Verhaltenstherapie für Hunde

26 Januar, 2019
Wann ist eine Verhaltenstherapie für Hunde angebracht oder absolut notwendig? Lerne die Ursachen von Verhaltensproblemen kennen und wie man sie vermeidet.

Wann ist eine Verhaltenstherapie für Hunde angebracht oder absolut notwendig? Der Hund benötigt genauso wie der Mensch festgelegte Verhaltens- und Koexistenzregeln, um einen geselligen, freundlichen und anpassungsfähigen Charakter zu entwickeln.

Dies ist in den ersten fünf Lebensmonaten sogar noch wichtiger, da es die Entwicklung eines angenehmen Lebensstils sowohl für das Tier als auch für den Besitzer ermöglicht.

Einige Hunde haben sozial inakzeptable oder unerwünschte Verhaltensweisen, sowohl für den Besitzer als auch für das Umfeld.

Diese Verhaltensweisen äußern sich in Aggressivität, Angstzuständen, Anzeichen von Bedrohung, übertriebenen Reaktionen oder der Unfähigkeit, Emotionen zu kontrollieren. Das Tier kann sogar Personen, anderen Tieren oder sich selbst Schaden zufügen.

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Tatsächlich rühren viele dieser Probleme von einer ständigen Stresssituation des Hundes her.

Seine Reaktionen sind das Ergebnis mangelhafter Kontrolle durch den Besitzer. Aus diesem Grund werden viele Probleme einfach mit Anti-Stress-Therapien gelöst.

Verhaltensprobleme

Verhaltensprobleme bei Hunden können zwei Ursachen haben:

  1. Organisch: Das heißt, das Tier hat ein körperliches Problem, das Beschwerden oder Schmerzen verursacht.
  2. Nicht organisch: Wenn das Verhalten des Tieres keine physischen Ursachen hat. Zum Beispiel, wenn der Hund eine schwierige oder traumatische Welpenphase hatte.

 Wie äußern sich diese Probleme?

  • Aggressivität. Diese unangemessene Verhaltensart erfordert eine spezialisierte und dringende Behandlung, da andere Tiere oder Menschen Schaden nehmen können.
  • Ängste und Phobien können gegenüber Menschen, Gegenständen, Geräuschen, anderen Hunden oder Tieren auftreten. Der Besitzer sollte das Tier bei der Therapie zur Unterstützung und Überwindung dieser Ängste begleitet.
  • Zerstörerisches Verhalten
  • Übermäßiges Bellen
  • Trennungsangst. In diesem Fall ist eine Therapie wichtig, um dem Hund genug Selbstvertrauen zu geben, damit er ruhig bleibt, während er alleine ist.
  • Aufgeregtheit und Hyperaktivität. Dieses Verhalten ist sowohl für den Hund als auch für die Mitbewohner sehr anstrengend. Der Hund ist ständig in Bewegung und Stress und entspannt sich nicht.
Verhaltenstherapie bei Trennungsangst

Es ist wichtig, diese Verhaltensweisen zum Wohl des Hundes und des Besitzers zu behandeln. Wenn das Verhalten zu lästig wird, gibt es Besitzer, die sich letztendlich für das Aussetzen, die Misshandlung oder den Tod ihres Haustiers entscheiden.

Ziel der Verhaltenstherapie

Engagement und Beständigkeit des Besitzers sind am wichtigsten. Wenn du nicht bereit bist, dein Tier in guten Gewohnheiten zu unterrichten, ist es schwierig, ihm zu helfen, sein Verhalten zu verbessern.

Besonders wichtig ist die emotionale Komponente. Der Besitzer muss Verständnis, Mitgefühl und Geduld während der Verhaltenstherapie haben.

Man empfiehlt, mit dem Verhaltenstraining bereits im Welpenalter zu beginnen, bevor das Tier fünf Monate ist.

Ziel der Verhaltenstherapie ist nicht, Gehorsam zu trainieren, sondern die Beziehung zum Besitzer zu verbessern. Es geht darum, dass das Zusammenleben für beide ein Genuss und eine Freude ist.

Bewertung

Beim Besuch des Experten der Tierklinik stellt der Spezialist eine Reihe von Fragen an den Besitzer und die Personen, die dem Hund nahe stehen.

Es geht dabei um die Umstände, unter denen das Haustier geboren wurde, die Anzahl der Hunde des Wurfs und wie die Mutter war.

Alle Fragen zielen darauf ab, den Ursprung des abnormalen Verhaltens zu analysieren, um eine wirksame Behandlung zu ermöglichen.

Verhaltenstherapie bei Ängsten und Phobien

Wie läuft eine Verhaltenstherapie ab?

Dies hängt von der Ursache des schlechten Verhaltens ab. Es gibt jedoch allgemeine Tipps, die für jeden Hund wichtig sind:

1. Feste Routinen

Das bedeutet, festgelegte Zeiten für die Fütterung, seine Bedürfnisse, Spiele, Spaziergänge und Ruhezeiten. Diese Grundbedürfnisse in eine geordneter Weise zu erledigen, hilft beiden, ein besser organisiertes und ruhigeres Leben zu führen.

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2. Tägliche körperliche Bewegung

Dieser Punkt ist bei Hunden besonders wichtig. Wie bereits erwähnt, ist die häufigste Ursache für unerwünschtes Verhalten bei Hunden angestauter Stress.

Der beste Weg gegen Alltagsstress ist ein guter Spaziergang oder gemeinsames Jogging (abhängig von der Rasse und dem Energiehaushalt des Hundes).

Der häusliche Lebensstil birgt erhebliche Risiken für den Hund, beispielsweise Übergewicht und damit verbundene Krankheiten. Welche Hunderasse es auch immer ist, alle Hunde brauchen täglich Bewegung.