Was tun, wenn dein Hund reisekrank wird?

Du findest hier verschiedenste Tipps gegen Reisekrankheit bei Hunden. So kannst du die Urlaubsreise mit deiner Fellnase genießen.
Was tun, wenn dein Hund reisekrank wird?

Letzte Aktualisierung: 10 August, 2018

Ein Hund, der seinen Kopf aus dem Beifahrerfenster steckt ist ein klassisches Bild. Heutzutage ist es normal, dass Leute ihre Hunde überallhin mitnehmen, oft mit dem Auto. Aber was tun, wenn dein Hund reisekrank wird?

Um Reisekrankheit zu vermeiden, musst du lediglich einigen simplen Tipps folgen. Zum Beispiel ein Spiel spielen, streicheln oder deinem Hund ein Leckerchen geben. Es passiert nicht bei allen Hunden, kann jedoch immer wieder vorkommen. Welpen sind öfters reisekrank, mit der Zeit gewöhnen sie sich jedoch an Autofahrten. 
Es ist wichtig zu wissen, warum ein Hund reisekrank wird: Die Bewegung bringt den Gleichgewichtssinn durcheinander und Flüssigkeiten im Innenohr bewegen sich, was bestimmte Zonen des Gehirns beeinflusst. Benommenheit oder Schwindelgefühle sind das Resultat.
Auch psychologische Faktoren spielen eine Rolle. Angst oder Stress können bei einem Hund im Auto oder Flugzeug Schwindel verursachen. Wenn das Tier das erste Mal im Auto mitfährt, oder zuvor negative Erfahrungen gemacht hat, ist es wahrscheinlich, dass dein Hund reisekrank wird.

Anzeichen, dass dein Hund reisekrank ist

  • deutliches Sabbern, mehr als sonst
  • Rastlosigkeit und ungewöhnliches Verhalten
  • leises Jammern und Klagen
  • häufiges Gähnen
  • bewegungsloses Verhalten
  • Versuch, aus dem Auto zu fliehen, Nervosität
  • Urinieren oder Darmentleerung
  • Zittern
  • dauerhaftes Bellen
  • Erbrechen

 

Wenn dein Hund reisekrank ist

Was zu tun ist, wenn dein Hund reisekrank ist

  • Hilf deinem Hund dabei, positiv zu reagieren, wenn er endlich aus dem Auto herauskommt. Er sollte sich bereits als Welpe an das positive Gefühl gewöhnen. Setz ihn ins Auto, wenn es steht und lass ihn schnüffeln und es untersuchen. Er wird sich daran gewöhnen und nicht mehr so ängstlich sein.
  • Vermeide es, ihn vor der Fahrt zu füttern. Ein voller Magen kann die Situation verschlimmern. Füttere ihn ca. zwei Stunden vor der Fahrt.
  • Das Motorengeräusch kann einem Welpen Angst machen. Es ist wichtig, dass du deinem Hund erlaubst, sich an das Geräusch zu gewöhnen.
  • Verlängere die Fahrten mit der Zeit. Du solltest mit kurzen Fahrten von ein paar Minuten beginnen, und dann allmählich längere Spazierfahrten machen.
  • Gib deinem Hund sein Lieblingsspielzeug und eine Decke, die er mag, damit er sich während der Fahrt sicher fühlt. Wenn du ihm hilfst, sich mit dem neuen Ort vertraut zu machen, wird er sich auch im Auto besser fühlen.

Kontrolliere die Temperatur und mache regelmäßig Pause

  • Stelle sicher, dass die Umgebung für den Hund eine angenehme Temperatur hat, damit er sich wohlfühlt. Hunde lieben offene Fenster, während zu viel Hitze problematisch sein kann.
  • Es kann hilfreich sein, vor der Fahrt einen kurzen Spaziergang mit dem Hund zu machen. Auf diese Weise kann er Energie verbrennen und wenn nötig sein Geschäft verrichten.
Wie du vermeidest, dass dein Hund reisekrank wird

  • Verzichte auf starke Gerüche im Wagen, denn manche Hunde reagieren darauf empfindlich. Vergiss nicht, dass ihr Geruchssinn viel sensibler ist, als unserer. Ein starker Geruch kann zu Schwindel führen.
  • Wenn die Fahrt lang ist, ist es gut Pausen einzulegen. Auf diese Weise kann dein Hund etwas laufen, sein Geschäft verrichten oder trinken.
  • Es ist empfehlenswert ein Geschirr oder spezielle Hundesitzgurte zu verwenden, um plötzliche Bewegungen oder Stürze zu vermeiden.
Sollte keiner dieser Hinweise helfen, solltest du mit deinem Tierarzt reden. Es gibt Medikamente, wie Beruhigungsmittel oder Antiemetika, die in manchen Fällen helfen können. Es gibt auch bestimmte Sprays und Pheromonbehandlungen, die sehr effektiv sein können.
Meist können diese einfachen Tipps jedoch bereits sehr hilfreich sein, wenn ein Hund reisekrank wird. Vergiss nicht, deinen Hund am Ziel zu belohnen. So kann dein tierischer Liebling positive Assoziationen aufbauen und wird sich leichter an Autofahrten gewöhnen.