Schädliches Futter für Kaninchen

09 Mai, 2020
Es gibt verschiedene Lebensmittel, die bei Kaninchen zu Gesundheitsproblemen führen können, wenn sie zu viel davon fressen. Erfahre heute mehr darüber!

Einige Nahrungsmittel können für Tiere giftig oder unverdaulich sein, auch wenn sie uns ganz harmlos erscheinen, da sie einen Teil unserer Ernährung bilden. Daher ist es wichtig, dass du weißt, welche Lebensmittel das sind. In unserem heutigen Artikel sagen wir dir, welches Futter für Kaninchen gefährlich sein kann.

Gemüse, Obst und Blätter sind Teil der normalen Ernährung eines Kaninchens, doch es gibt bestimmtes Futter für Kaninchen, von dem sie nicht zu viel fressen sollten.

1. Wildpflanzen, die als Futter für Kaninchen gefährlich sein können

Petersilie und roter Klee

Petersilie enthält Apiin, welches in hohen Dosen Nieren- und Leberschäden hervorrufen kann. Diese und andere Bestandteile verleihen der Petersilie ihre harnleitende Wirkung.

Petersilie enthält viele gesunde Inhaltsstoffe, solange sie in kleinen Mengen verfüttert wird. Aufgrund der in ihr enthaltenen essenziellen Öle Apiol und Myristicin ist sie eine Quelle für wertvolle Vitamine und Antioxidanzien. Dennoch solltest du sie deinem Kaninchen nicht zu häufig als als Nahrungsmittel anbieten.

Roter Klee ist kein besonders empfehlenswertes Futter für Kaninchen, da er starke Blähungen hervorruft. Sollte sich roter Klee also in der Ernährung deines Mümmelmannes befinden, dann stelle sicher, dass es nur sehr kleine Mengen sind. Außerdem solltest du ihn immer ernten, bevor er blüht.

Weitere Pflanzen, die nicht nur für Kaninchen sehr schädlich sein können, sind die Hemlocktanne und Belladonna.

Kaninchen knabbert im Garten

2. Gemüse, das als Futter für Kaninchen gefährlich ist

Grünes Blattgemüse stellt einen sehr wichtigen Teil der Ernährung eines Kaninchens dar, besonders die dunkleren Blätter, die mehr Nährstoffe, Vitamine und Mineralien enthalten. Wenn dein Langohr aber zu viel davon frisst, kann dies zu Gesundheitsproblemen führen.

Spinat

Spinat enthält viel Vitamin A, Folsäure, Eisen und andere Mineralstoffe wie etwa Kalzium, Kalium und Magnesium, doch er enthält auch viel Kalziumoxalat, welches ebenfalls giftig sein kann.

Wenn dein Kaninchen zu viel Spinat frisst, kann das zur Bildung von Harnsteinen führen. Diese entstehen durch die Ansammlung dieses Stoffes. Auch Luzerne sollte man vorsichtig dosieren, da sie viel Kalzium enthalten.

Salat und Kohl

Dieses Futter wird Kaninchen am häufigsten angeboten. Allerdings enthält es viel Wasser und daher solltest du deinem Mümmelmann auch hiervon nicht zu viel geben. Es kann dann nämlich zu Durchfall kommen, besonders bei Eisberg-Salat.

Besondere Vorsicht ist auch bei der Fütterung von Jungtieren geboten. Ein Übermaß an Kohl kann ebenfalls Durchfall und Blähungen hervorrufen.

Kartoffeln

Rohe Kartoffeln – eingeschlossen der Blätter und Stengel – sind giftig, auch für Kaninchen. Daher solltest du sie unbedingt vorher kochen, wenn du sie als Futter für Kaninchen verwenden möchtest. Dennoch solltest du bedenken, dass Kartoffeln viel Stärke und Kalorien enthalten. Daher sind Kartoffeln letztendlich nicht wirklich empfehlenswert.

Besonders vorsichtig solltest du auch mit den Samen der Kartoffeln umgehen, denn sie sind ebenfalls giftig für Kaninchen.

Brokkoli

Er enthält gesunde Wirkstoffe und ist ein gutes Antioxidans. Wenn du dein Kaninchen jedoch sehr häufig mit Brokkoli fütterst, dann kann auch er Blähungen bei deinem Tier verursachen.

3. Schädliches Futter für Kaninchen: Obst

Da Obst viel Wasser und Zucker enthält, sollte man es dem Kaninchen immer nur in kleinen Mengen anbieten. Stellt es mehr als 5 % der Ernährung dar, dann kann es Durchfall bei Kaninchen hervorrufen.

Glückliche Kaninchen vor der Futterschale

4. Qualitativ minderwertiges Futter für Kaninchen

Darüber hinaus solltest du darauf achten, dass das Futter für Kaninchen abwechslungsreich sein sollte. Wenn du deinen Mümmelmann ausschließlich mit Trockenfutter ernährst, kann dies auf lange Sicht ebenfalls Gesundheitsprobleme verursachen:

  • Verdauungsprobleme, da die Mehrzahl dieser Futtermittel nicht ausreichend Ballaststoffe enthält.
  • Zu wenig Zahnabnutzung. Hasenzähne hören niemals auf zu wachsen. Daher musst du deinem Tier auch ballaststoffreiche Lebensmittel anbieten, damit sich ihre Zähne abwetzen können. Viele Hauskaninchen leiden häufig unter zu langen Nagezähnen.
  • Fettleibigkeit. Trockenfutter ist sehr konzentriert und wenn dein Kaninchen zu viel davon frisst, kann dies allmählich zu einer Fettleibigkeit führen.
  • Harnsteine. Trockenfutter enthält viel Kalzium und Mineralstoffe, die sich in der Blase ansammeln und Harnsteine bilden können.

Daher solltest du darauf achten, deinem Kaninchen eine breitgefächerte Ernährung mit verschiedenen Blättern, Gemüse, Heu und ein wenig Trockenfutter anzubieten, damit es gesund und glücklich bleibt. Außerdem solltest du dafür sorgen, dass es stets genügend frisches Wasser zur Verfügung hat.

  • A. Reyes-Munguía,  Zavala-Cuevas y A. Alonso-Martínez. Perejil (Petroselinum crispum): compuestos químicos y aplicaciones.
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