Der Hund frisst zu schnell - wie vermeidet man das?

06 Juli, 2018
Der Hund frisst zu schnell. Das ist ein Problem, das viele Herrchen und Frauchen kennen. In diesem Artikel erklären wir dir, woher das Verhalten stammt und was du tun kannst.
 

Du kennst das bestimmt: Der Hund frisst zu schnell. Das ist ein Problem das sehr oft vorkommt. Doch dieses Verhalten kann schädlich für unsere Fellnasen sein, da es zu Verdauungsproblemen und Magenschmerzen kommen kann. Diese Beschwerden können sich im Laufe der Zeit verschlimmern, wenn man dem Hund die Angewohntheit des Schlingens nicht abgewöhnt.  Mein Hund frisst zu schnell – was kann ich also tun?

Du stellst gerade seinen Napf auf den Boden, oder ein paar Bröckchen Futter fallen aus dem Paket und schon stürzt sich deine Fellnase gierig darauf. Der Hund hängt sich auf seinen Fressnapf und schluckt sein Futter ohne Kauen hinunter. Wenn es warm ist, dann kann er sich sogar dabei Verbrennen. Binnen einiger Sekunden ist die Schüsssel leer und der Hund will mehr.

Wenn dir diese Situation bekannt vorkommt, dann solltest du auf alle Fälle den nächsten Artikel lesen, in dem wir dir verraten, wie du das Schlingen verhindern kannst. Du wirst merken, dass es möglich ist.

Der Hund frisst zu schnell – ist es möglich das zu vermeiden?

Die Fütterungsstunde kann etwas hektisch werden.

Die meisten Haustiere fressen zu schnell und kauen nicht mal ihr Futter. Das ist ein klassisches Verhalten, das eng mit dem Überlebensinstinkt zusammenhängt. Genauso wie ihre “Cousins”, die Wölfe, schlingen Hunde ihr Fressen hinunter, um es nicht mit dem Rest des Rudels teilen zu müssen.

Der Hund frisst zu schnell, weil er sich über das “Glück” freut, genügend Futter zu haben. So sorgt er dafür, dass er eine Portion bekommt, die seine Bedürfnisse stillt, bevor jemand anders sie ihm wegschnappt. So einfach ist dieses Verhalten zu erklären.

 

Natürlich können wir Menschen das nicht immer gleich nachvollziehen. Wir geben unseren Haustieren doch jeden Tag gewissenhaft ihre Ration! Das ist den Fellnasen so ziemlich egal. Sie stürzen sich munter auf ihren Fressnapf und schlingen jeden letzten Happen hinunter.

Es ist grundlegend zu vermeiden, dass der Hund zu schnell frisst. Das Herunterschlingen des Futters kann sich in verschiedene Gesundheitsprobleme für den Hund verwandeln. Er könnte sogar dabei ersticken, wenn er sein Futter schlingt, ohne es vorher zu kauen.

Der Hund kann außerdem beim Schlingen Luft schlucken. Das hat Blähungen und Darmprobleme zur Folge. Das Rülpsen und die Blähungen sind ein klares Zeichen von Magen- oder Verdauungsproblemen bei Hunden.

Das Schlingen bringt ein weiteres Risiko mit sich. Wenn der Hund Knochen oder “Menschenfutter” statt Hundefutter bekommt, dann kann ein Knochensplitter ihm beispielsweise die Speiseröhre oder andere Organe aufreißen. Das Risiko des Erstickens erhöht sich wesentlich, wenn wir diese Angewohnheit nicht rechtzeitig korrigieren.

Sofort zum Tierarzt bei Magendrehung

Der Hund kann auch an Magendrehung erkranken, wenn er sein Essen hinunterschlingt. Wenn diese Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, dann kann sie sogar den Tod des Tieres hervorrufen. Die Magendrehung geschieht, wenn der Magen sich wortwörtlich wegen des Gewichts von den Muskeln und Sehnen löst, die ihn an seinem Platz halten.

Die folgenden Symptome weisen auf eine Magendrehung bei Hunden hin:

 
  • Geblähter Bauch
  • Schwäche
  • Bewegungsunlust
  • Gebeugte Haltung beim Laufen
  • Versuch des Erbrechens
  • Schmerz

Wenn der Hund Symptome dieser Erkrankung aufweist, dann muss man ihn sofort zum Tierarzt bringen, damit ihm dort die entsprechende Behandlung verabreicht wird. In einigen Fällen ist sogar eine Operation nötig. Achten wir also darauf, wenn wir ein gesundes und lebendiges Haustier möchten. 

Mein Hund frisst zu schnell – ein paar Tipps, um das zu vermeiden

Wenn dein Haustier sich sehr nervös und ungeduldig um Essen verhält, es gar nicht abwarten kann, zu seinem Napf zu kommen und sein Futter nicht richtig kaut, dann achte auf die folgenden Ratschläge:

  1. Benutze den Futternapf falsch herum. Die Unterseite des Napfes ist kleiner und außerdem hat sie eine komische Form, die die Fellnase dazu bringen wird, sich ein wenig mehr anzustrengen, um an die letzten Stückchen zu kommen. Du kannst ihm auch einen speziellen Napf kaufen, der Unterteilungen für das Fressen hat. Oder gib es ihm in eine Muffin-Form. Du kannst sogar einfach einen großen Stein in die Mitte des Fressnapfes legen, damit ihm die Suche nach den letzten Häppchen zur Odyssee wird.
  2. Gib ihm ein Spielzeug mit Futter drin. In Tiergeschäften gibt es einige spezielle Spielzeuge, die man mit Futter füllt. Wenn er Hund den Gegenstand beißt und ihn bewegt, fallen sie langsam heraus. So kann er sogar seinen versteckten Jagdinstinkt aufpolieren und ein Weilchen Spaß haben.
  3. Begrenze die Menge. Wenn du ihm am Abend eine große Portion gibst, dann teile sie doch lieber ab sofort in zwei Rationen: eine morgens und eine abends. Auch wenn das vielleicht nicht verhindert, dass dein Hund sein Futter herunterschlingt, so vermindert es doch die Risiken, eine Magendrehung zu erleiden. Es ist auch eine effektive Strategie, um das Übergewicht bei den Fellnasen zu vermeiden. Wenn er zwei Mal täglich frisst, dann werden bei jedem Verdauungsprozess Kalorien verbrannt.
 

Weitere sinnvolle Ratschläge

  • Versuche es mit kleinen Näpfen und Futtermengen. Gib ihm eine erste Ration. Einige Minuten, nachdem er sie aufgefressen hat, gib ihm die nächste. So kannst du ihm langsam seine ganze Tagesration füttern. Dies bedeutet allerdings, dass du ihn während des ganzen Essensprozess begleiten musst.
  • Erhöhe seinen Fressnapf. Es ist ebenfalls eine gute Technik, den Fressnapf auf eine Bank, einen Hocker oder ein Tischchen zu stellen. So hält der Hund den Kopf etwas höher wenn er frisst und kann leichter Luft ausstoßen.
  • Richte Fressstationen ein. Sie sind nicht nur lustig, sondern damit kannst du auch verhindern, dass dein Hund zu schnell frisst. Stelle drei verschiedene Fressnäpfe an verschiedene Orte im Haus, damit die Fellnase das Futter suchen muss. Während er einen Fressnapf leergemacht hat und den nächsten findet, vergeht so wenigstens ein bisschen Zeit.