer Ökosysteme.

Sie sind nämlich ein schwaches Glied in der Kette und die ersten, die Anzeichen von Problemen zeigen.

Der Pinguin ist vom Aussterben bedroht

Pinguine sind jedoch leider nicht die einzigen Tiere, die vom Klimawandel und der Umweltverschmutzung bedroht sind. Auf der anderen Seite des Planeten, der Arktis, gibt es Aufnahmen von ausgehungerten Eisbären, die keine Beutetiere mehr finden.

Doch der Klimawandel bedroht nicht nur die Tiere auf den Polen. Überall auf der Welt verändern sich die Ökosysteme und die Tiere leiden darunter: Fische, Vögel und auch große Säugetiere wie Elefanten oder Löwen.

Durch diese Kampagne möchte man das Umweltbewusstsein der Paten wecken, um den Umweltschutz zu fördern. Jeder kann etwas dazu beisteuern, denn selbst kleine Veränderungen im eigenen Haus spielen bei diesem globalen Thema eine große Rolle.

Der Kampf gegen den Krebs

Dieses Jahr verbündet sich die Kampagne mit der Spanischen Stiftung gegen Krebs.

Neue Paten für Pinguine verpflichten sich also nicht nur dem Umweltschutz, sondern nehmen auch gleichzeitig an der Herausforderung teil, die Teilnehmerzahl auf 5.000 zu erhöhen.

Pinguine vereint mit Menschen im Kampf gegen Krebs und Aussterben

Erreicht man diese Zahl, so unterstützt eine verbündete Firma die Spanische Stiftung gegen Krebs finanziell. Auf dem Formular kann man auch selbst eine kleine Spende beisteuern, doch das geschieht nicht zwangsmäßig. Die Stiftung dankt es jedoch!