Einen selbstständigen Hund erziehen

17 Juli, 2018
Einen selbstständigen Hund zu erziehen, ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich. Tipps, wie du einen Hund zur Selbstständigkeit erziehst findest du hier!

Viele Leute erziehen ihre Hunde so, dass sie ruhig, sozial oder anpassungsfähig sind. Sachen wie sein Geschäft an den richtigen Orten zu verrichten, Sitz machen oder Tricks, sind einfach zu trainierende Aktivitäten. Aber, wieviele Halter hoffen, dass sie einen selbstständigen Hund erziehen?

Zunächst sollte man erwähnen, dass jede Form von Training für jeden Hund individualisiert werden muss. Es gibt allerdings Techniken, Tricks und Trainingsansätze, die du verwenden kannst, um Hunde zur Selbstständigkeit zu erziehen. Diese Tipps sind eventuell auch hilfreich für Hunde, die Befehlen nur schwer folgen. Lies weiter und finde einige Ideen und Tipps, wie du mit einem gut ausgearbeiteten Trainingsplan einen selbstständigen Hund erziehen kannst!

Sozialisation ist essentiell

Die Aufgabe einen Hund zu sozialisieren beginnt, wenn er ein Jungtier ist. Um genau zu sein, sollte es beginnen wenn der Hund anderthalb Monate bis vier Monate alt ist. Zu dieser Zeit musst du besonderen Wert auf die Erziehung und die Angwohnheiten deines Hundes legen. Während der Erziehung sei nicht aggressiv oder übertrieben verhätschelnd.

Wenn man einen selbstständigen Hund erziehen will ist Sozialisierung sehr wichtig.

In dieser Phase muss der Hund sich sicher fühlen, und Halter sollten jegliche Art von Trauma verhindern. Jegliche Misshandlung, oder Begegnungen mit Autos o.ä. könnten den Rest eines Tierlebens beherrschen.

Am wichtigsten ist, dass sich ein Welpe während dieser Lernphase sicher und beschützt fühlt. Dann wird der Welpe das Training mit positiven Erfahrungen assoziieren.

Das Problem mit klassischem Training

Die ältesten Trainingsansätze schreiben Haltern vor, ihre Tiere erst zu erziehen, wenn diese erwachsen sind. Moderne Methoden verändern sich allerdings, und Spezialisten raten, Hunde von jungem Alter an zu erziehen.

Die alte Trainingsphilosophie wird nun in Frage gestellt. Sie basiert auf Dominanz durch den Halter und strikter Kontrolle über das Tier. Im Gegenteil dazu, wird die neue Art der Erziehung durch Toleranz und das Kontrollieren der umgebenden Umstände gelenkt.

Es gibt Halter, die sehr an die altmodischen, übertrieben einschränkenden Lehrmethoden gewöhnt sind. Offenbar sind Hunde, die dieses Training durchlaufen, gehörig und unterwürfig. Allerdings aus Angst vor Bestrafung. Mit diesen Methoden kann man unmöglich einen selbstständigen Hund erziehen.

Wissen, wer der Boss ist

Eines der grundlegenden Probleme der Hundeerziehung ist die Einstellung der Halter zu ihrem Tier. Einige sind aggressiv oder mürrisch, während andere ihre Angst auf das Tier übertragen. Andere verzweifeln, wenn ihr Hund nicht gehorcht.

Außerdem sind manche Hunderassen von Natur aus nicht fügsam. Einige der bekanntesten von diesen Rassen sind: Basset Hounds, Shih Tzus, Chow Chow, Basenji, Bulldoggen und andere mehr.

Warum sind diese Rassen schwieriger zu erziehen? Die Antwort ist einfach: sie sind die selbstständigsten Hunde, verglichen mit anderen Arten.

Intelligente Hunde sind oft die schwierigsten

Generell sind die talentiertesten Hunde die mit den ausgeprägtesten Persönlichkeiten. Wenn du versuchst ihr Verhalten zu ändern, musst du vielleicht mit viel Widerstand rechnen.

In Wirklichkeit wissen diese Hunde nicht, was passiert oder was ihr Trainer von ihnen will. Sie sind aufmerksam, sensibel und weigern sich aufzugeben wer sie sind, im Gegensatz zu den gefügigeren (aber abhängigeren) Hunden.

In solchen Fällen, sollte dein Training auf ein langfristiges Ziel hinarbeiten und intelligent durchgeführt werden. Spiele, Belohnungen, Kommunikation und Geduld sind die Werkzeuge. Werden diese geschickt vom Halter eingesetzt, sind sie sehr effektiv.

Einen selbstständigen Hund erziehen heißt nicht aufgeben!

Einen selbstständigen Hund erziehen heißt: nicht aufgeben!

Bei einem cleveren Hund ist aufzugeben genauso schlimm, wie Gewalt oder Bestrafungen anzuwenden. Wenn du ihm eine Lektion erteilen willst und er sich wehrt, gib nicht gleich auf oder mache mit der nächsten Sache weiter. Das Tier wird denken, es hätte die Lektion bestanden und du hättest als Lehrer versagt.

Beständigkeit ist wichtiger, sie ist notwendig. Vor jeder Trainingseinheit, denke darüber nach, was du deinem Hund beibringen willst und warum. Dann, musst du die Herausforderung annehmen und durchhalten.

Hunde sind intelligente Tiere, die nach den Vorbildern ihrer Halter leben. Wenn etwas nicht klappt, verändere die Lehrmethode, nicht die Lektion an sich.

Die guten Neuigkeiten sind, dass lange Trainingseinheiten, die beständig verstärkt werden, niemals vergessen werden. Ein Hund, der geschlagen wurde, spurt aus Angst; ein glücklicher, disziplinierter Hund mit starkem Charakter behält ein Level an menschlicher Intelligenz.