Proteinreiches Hundefutter: Alles Wissenswerte

31 Juli, 2020
Die Ernährung ist ein Thema, mit dem sich jeder Tierhalter immer wieder beschäftigt. Daher wollen wir dir heute alles Wissenswerte über proteinreiches Hundefutter erzählen. Dann kannst du entscheiden, ob auch deine Fellnase dieses Futter benötigt.

Proteinreiches Hundefutter wurde für jene Fellnasen konzipiert, die spezielle Ernährungsbedürfnisse haben. Darüber hinaus gibt es einen Unterschied zwischen getreidefreiem Futter und solchem, das besonders viele Proteine enthält.

Die Ernährungsbedürfnisse eines Hundes variieren aufgrund verschiedener Faktoren. Das Alter, die tägliche körperliche Aktivität des Tieres, sein Gesundheitszustand und mögliche Erkrankungen, die Rasse und sein Gewicht führen dazu, dass jeder Hund andere Bedürfnisse hat.

Daher befassen wir uns heute mit der Frage, welche Tiere ein proteinreiches Hundefutter benötigen. Erfahre alles Wissenswerte zu diesem Thema.

Was ist proteinreiches Hundefutter?

Auch wenn Hunde eigentlich Fleischfresser sind und ihre hauptsächliche Energiequelle tierischem Ursprungs ist, enthalten nicht alle Bestandteile ihrer Ernährung die gleiche Menge an Proteinen.

Abhängig davon, ob du deinen Hund durch BARF oder mit konventionellen Produkten wie Dosen- oder Trockenfutter ernährst, wird seine Proteinversorgung entsprechend variieren.

Proteinreiches Hundefutter enthält mindestens 30 % Proteine. Diese speziellen Futtermittel sind für Hunde konzipiert, die an bestimmten Krankheiten leiden oder einen bestimmten Lebensstil führen:

Dicker Mops auf der Waage

Auch wenn dein Hund keiner dieser Kategorien angehört, kannst du ihn trotzdem mit proteinreichem Futter ernähren. Es eignet sich grundsätzlich sehr gut bei einer fleischlastigen Ernährung.

Welche Vorteile hat proteinreiches Hundefutter?

Proteinreiches Hundefutter trägt dazu bei, dass jene Hunde, die wir zuvor erwähnt haben, gesund bleiben. Protein ist das Fundament einer guten Hundeernährung. Ein Nährstoffdefizit kann zu verschiedenen Krankheiten führen.

Proteinreiches Hundefutter hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Einige davon sind folgende:

  • Es ist leicht verdaulich. Das Verdauungssystem des Hundes ist darauf ausgerichtet, Fleisch zu verdauen. Daher unterstützt diese Art von Futter die Verdauung und Darmgesundheit deines Vierbeiners.
  • Es verbessert die Darmflora. Die Mikroorganismen, die in den Gedärmen der Tiere leben, sind für ihre Gesundheit sehr wichtig.
  • Erhält die Muskelkraft. Darüber hinaus schützt es die Muskulatur, insbesondere bei sehr aktiven Hunden.
  • Entgegen der häufigen Annahme verursacht proteinreiches Hundefutter nicht notwendigerweise Nierenprobleme. Darüber hinaus werden auch bereits bestehende Nierenprobleme nicht weiter verschlechtert. Das eigentliche Problem bei Nierenerkrankungen ist die Fütterung von hoch-verarbeiteten und/oder qualitativ minderwertigen Futtermitteln. Denn diese wirken sich tatsächlich negativ auf die Gesundheit der Tiere aus.
  • Proteinreiches Hundefutter mit wenigen Kohlenhydraten – die Hunde nur schwer verdauen können – ist außerdem sehr hilfreich, wenn dein Hund an Gewicht verlieren sollte.
Proteinreiches Hundefutter - Husky knabbert an Knochen

Sind alle Proteine gleich?

Wenn du dich dazu entscheidest, deinen vierbeinigen Freund mit proteinreichem Hundefutter zu füttern, solltest du wissen, dass nicht alle Proteine denselben biologischen Wert haben.

Der biologische Wert eines Proteins definiert sich dadurch, wie gut es von den bereits im Körper vorhandenen Proteinen aufgenommen und absorbiert werden kann.

Damit dein Hund eine Ernährung bekommt, die reich an qualitativ hochwertigen Proteinen ist, solltest du außerdem auch auf den Ursprung und die Verarbeitung dieser Nährstoffe achten. Auch wenn das Trockenfutter mit sehr hochwertigem Fleisch hergestellt wird, so vermindert das Pressverfahren bei der Herstellung dennoch die Qualität.

Pflanzliche Proteine, beispielsweise aus Soja, eignen sich nicht gut für Hunde. Die besten Proteine sind jene, die aus frischen und wenig oder gar nicht weiterverarbeiten Rohstoffen stammen.

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