Pheromone: die chemische Sprache der Tiere

15 März, 2019
Es handelt sich um ein höchst interessantes Thema, das noch viele Geheimnisse birgt. Wenn du wissen möchtest, wie Tiere "Duftnoten" zur Kommunikation verwenden, dann lies weiter!

Weißt du, was Pheromone sind und wie sie das Verhalten von Tieren beeinflussen? Erfahre heute mehr über die chemische Sprache der Tiere.

Es handelt sich um ein höchst interessantes Thema, das noch viele Geheimnisse birgt. Wenn du wissen möchtest, wie Tiere “Duftnoten” zur Kommunikation verwenden, dann lies weiter!

Was sind Pheromone?

Es handelt sich um Absonderungen der Haut und Duftdrüsen, die der Biokommunikation dienen. Pheromone sind chemische Botenstoffe, die verschiedenste Informationen übermitteln, die unter anderem das sexuelle und territoriale Verhalten von Tieren beeinflusst.

Die Duftmoleküle werden von den Tieren wahrgenommen und sind unter anderem bei der Erkennung paarungsbereiter Artgenossen, der Revierabgrenzung, dem Alarmverhalten und der Pflege der Nachkommen wichtig.

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Im Gegensatz zu Hormonen, die körperinterne Funktionen haben, werden Pheromone durch Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß sowie Urin an die Umwelt abgegeben. Sie wirken spezifisch auf ihren Rezeptor.

Elefanten

Die Artgenossen reagieren auf die wahrgenommenen Pheromone, wobei auch andere Faktoren wie Temperatur oder Licht berücksichtigt werden.

Bei stillenden Muttertieren regt die Nähe der Jungtiere durch die Ausschüttung von Pheromonen ihre Milchproduktion an. 

Wozu brauchen Tiere diese Duftstoffe?

Die von den Pheromonen ausgesandten Signale werden durch das Jacobson-Organ innerhalb der Nasenhöhle erfasst. Dann werden die Stimuli an das Gehirn übertragen, wo die entsprechende Antwort erzeugt wird.

Kätzchen

Im Hypothalamus werden dann Signale für Angst oder sexuelle Attraktion erzeugt. Pheromone übertragen nichts anderes als bestimmte Informationen, um dann eine entsprechende somatische Antwort zu geben.

  • Pheromone spielen eine besonders wichtige Rolle für das Fortpflanzungsverhalten. Beispielsweise induzieren männliche Pheromone die zyklische Ovarialaktivität von Weibchen bei Tierarten wie Ziegen oder Schafen. Die jüngeren männlichen Elefanten hingegen geben einen ähnlichen Geruch ab wie Honig, um Probleme mit erwachsenen Männern zu vermeiden. Darüber hinaus hemmen bestimmte Pheromone in den Tränen neugeborener Mäuse die Libido der Mutter, sodass sie sich ganz ihrer Pflege widmet.
  • In Bezug auf die territorialen Gewohnheiten fungieren Pheromone als Koordinaten. Diese ermöglichen es den übrigen Artgenossen, zu erfahren, wer in einem bestimmten Gebiet lebt. Bei Katzen, die ein bestimmtes Revier beherrschen, löst der Eintritt einer anderen unbekannten Katze in ihr Gebiet fast automatisch einen aggressiven Instinkt aus.

Wirklich überraschend, nicht wahr? Die Weisheit der Natur beeindruckt uns immer wieder!