Wohlbefinden von Katzen: Darauf kommt es an!

Es ist oft schwierig, die Laune deines Stubentigers zu erkennen. Hier geben wir dir einige Tipps, die du beachten solltest, um das Wohlbefinden von Katzen zu verbessern.
Wohlbefinden von Katzen: Darauf kommt es an!

Letzte Aktualisierung: 02 Februar, 2021

Das Wohlbefinden von Katzen wird oft als selbstverständlich angesehen. Solange sie keine ernsthaften Erkrankungen haben, sind leichte emotionale Probleme nur schwer zu erkennen.

Außerdem haben die Besitzer in der Regel ein geschäftiges Leben voller Reize und Sorgen, was es noch schwieriger macht, dem betreffenden Tier genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb hast du dich vielleicht noch nie gefragt, welche Faktoren das Wohlbefinden von Katzen verbessern oder verschlechtern. Hier erfährst du es!

Eine Symbiose von Tausenden von Jahren

Es ist immer noch nicht mit absoluter Sicherheit bekannt, wann die Beziehung zwischen Katzen und Menschen begann. Allgemein wird angenommen, dass diese symbiotische Beziehung im alten Ägypten ihren Anfang nahm.

Allerdings deuten neuere Beweise aus Fossilien darauf hin, dass sie viel weiter zurückreichen könnte, nämlich bis zu 7.000 Jahre. Seither wurden Katzen verehrt, geliebt und in manchen historischen Epochen leider auch schlecht behandelt und verschmäht.

Heutzutage ist die Katze ein Haustier und im Jahr 1991 wurde berechnet, dass etwa 35 Millionen Katzen in den Haushalten der Europäischen Union leben.

Aufgrund ihrer sozialen und individuellen Bedeutung sind diese Tiere zu einem Mitglied der Familie geworden und benötigen daher Aufmerksamkeit, Verständnis und das Einfühlungsvermögen ihres Besitzers.

In diesem Beitrag zeigen wir dir verschiedene Faktoren, die bis zu einem gewissen Grad das Wohlergehen von Hauskatzen bestimmen. Dabei stützen wir uns auf die Studie, die in dem renommierten Portal ScienceDirect veröffentlicht wurde.

Wohlbefinden von Katzen

Eine Studie von großem Interesse

Das Ziel dieser Studie war es, verschiedene Faktoren zu untersuchen, um das Wohlbefinden von Katzen zu bestimmen. Die Vorgehensweise war wie folgt:

  • Es wurde eine Testgruppe von 62 Besitzern und ihren Katzen ausgewählt. Alle nahmen teil, ohne das wirkliche Ziel der Studie zu kennen.
  • Die Beziehung zwischen Katze und Besitzer wurde mit verschiedenen Parametern ermittelt: Fragebögen, eine körperliche Untersuchung des Tieres und die Lexington Haustier-Bindungsskala (LAPS).
  • Für jede Interaktion wurde eine Gesamtpunktzahl entsprechend dem Wohlbefinden der Katze berechnet: niedrig (L), mittel (M) oder hoch (H).
  • Anhand dieser Parameter konnten sich die Forscher ein klares Bild über den sozialen, verhaltensbezogenen und physischen Zustand der einzelnen Tiere machen.

Das durchschnittliche Teilnehmerprofil war leicht verzerrt, da es überwiegend Frauen waren, die bereits Erfahrung in der Katzenpflege hatten. Trotzdem sind die Ergebnisse äußerst interessant.

Von welchen Faktoren hängt das Wohlbefinden von Katzen ab?

Während der Studie wurden mehrere Dinge deutlich.

  • Die Ergebnisse sind nicht schlecht, denn in Bezug auf die Lebensqualität erhielten mehr als 70 % der Katzen eine durchschnittliche Bewertung und 17 % eine hohe Beurteilung.
  • Der allgemeine körperliche Zustand war sehr gut, denn 75 % der Katzen erreichten eine hohe Note.
  • Faktoren wie Geschlecht, Alter, Anzahl der Familienmitglieder oder soziale Aktivitäten der Besitzer schienen diese Prozentsätze zu beeinflussen.

All diese Daten sind interessant und positiv. Dennoch ist es erwähnenswert, dass nur 16 % der Hauskatzen kein abnormales Verhalten für ihre Art zeigten.

Das bedeutet, obwohl die Besitzer dem Tier viel Aufmerksamkeit schenkten, schafften sie es nicht, alle Bedürfnisse des Tieres zu erfüllen. Was fördert also das Wohlbefinden von Katzen?

  1. Es hat sich gezeigt, dass Katzen mit mehreren Bezugspersonen in der Familie mehr tierärztliche Versorgung erhalten. Das verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass sich alle Familienmitglieder in gewissem Maße für das Tier verantwortlich fühlen und für die bestmögliche Pflege sorgen.
  2. Der vorherige Haustierbesitz reduzierte problematische Verhaltensweisen bei Katzen wie das Zerreißen von Gegenständen.  Das kann daran liegen, dass erfahrenere Besitzer wissen, welche Anreize sie dem Tier geben müssen. Es schadet nie, daran zu erinnern: Kratzbäume und Spielzeug sind für die geistige Aktivität der Katze unerlässlich.
  3. Verhaltensweisen wie Stuhlgang außerhalb der Box können Anzeichen für Stress bei dem betroffenen Tier sein. Die Ergebnisse sind überraschend, da diese Verhaltensweisen bei Katzen aus Familien ohne Kinder deutlich seltener auftraten. Auch dies beweist die Notwendigkeit, die Kleinsten des Hauses mit größtem Respekt vor den Lebewesen und Haustieren zu erziehen, mit denen sie zusammenleben.
Neugierige Katze

Wohlbefinden von Katzen: Die Verantwortung des Besitzers

All diese Daten bedeuten nicht, dass das Tier mehr leidet, wenn man Kinder hat, keine Erfahrungen mit anderen Haustieren gesammelt hat oder die einzige Person im Haus ist.

Was diese Studien belegen, ist die Notwendigkeit, die größten Schwächen und Mängel in der Umgebung des Tieres zu verstehen, ihnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken und zu versuchen, sie zu lösen.

Wenn du beispielsweise Kinder zu Hause hast, solltest du Energie und Zeit aufwenden, um ihnen zu zeigen, wie man das Tier respektiert, es nicht übermäßig anfasst und keinen ständigen Lärm in der Nähe des Tieres verursacht.

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