Rechtliche Auswirkungen einer tödlichen Hundeattacke

05 März, 2021
Eine tödliche Hundeattacke auf einen Menschen ist eine sehr ernsthafte Situation. Welche rechtlichen Konsequenzen ergeben sich aus einem so tragischen Vorfall? Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

Wenn du einen Hund adoptierst, übernimmst du automatisch die zivilrechtliche Verantwortung für alle tödlichen Folgen einer Hundeattacke. Darüber hinaus kann sich diese Verantwortung auch auf Sachschäden an Dritten erstrecken.

Die letztgenannten Fälle sind besonders heikel, da keine Entschädigung einem Opfer (beziehungsweise seiner Familie) diesen Verlust angemessen ersetzen könnte. Unabhängig davon, ob die Verletzungen aufgrund einer Hundeattacke oberflächlich oder tödlich sind, ist es unmöglich, sich die Art der Rückerstattung vorzustellen, die das Ausmaß des Schadens kompensieren könnte.

Dennoch ist es wichtig, dass du weißt, wie die rechtliche Situation für derartige Fälle aussieht. Obwohl das Leben eines Menschen natürlich unbezahlbar ist, kann die Familie dennoch eine angemessene Entschädigung fordern, die ihr bei der Bewältigung der angefallenen Kosten und Aufwendungen hilfreich sein kann. Daher solltest du dich über deine Rechte und Pflichten als Hundehalter informieren und diese akzeptieren.

Rechtliche Auswirkungen einer tödlichen Hundeattacke

Das Gesetz regelt die zivilrechtliche Haftung für durch Tiere verursachte physische und materielle Schäden. Unter Verantwortung wird die Pflicht verstanden, Folgen zu kompensieren, die den Interessen und Rechten einer anderen Person schaden. Diese Konsequenzen können sich aus eigenen oder fremden Handlungen sowie aus einfachem Verschulden oder Fahrlässigkeit ergeben.

In diesem Artikel findest du einen Überblick über die möglichen rechtlichen Konsequenzen einer Hundeattacke. Darin heißt es unter anderem:

“Ein Halter oder Tierhüter kann strafrechtlich haftbar gemacht werden, wenn eine Person durch das Tier zu Schaden kommt – etwa wenn ein Hund einen Menschen beißt oder umreißt. In Betracht kommen als mögliche Straftatbestände eine gefährliche oder fahrlässige Körperverletzung, sehr selten eine fahrlässige Tötung.”

Der Besitzer muss sich für das Verhalten seines Hundes verantworten, auch wenn er nicht da war, als das Tier einem Dritten (oder seinem Eigentum) Schaden zufügte. Dennoch kannst du möglicherweise versuchen, eine der Bedingungen geltend zu machen, die zu deiner Entlastung beitragen könnten. Darüber hinaus könntest du möglicherweise nachweisen, dass der Schaden aufgrund höherer Gewalt entstanden ist. Oder vielleicht sogar auf der Handlung des Opfers selbst beruht.

Allerdings müssen Besitzer potenziell gefährlicher Hunde bestimmte Auflagen erfüllen, um diese Tiere halten zu dürfen. Neben anderen Verpflichtungen kann beispielsweise eine Versicherungspflicht für das Tier bestehen.

Hundeattacke - Hund an Kette

Was können die Hinterbliebenen des Opfers einer tödlichen Hundeattacke fordern?

Jeder Besitzer haftet für das aggressive Verhalten seines Hundes. Es spielt dabei auch keine Rolle, wenn der Halter behauptet, er hätte keine Kenntnis über das aggressive Verhalten seines Hundes gehabt. Infolgedessen kann sich daraus möglicherweise die Pflicht ergeben, die Opfer oder die Familie eines Opfers einer tödlichen Hundeattacke zu entschädigen.

Jeder, der von einem Hund verletzt wurde, kann vor Gericht eine Entschädigung geltend machen. Dies betrifft hauptsächlich die medizinische Versorgung und andere Kosten, die mit der Genesung und Behandlung verbunden sind. Darüber hinaus werden aber auch die emotionalen Konsequenzen und möglicher Arbeitsausfall berücksichtigt, die aufgrund der Hundeattacke entstanden sind.

Wenn es sich um eine tödliche Hundeattacke handelt, werden auch die Bestattungskosten und andere Schäden für die Familienmitglieder berücksichtigt.

Ebenso ist es notwendig, eine Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen dem Verhalten des Tieres und dem Schaden herzustellen, für den eine Person eine Entschädigung fordert.

Darüber hinaus muss die schädliche Folge auf das natürliche, instinktive und spontane Verhalten eines Hundes zurückzuführen sein. Mit anderen Worten, das Verhalten der Tieres war nicht die Folge von etwas, dass ein Mensch zuvor getan hat.

Wenn das Tier von einer Person absichtlich als Angriffswaffe verwendet wird, handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung. Daher ist ein Anwalt normalerweise unverzichtbar, um eine derartige Klage auf zivil- oder strafrechtlicher Ebene zu erheben.

Hundeattacke - Hund beißt Mann

Gibt es Ausnahmen?

Im Allgemeinen tendiert die Justiz dazu, zugunsten der Opfer zu entscheiden, insbesondere wenn es um körperliche Schäden geht. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen, in denen der Tierhalter von der Haftung befreit sein könnte:

  • Erstens, wenn das Opfer selbst den tödlichen Hundeangriff verursacht hat. Das heißt, wenn die Person aggressiv gegenüber dem Tier war und es auf irgendeine Weise misshandelte. Allerdings sind diese Fälle selten und relativ schwer zu beweisen, insbesondere wenn das Opfer stirbt.
  • Zweitens, wenn der tödliche Hundeangriff auf einem privaten Grundstück stattfand, welches dem Besitzer des Hundes gehört – eines, das die Anwesenheit eines potenziell gefährlichen Wach- oder Schutzhundes erfordert. Zum Beispiel, wenn der Verletzte in das Haus eines anderen eindringt, auf dem ein Warnschild mit der Aufschrift “Vorsicht vor dem Hund” oder ähnlichem angebracht ist.

Diese Fälle werden jedoch im Einzelfall gerichtlich beurteilt und entschieden.

  • Onda Cero, 2019. Estadísticas personas fallecidas por ataque perro. Extraído de: https://www.ondacero.es/noticias/sociedad/veinte-personas-han-muerto-espana-2010-ataques-perros_201901125c3a04e70cf2a201aa9e8797.html
  • Real Decreto 287/2002, de 22 de marzo, por el que se desarrolla la Ley 50/1999, de 23 de diciembre, sobre el régimen jurídico de la tenencia de animales potencialmente peligrosos. Extraído de: https://www.boe.es/buscar/doc.php?id=BOE-A-2002-6016