Gutes Benehmen - so erziehst du deinen Hund

25 Juli, 2020
Gutes Benehmen bei Hunden bedeutet, dass er mühelos mit verschiedenen alltäglichen Situationen umgehen kann. Beispielsweise beim Spaziergang oder im Kontakt mit anderen Hunden. Wir sagen dir, welche Faktoren bei der Erziehung von entscheidender Bedeutung sind.
 

Training und Erziehung von Hunden ist sehr wichtig, damit sie gutes Benehmen erlernen und gleichzeitig ausgeglichen und zufrieden sind. All das ermöglicht ein harmonisches und friedliches Zusammenleben. Auch die Art und Weise, wie du mit deinem Hund kommunizierst, ist von entscheidender Bedeutung.

Wir sagen dir heute, welche Faktoren dazu beitragen, dass dein Hund gutes Benehmen erlernt und warum es so wichtig ist, frühzeitig mit der Erziehung zu beginnen.

Die Kommunikation mit deinem Hund

Um deinen Hund zu erziehen, musst du zunächst einmal das Verhalten deines Hundes verstehen. Außerdem musst du mit ihm auf eine Art und Weise kommunizieren, sodass er auch versteht, was du ihm beibringen möchtest. Im Gegensatz zu den Wölfen haben Hunde nach Tausenden von Jahren, in denen sie nun schon mit uns zusammenleben, gelernt, unsere Mimik und Gestik zu lesen. Daher ist es auch so wichtig, dass du eine enge Bindung zu deinem Tier aufbaust.

Beobachte deinen Hund und lerne, seine unterschiedlichen Gemütszustände zu erkennen. Dann wirst du wissen, wann dein vierbeiniger Freund bereit dazu ist, etwas zu lernen. Außerdem solltest du herausfinden, was die Aufmerksamkeit deines Hundes erregt und wovor er Angst hat.

gutes Benehmen - Kommunikation

Die Sozialisationsphase ist für gutes Benehmen sehr wichtig

Kontrolliere das Beißverhalten deines Hundes

Gutes Benehmen bei Hunden kannst du auch daran erkennen, dass er nicht unkontrolliert auf Gegenständen herumkaut oder beißt. Hunde müssen dies in den ersten drei Lebensmonaten erlernen. Wenn die Welpen bei ihrer Mutter sind, übernimmt sie diese Aufgabe und bringt ihnen bei, ihr Beißverhalten zu kontrollieren. Dieses Verhalten kannst du im Umgang mit deinem Hund imitieren.

Wenn du mit deinem vierbeinigen Freund spielst und er damit beginnt, in deine Hände zu beißen, solltest du dieses Spiel durch ein ruhiges, aber klares „Nein“ beenden. Es ist wichtig, dass du deinen Hund nicht noch mehr aufregst.

Gleichzeitig solltest du versuchen, seine Aufmerksamkeit auf Beißspielzeuge oder andere Gegenstände zu lenken, mit denen er normalerweise spielt. Nimm dir ausreichend Zeit, um deinem Hund angemessenes Verhalten und gutes Benehmen beizubringen.

Auf diese Weise stellst du sicher, dass er sein Beißverhalten kontrollieren kann, wenn er ausgewachsen ist und einen kräftigeren Kiefer und stärkere Zähne hat.

Bringe deinem Hund bei, wo er sein Geschäft erledigen sollte

Gutes Benehmen von Hunden beinhaltet auch, dass sie wissen, wo sie ihr „Geschäft“ erledigen dürfen und wo nicht. Daher solltest du viele kurze Spaziergänge mit einem Welpen unternehmen. Auf diese Weise wird er den Spaziergang allmählich mit dem „Toilettengang“ assoziieren.

Die besten Gelegenheiten bieten sich nach dem Spielen, dem Füttern oder nachdem dein Hund ein Nickerchen gemacht hat. Denn das sind die Momente, in denen er normalerweise den größten Drang zum Urinieren oder Stuhlgang hat.

Jedes Mal, wenn dein Welpe sein Geschäftchen am richtigen Ort verrichtet hat, solltest du ihn dafür belohnen. So verbindet er auch diese beiden Dinge miteinander.

gutes Benehmen - Spaziergang

Gutes Benehmen durch positive Verstärkung

Wenn du möchtest, dass dein Hund gutes Benehmen erlernt, dann solltest du sein Verhalten durch positive Verstärkung bekräftigen. Jedes Mal, wenn er sich so verhält, wie du es von ihm erwartest, belohnst du ihn mit einem kleinen Leckerchen, einer Liebkosung oder seinem Lieblingsspielzeug.

Erziehung oder Training

Erziehung und Training von Hunden sind zwei verschiedene Dinge. Häufig ist das, was wir für ein Problem des Trainings halten, tatsächlich ein Problem in der Erziehung des Tieres. Zum Beispiel, wenn ein Hund dazu neigt, andere Hunde zu beißen.

Training besteht darin, dem Hund bestimmte Fähigkeiten beizubringen. Beispielsweise auf Kommandos wie „Sitz“, Platz“, „bei Fuß“ usw. zu reagieren. Grundsätzlich geht es darum, dem Tier Gehorsam beizubringen.

Im Gegensatz dazu bezieht sich Hundeerziehung darauf, dem Tier beizubringen, verschiedene tägliche Aktivitäten auf bestimmte Weise auszuführen. Zum Beispiel spazieren gehen, der Umgang mit anderen Menschen und Tieren, die Fütterung, der Besuch beim Tierarzt usw.

Das bedeutet, dass Hunde, die ein gutes Benehmen haben, nicht automatisch auch all die Tricks ausüben können, die jene Tiere beherrschen, die ein Hundetraining absolviert haben.

 
    • Etolia. Etología veterinaria. El periodo de socialización.
    • ATEUVES. El desarrollo del perro: periodo de socialización del cachorro.
    • Schwartz, C. El comportamiento del perro. L’Hospitalet, EditorialHispano Europea, 2005.
    • Habla con ellos – Educación y adiestramiento canino