Vegane Haustiere: Wie wirkt sich diese Ernährung auf die Gesundheit der Tiere aus?

02 Mai, 2020
Vegane Haustiere sind eine "Folge" der Ernährungsumstellung vieler Menschen. Allerdings sind sich viele Tierhalter nicht darüber bewusst, dass diese Ernährungsform ihren Tieren nicht die erforderlichen Nährstoffe und Vitamine liefert, die sie benötigen.

Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, ihre Ernährung umzustellen und auf den Konsum tierischer Produkte zu verzichten. Und wenn sie einen Hund oder eine Katze haben, “zwingen” sie auch diese dazu, nach diesen Regeln zu leben. Vegane Haustiere sind eine Realität.

Daher sollte man wissen, ob dies gesund ist oder wie sich ein Mangel an bestimmten Nährstoffen auf die Gesundheit unserer geliebten Vierbeiner auswirkt.

Vegane Haustiere?

Vielleicht ist Veganismus für manche eine Exzentrik, etwas Trendiges oder einfach nur für wohlhabende Leute gedacht. Aber dennoch ist es eine Tatsache, dass sich immer mehr Menschen dazu entscheiden, auf den Verzehr von Fleisch, Milch oder Eiern zu verzichten.

Und das ist noch nicht alles, denn viele von ihnen beschließen, ihre Haustiere ebenfalls zu Veganern zu machen. Daher streichen sie alle tierischen Produkte vom Speiseplan ihres Hundes oder ihrer Katze.

Jenseits einer Lebensphilosophie; viele Veganer versichern, dass sie es nicht ertragen können, Fleisch zu sehen oder zu riechen. Daher können sie es natürlich auch nicht zubereiten, um es ihrem besten Freund zu geben.

Da es weltweit immer mehr Veganer und vegane Haustiere gibt, bieten die wichtigsten Futtermittelhersteller Spezialfutter an. Diese werden aus Leinsamen, Rote Rübe-Pulpe und Linsen anstelle der traditionellen Zutaten wie Fleisch, Huhn, Milch und Fisch hergestellt.

Tierärzte bestätigen, dass diese Futtermittel zwar gesund erscheinen, aber nicht zu 100% die Ernährung eines Tieres ausmachen können, weil sie nicht alle notwendigen Nährstoffe enthalten, die Haustiere benötigen.

Vegane Ernährung: Das Problem bei Katzen

Während alle veganen Haustiere unter einem Mangel an tierischen Proteinen und Vitaminen leiden, ist die Situation bei Katzen noch schlimmer. Das liegt daran, dass Katzen absolute Fleischfresser sind (Hunde sind Allesfresser).

Mit anderen Worten, ihre Zähne und ihr Verdauungssystem sind darauf ausgerichtet, tierisches Gewebe zu verzehren, das sie mit den notwendigen Nährstoffen versorgt.

 

Vegane Haustiere: Katzen

Um den Bedarf an Aminosäuren zu decken, müsste eine Katze übermäßig viel pflanzliches Futter zu sich nehmen. Allerdings sind pflanzliche Proteine für Katzen schlechter verdaulich. Früher oder später wirst du auch körperliche Veränderungen an deinem Haustier bemerken: Untergewicht, Krankheiten, Apathie, usw.

Katzen können keine Veganer sein, da sie Fleisch und tierische Fette für ihre Entwicklung und ihr Wachstum sowie für die Aufrechterhaltung ihres Immunsystems benötigen. Die vegane Ernährung kann bei Katzen zu ernsthaften Krankheiten führen, wie Netzhautdegeneration oder dilatative Kardiomyopathie.

Vegane Haustiere: Ist die fleischlose Ernährung für Hunde geeignet?

Hunde sind Allesfresser, sie können also sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung zu sich nehmen. Aber das bedeutet nicht, dass es eine gute Entscheidung ist, sie zu Veganern zu machen.

Vegane Haustiere: Hunde

Obwohl die Auswirkungen nicht so schlimm wie bei Katzen sind, kann ein Hund, der nicht seine tägliche Menge Fleisch bekommt (sei es durch Futtermittel oder durch herkömmliche Nahrung) an Nahrungsmittelunverträglichkeit, Übergewicht, Hautkrankheiten, Darmentzündungen, Versagen des Immunsystems und sogar an Diabetes leiden.

Man empfiehlt, das Fleisch (rot oder weiß) nicht vollständig aus der Ernährung des Hundes zu streichen, obwohl der Verzehr reduziert werden kann. Allerdings solltest du dann die Nahrung mit hochwertigem pflanzlichen Eiweiß ergänzen. Darüber hinaus solltest du dafür sorgen, dass dein Tier mit den notwendigen Ballaststoffen und Vitaminen versorgt wird.

Du musst bedenken, dass dein Hund bei einer fleischlosen Ernährung nicht mit bestimmten Nährstoffen wie essentiellen Fettsäuren und Aminosäuren versorgt wird.

Vegane Haustiere: Unnötige Vermenschlichung

Die Folgen der Vermenschlichung unserer Haustiere sind sowohl für ihren Geist als auch für ihren Körper gravierend. Wenn du keinen Kontakt mit Fleisch oder Nahrungsmitteln tierischer Herkunft erträgst, kannst du jederzeit Futter kaufen und die Ernährung deines Hundes mit für den Verzehr geeignetem Gemüse oder Hülsenfrüchten ergänzen.

Wir dürfen die Natur eines Tieres nicht so weit verändern, indem wir ihm die Nahrung vorenthalten, die es braucht, um gesund und stark zu sein. Und, ob du es glaubst oder nicht, ein veganes Haustier zu haben, ist eine Art, Tiere zu misshandeln… Diejenigen, die uns am nächsten sind!

  • Dodd, S. A. S., Cave, N. J., Adolphe, J. L., Shoveller, A. K., & Verbrugghe, A. (2019). Plant-based (vegan) diets for pets: A survey of pet owner attitudes and feeding practices. PLoS ONE. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0210806