Warum tränen Hunden die Augen? Weinen sie?

22 September, 2018
Es stimmt, dass Tiere bestimmte physiologische Reaktionen mit dem Menschen teilen. Tun sie dies auch, um ihre Gefühle auszudrücken?

Wenn du das erste Mal einen Hund adoptiert hast, dann hast du womöglich bemerkt, dass seine Augen tränen. Natürlich wusstest du weder warum, noch was du dagegen tun kannst. Manchmal geschehen Dinge mit unseren Fellnasen, die nicht weiter wichtig sind. Es ist jedoch normal, dass du dennoch informiert sein möchtest. Deshalb gehen wir heute der Frage auf den Grund: Warum tränen Hunden die Augen?

Warum tränen Hunden die Augen? Weinen sie etwa?

Du hast bestimmt schon bemerkt, dass dein Hund kein Einzelfall ist. Alle Hunde haben Flecken unter den Augen.

Das zeigt, dass ihre Tränenflüssigkeit dort ins Fell versickert. Aber warum tränen Hunden die Augen? Können sie tatsächlich weinen, oder handelt es sich nur um eine körperliche Funktion?

Wir Tierliebhaber sind uns natürlich sicher, dass Hunde, genau so wie alle Lebewesen, Gefühle haben.

Sie zeigen sie jedoch nicht durch Weinen. Der Mensch ist die einzige Spezies, die Trauer durch Tränen ausdrückt.

Wenn wir darüber nachdenken, was “weinen” bedeutet, dann geht es dabei wirklich nur um den Ausstoß von Tränenflüssigkeit.

Hunden tränen zwar die Augen, doch damit ist kein Gefühl verbunden. Deshalb tränen Hunden die Augen nicht, weil sie weinen, sondern weil es sich um eine natürliche Körperfunktion handelt.

Weint mein Hund etwa?

Warum also tränen Hunden die Augen?

Es gibt verschiedene Gründen, aus denen Hundeaugen tränen:

Verstopfter Tränensack

Viele Haustiere werden mit einem verstopften Tränensack geboren, weswegen ihre Augen immer weinerlich erscheinen.

Da der Tränensack nicht die Tränen ausstoßen kann, sammeln sich diese unter den Augenlidern an. Dort brechen sie schnell aus, da nichts sie zurückhalten kann.

Das kann man durch eine kleine Operation korrigieren. Viele Tierärzte raten jedoch davon ab, da sie sich mit der Zeit für gewöhnlich neu verstopfen.

Rasse

Die Hunderasse kann ausschlaggebend sein, da sie Einfluss darauf hat, wie viel Tränenflüssigkeit ausgestoßen wird.

Hunde mit großen Augen habe mehr Tränen als jene mit kleinen. Die Größe des Auges bestimmt mit, wie viel Tränenflüssigkeit notwendig ist, um das Auge feucht zu halten.

Rassen, die viel Fell um die Augen haben, neigen ebenfalls zu mehr Tränen. Das Fell könnte sie stören.

Bindehautentzündung

Bindehautentzündung ist oft für vermehrtes Tränen der Augen verantwortlich. Man bemerkt sie leicht, da das Tier verändert wirkt.

Wenn die Augen wegen einer Bindehautentzündung tränen, so sind sie gerötet und geschwollen. Das Tier wirkt dann auch lustlos.

Bindehautentzündung kommt oft bei Basset Hounds vor

Allergien

Hundeaugen können auch wegen Lebensmittel- oder anderer Allergien tränen. Es handelt sich hierbei um einen Abwehrmechanismus des Körpers.

Genauso wie bei der Bindehautentzüng, hat das Tier dann rote, gereizte Augen. Es niest und zeigt weitere Allergiesymptome. 

Am besten bringt man die Fellnase schnell zum Tierarzt. Der entscheidet dann, wie man den Fall löst.

Was tun, wenn dem Hund die Augen tränen?

Zuerst solltest du die Augen des Tieres mit klarem Wasser waschen. Versichere dich danach, dass er nichts im Auge hat, das ihm das Tränen verursachen könnte.

Wenn dies nicht der Fall ist, so kann ein kühler Kamillentee oder eine isotonische Kochsalzlösung die ideale Ergänzung zu einer gründlicheren Reinigung sein.

Beobachte immer Veränderungen in deinem Hund. Schnelles Handeln kann manchmal die beste Lösung sein.

Es ist unsere Aufgabe, unsere Tiere zu pflegen und ihnen das Leben leichter zu machen. Wir erfüllen sie jedoch voller Freude, oder etwa nicht?