Für Katzen sind diese Pflanzen gefährlich

02 August, 2018
Die ersten Symptome bei einer Pflanzenvergiftung sind meist Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall. Beim kleinsten Verdacht solltest du deine Mieze zum Tierarzt bringen!
 

Wer Katzen hat weiß, dass diese gerne an Pflanzen knabbern oder damit spielen. Die meisten Gewächse im Haus werden von den Fellnasen angeknabbert, doch du solltest beachten, dass manche Pflanzen gefährlich für die kleinen Mitbewohner sein können. Du findest anschließend eine Liste mit verschiedenen Pflanzen, bei denen du vorsichtig sein solltest. Am besten hast du diese gar nicht im Haus, wenn du Katzen hast.

Die ersten Symptome bei einer Pflanzenvergiftung sind meist Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall. Beim kleinsten Verdacht solltest du deine Mieze zum Tierarzt bringen, ganz egal, ob sie an einer Pflanze oder einem anderen möglicherweise gefährlichen Gegenstand geknabbert hat.

Wenn du weißt, welche Pflanze oder Substanz der Auslöser war, ist es für den Tierarzt einfacher, die richtige Behandlung einzuleiten. In einem Notfall zählt jede Minute. 

Für Katzen sind diese Pflanzen gefährlich

Zu Weihnachten dekorieren viele ihr Heim mit einem Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), der wunderschön rot leuchtet und bereits zur Tradition gehört. Doch für deine Katze ist diese Zierpflanze gefährlich. Bereits der Kontakt mit dem Weihnachtsstern kann zu Reizungen der Haut und Augen führen.

Wenn die Katze ein Blatt anknabbert, kann sie an Brechreiz, Durchfall oder anderen Beschwerden erkranken. 

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Auch die Stechpalme ist ganz typisch für die Weihnachtszeit, doch für Katzen ebenfalls giftig, allerdings nur, wenn sie die Blätter oder Früchte frisst.

Auch die Drachenwurz, die durch ihre schöne weiße Blüte und den gelben Stempel hervorsticht, ist sehr gefährlich für Miezen. Nicht nur wenn sie daran knabbern, der Kontakt mit dieser Pflanze kann auch zu Hautreizungen und Irritationen der Schleimhaut führen.

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Auch diese Pflanzen mit Blüten sind gefährlich für Katzen

Die Knollen von Pflanzen wie Tulpen, Hyazinthen usw. sind für Tiere und Menschen leicht toxisch. Hunde oder Katzen, vergiften sich meist damit, da sie diese Knollen ausgraben, um damit zu spielen, und dann auch daran knabbern.

Für Katzen sind auch Pflanzen gefährlich, die wunderschön blühen und viele Gärten schmücken: zum Beispiel Azaleen, Hortensien und Begonien.

Bei Azaleen ist die ganze Pflanze giftig, doch insbesondere die Blätter. Sie können zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und neuronalen Beschwerden führen.

Eine Vergiftung durch Begonien oder Hortensien kommt nur selten vor und ist normalerweise nicht ernst. Doch mit Blättern und Stielen ist Vorsicht geboten.

Für Hauskatzen sind auch diese Pflanzen gefährlich

Es gibt weitere Pflanzen, die in vielen Gärten oder auf Terrassen zu finden sind, zum Beispiel die Echte Aloe. Diese hat zwar vielseitige gesundheitsfördernde Eigenschaften, kann jedoch die Schleimhäute reizen.

 

Alle Teile des Köstlichen Fensterblatts wirken reizend und können sogar zur Lähmung der Zunge führen. 

Andere Pflanzen

Auch folgende Pflanzen, die in vielen Häusern oder Gärten zu finden sind, sind für Katzen eine Gefahr:

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Der Fingerhut (Digitalis purpurea) ist ganz besonders gefährlich. Die ganze Pflanze ist giftig, wobei die gefährlichen Substanzen insbesondere das Herz angreifen, zu Arrhythmien oder zu langsamem Herzschlag führen.

Auch Efeu ist in vielen Gärten zu finden, es handelt sich um eine beliebte Kletterpflanze, die Wände, Mauern oder Baumstämme schmückt. Für alle Tiere ist diese Pflanze jedoch giftig. Im Kontakt mit den Härchen des Stiels kann es zu Reizungen und Schwellungen kommen. Wenn das Tier daran frisst, muss es sich danach meist erbrechen und hat oft auch Schwierigkeiten beim Schlucken.

Der Schwarze Nachtschatten beeinträchtigt das Nervensystem. Wenn das Tier daran knabbert, kann es zu neuronalen Beschwerden wie Ataxie oder Schläfrigkeit kommen.

Eukalyptus zeichnet sich durch sein intensives Aroma aus, das gerne als Raumduft oder auch in Hustenmitteln verwendet wird. Bei Katzen provozieren Eukalyptusblätter allerdings Brechreiz, Magen-Darm-Beschwerden, Schwäche und übermäßige Speichelbildung.

 

Die Katzenminze ist allen Katzenliebhabern bekannt, denn sie wirkt auf die Fellnasen wie eine Droge. Wenn eine Katze daran riecht oder sich an der Pflanze reibt, ist sie danach “high”. Nach ein paar Stunden kehrt das Tier dann wieder zur Normalität zurück.

Es sind keine schweren Vergiftungserscheinungen durch Katzenminze bekannt, doch trotzdem ist diese Pflanze für die Tiere gefährlich. Für Katzen können auch andere Pflanzen gefährlich sein und ähnliche Wirkungen zeigen, zum Beispiel Pfefferminze, Minze oder Baldrian.

Es gibt auch zahlreiche andere Pflanzen, die für die kleinen Fellknäuel giftig sind. Wir haben dir nur einige davon aufgelistet.

Solltest du Verdacht schöpfen, dass dein Kätzchen an einer giftigen Pflanze geknabbert oder sich daran gerieben hat, solltest du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Vergiss jedoch nicht: Vorsorge ist die beste Medizin! Wenn du Katzen zu Hause hast, solltest du darauf achten, dass sie keinen Zugang zu gefährlichen Pflanzen haben. So kannst du dir Angst und Schrecken ersparen.