Herzgeräusche bei Hunden: Vorbeugung und Erste Hilfe

22 August, 2018
Herzerkrankungen bei Hunden können verschiedene Ursachen haben und werden oft durch Herzgeräusche entdeckt.

Herzgeräusche bei Hunden zeichnen sich durch abnormale Geräusche aus, die durch Abhören des Brustkorbes (Herzauskultation) festgestellt werden können. Ein gesundes Herz gibt ständig ganz normale Herztöne von sich, die durch den Blutkreislauf oder durch das Öffnen und Schließen der Herzklappen hervorgerufen werden.

Das seltsame Geräusch, das Herzgeräusche bei Hunden charakterisiert, hat jedoch einen “pfeifenden” Ton. Die mit dieser Anomalie verbundenen Ursachen können sein:

  • Herzschwäche, Arteriosklerose oder Infektion der Herzklappen
  • Schwierigkeiten bei der Durchblutung der Herzstrukturen
  • Veränderungen in den Muskelwänden des Herzens
  • Herzwurmerkrankung
  • Tumore

Herzgeräusche bei Hunden: Symptome für Herzfehler

  • Abgeschlagenheit, Schwäche und Schläfrigkeit
  • Husten und Kurzatmigkeit
  • Schwellung des Bauches
  • Veränderter Herzrhythmus oder Blutdruck
  • Ablehnung von körperlicher Aktivität oder Schwierigkeiten dabei
  • Ohnmachtsanfälle
  • Veränderung der Zahnfleischfarbe: Grau- oder Blautöne
Herzgeräusche bei Hunden können durch Abhören beim Tierarzt entdeckt werden.

Herzgeräusche bei Hunden: Kann man vorbeugen?

Herzerkrankungen bei Hunden können verschiedene Ursachen haben und lassen sich teilweise nicht vermeiden, da sie genetisch veranlagt sein können. Man kann jedoch die Verschlechterung der Herzstrukturen verhindern, wenn man für gesunde Gewohnheiten sorgt.

– Gewichtskontrolle und ausgewogene Ernährung

Eine Gewichtskontrolle ist für die Gesundheit aller Arten, einschließlich Menschen, Hunden und Katzen, unerlässlich. Übergewicht führt zu vielen Krankheiten und erhöht das Risiko für Herzschäden.

Eine ausgewogene Ernährung ist der entscheidende Faktor für das richtige Gewicht. Deshalb sollte man ein ausgewogenes Qualitätsfutter als Grundlage für die Ernährung des Tieres wählen. Du solltest deinem Hund keine fettreichen und gewürzten Nahrungsmittel anbieten, die eigentlich für Menschen bestimmt sind.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf das Gewicht von Hunden mittleren und höheren Alters gelegt werden. Ab dem siebten Lebensjahr verlangsamen Hunde ihren Stoffwechsel und nehmen so leichter zu.

Die Ernährung des Hundes sollte kohlenhydratarm und proteinreich sein, um den Verlust an Muskelmasse auszugleichen.

– Regelmäßige körperliche Aktivität

Körperliche Bewegung ergänzt eine gute Ernährung für ein aktives und gesundes Leben. Ein gesundes und junges Tier sollte tägliche Spaziergänge von mindestens 30 Minuten Dauer machen.

Wenn bei dem Hund bereits eine Herzschwäche diagnostiziert wurde, sollten die Spaziergänge kurz und kontrolliert sein. Darüber hinaus sind regelmäßige Pausen notwendig, um den kardiorespiratorischen Rhythmus wiederherzustellen.

Es ist auch empfehlenswert, nicht auf warmem oder heißem Asphalt zu gehen. Im Idealfall solltet ihr Gärten, Parks oder Straßen mit Gras- und Feldwegen nutzen.

– Füttere gesunde Snacks

Wenn dein bester Freund übergewichtig ist oder Herzprobleme hat, sollte man Leckereien in seiner Ernährung vermeiden. Zur Belohnung sind einige gesunde, natrium- und fettarme Leckereien zu empfehlen.

– Geschirr ja, Halsband nein

Herzinsuffizienz und Herzgeräusche bei Hunden führen zu einer allmählichen Vergrößerung des Herzens. Dies macht die Luftröhre des Hundes anfälliger für einen Trachealkollaps.

So müssen die Spaziergänge mit einem Geschirr und nicht mit einem Halsband erfolgen und dafür gibt es Geschirre verschiedenster Modelle und Größen für Hunde aller Größen und Altersklassen.

– Präventivmedizin und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Alle Hunde, unabhängig von Alter, Rasse oder Geschlecht, benötigen eine angemessene Vorsorgemedizin. Dazu gehören regelmäßige Besuche beim Tierarzt und die Einhaltung des Impf- und Entwurmungsplans.

Andererseits müssen Hunde, bei denen bereits eine Krankheit diagnostiziert wurde, öfter untersucht werden. Der Tierarzt führt die entsprechenden Analysen durch, um den Gesundheitszustand des Tieres zu ermitteln.

Herzstillstand bei Hunden: Erste Hilfe mit kombinierter Herz-Lungen-Wiederbelebung

Bei Kollaps, Atembeschwerden oder Herzstillstand sollte die Herz-Lungen-Wiederbelebung (CLP) angewendet werden, um dem Hund zu helfen. Das Tier sollte mit der rechten Seite vollständig auf dem Boden liegen, während die linke Seite frei und nach oben gerichtet sein sollte.

Mund-zu-Nase-Beatmung

Für die Mund-zu-Nase-Beatmung sollte das Maul fest geschlossen gehalten werden, sodass keine Luft entweichen kann. Aus Hygienegründen kann die Nase mit einem dünnen Tuch bedeckt werden. Dann direkt auf der Nase Luft in die Lungen des Hundes blasen und kontrollieren, ob der Brustkorb sich hebt. Etwa 20 – 30 Mal pro Minute, also alle 2-3 Sekunden, beatmen. Diese Technik kann auch bei Katzen angewendet werden.

Herzgeräusche bei Hunden sind keine Herztöne.

Herz-Druck-Massage

Wichtig ist zunächst, dass die Herz-Druck-Massage nur durchgeführt werden darf, wenn Herz und Atmung ausfallen und sie nicht an gesunden Hunden ausprobiert werden darf!

Der Hund liegt auf der linken Seite. Lege eine Handfläche (bei Welpen zwei Finger, bei großen Hunden zwei Handflächen) auf die Rippen des Hundes direkt hinter das linke Vorderbeingelenk. Dort befindet sich das Herz. Übe nun stoßartig eine Kompression pro Sekunde auf den Brustkorb aus.

Für die kombinierte Herz-Lungen-Reanimation sollten nun bei kleinen Hunden 10 Kompressionen mit drei kurzen Beatmungen eingesetzt werden. Für große und mittelgroße Hunde sind 15 Kompressionen mit 5 kurzen Beatmungen ideal.

Herzgeräusche bei Hunden entwickeln sich lautlos und sind ähnlich, wie beim Menschen. Deshalb muss man sehr aufmerksam sein. Eine frühzeitige Diagnose der Herzgeräusche bei Hunden ist unerlässlich, um eine Verschlechterung der Symptome und eine irreversible Schädigung der Tiergesundheit zu vermeiden.