Was tun, wenn dein Hund in seine Leine beißt?

23 Februar, 2021
Wenn ein Hund in seine Leine beißt, tut er dies nicht, um seinen Besitzer zu ärgern. Stattdessen ist dies ein Verhalten, das auf Langeweile und Defizite in der Erziehung zurückzuführen ist.

Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst, kann es häufig zu unerwünschtem Verhalten kommen, wie beispielsweise das ständige Ziehen an der Leine oder das Anknurren anderer Menschen oder Tiere. Andererseits ist es aber auch möglich, dass dein Hund immer wieder in seine Leine beißt und andere Reize nicht wahrnimmt.

Vielleicht ist dies etwas, das dein Haustier nicht ständig und während des gesamten Spaziergangs tut. Wenn er dieses Verhalten jedoch täglich wiederholt, musst du möglicherweise regelmäßig eine neue Leine kaufen. Doch was kannst du tun, um zu verhindern, dass dein Hund in seine Leine beißt? Auch wenn dies im Moment wie ein unerreichbares Ziel erscheint, ist es gar nicht so schwierig, einen Hund dazu zu bringen, dieses Verhalten abzulegen.

Warum beißt ein Hund in seine Leine?

Die Tatsache, dass ein Hund in seine Leine beißt, kann bedeuten, dass er überfordert ist. Anstatt die Zeit im Freien zu nutzen und ihre Umwelt mit der Nase zu erkunden und mit ihr zu interagieren, nutzen viele Hunde Spaziergänge, um Stress abzubauen und ihre Langeweile zu reduzieren.

Vor einem Spaziergang sollte ein Hund ruhig sein. Du erreichst dies jedoch nicht, indem du einfach Befehle wie „Sitz“ oder „Bleib stehen“ erteilst. Dein Hund muss Selbstbeherrschung lernen und verstehen, dass du mit ihm in diesem aufgeregten Zustand nicht spazieren gehst.

Andererseits kann ein Hund in seine Leine beißen, wenn er sich befreien und weglaufen möchte. Wenn er Angst hat oder glaubt, dass eine Bedrohung naht (wie zum Beispiel ein anderer Hund), kann er versuchen, in die Leine zu beißen. Dies ist eine Reaktion, um die Bedrohung zu vermeiden, wenn der Besitzer seine Gefühle und Emotionen nicht versteht.

Hunde können vor Aufregung an der Leine kauen

Wenn der Hund vor Aufregung in die Leine beißt

Die meisten Hunde beißen in die Leine, wenn sie das Haus verlassen, weil sie sich mehrere Stunden lang gelangweilt haben und angesammelten Stress abbauen müssen. Ihre Besitzer sollten diese Situationen aus zwei verschiedenen Perspektiven angehen. Im Folgenden zeigen wir dir, was du tun kannst.

Arbeite mit dem Geruchssinn und dem Verstand deines Hundes

Es ist offensichtlich, dass körperliche Arbeit den Körper ermüdet, aber geistige Aktivitäten können noch viel anstrengender sein. Hunde nutzen ihre Nase, um ihren Verstand zu trainieren. Wenn du deinen Hund vor einem Spaziergang also etwas ermüden und ihm helfen möchtest, sich zu konzentrieren, musst du zunächst zu Hause etwas mit ihm arbeiten.

Wenn du vor einem Spaziergang verschiedene Geruchsspiele ausprobierst, wird der Spaziergang für dich und deinen Hund viel angenehmer sein. Außerdem wird der Hund dadurch mehr Zeit damit verbringen, an Dingen zu riechen und sich auf die verschiedenen Geruchsreize zu konzentrieren, anstatt in seine Leine zu beißen. Dieses Verhalten wird nicht mehr so interessant sein wie die Welt, die dein Tier gerade entdecken will.

Wenn dein Hund in seine Leine beißt, arbeite daran, wie er das Haus verlässt

Nachdem ihr einige Geruchsspiele ausprobiert habt, sollte dein Hund lernen, wie er das Haus verlässt. Früher wurde behauptet, dass ein Hund der letzte sein sollte, der aus der Tür geht, damit er nicht glaubt, dass er der Anführer ist. Spezialisten für Hundepsychologie haben diese Theorie inzwischen jedoch verworfen.

Ein Hund sollte dann durch die Tür gehen, wann er will, sei dies vor oder nach dir. Wenn du jedoch zuerst rausgehen möchtest, trainiere dein Haustier mithilfe eines Belohnungssystems, um auf deinen Ruf zu warten. Das Wichtigste bei diesem Thema ist jedoch, dass dein Hund seinen Impuls, aus der Tür rennen zu wollen, und seine Energie kontrollieren muss. Und dies gilt für alle Fälle, unabhängig davon, ob dein Hund als erster oder als letzter das Haus verlässt.

Um deinem Hund zu helfen, seine Impulse zu kontrollieren, solltest du die Leine, den Gurt oder das Halsband erst anlegen, wenn dein Haustier so ruhig wie möglich ist. Dies hängt natürlich von seinem Charakter ab. Wenn dein Hund aufgeregt ist, solltest du eine Weile warten, bis er sich wieder beruhigt hat. Geruchsspiele und grundlegende Befehle wie „Nein“ oder „Sitz“ können dabei sehr hilfreich sein.

Vermeide es, während des Spaziergangs ununterbrochen zu reden

Wenn du deinem Haustier während des Spaziergangs ständig Befehle erteilst, wird es diese schließlich ignorieren. Du solltest stattdessen lernen, den Hund an der Leine zu führen. Kleine und sanfte Umleitungen helfen dem Hund, dir in den Situationen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, in denen er dir zuhören sollte.

Wenn du allerdings schreist oder abrupt an der Leine ziehst, wird dein Hund dies nicht verstehen. Stattdessen gerät er in einen Stresskreislauf; er wird noch mehr in seine Leine beißen und auch andere unerwünschte Verhaltensweisen ausführen.

Das Ziel ist es, dass dein Hund Interesse an den Geruchsreizen in seiner Umgebung zeigt, wenn er das Haus verlässt. Und dazu musst du ihn in aller Ruhe an Dingen riechen lassen und ihm zu dem Ort folgen, an dem er riechen will.

Wenn ein Hund während des Spaziergangs nicht schnüffelt und ständig neben dir läuft, ohne auf etwas zu achten, ist dein Tier nicht unausgeglichen. Das bedeutet aber nicht, dass du ihm immer an den Ort folgst, an den er möchte. Denn dein Hund muss lernen, wann er das darf und wann nicht. Was du jedoch niemals vergessen darfst, ist, dass der Spaziergang für deinen Hund ist und nicht für dich selbst.

Das Kauen an der Leine könnte auf angesammelten Stress hindeuten

Wenn du einen Hund, der in seine Leine beißt, dazu bringen möchtest, damit aufzuhören, dann musst du außerhalb dieser Situation arbeiten. Verbessere seine Selbstkontrolle, sein Selbstwertgefühl und seine Entspannung. Anschließend kannst du deinen vierbeinigen Freund mit einem „Nein“ korrigieren, wenn er sporadisch in die Leine beißt.

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  • Patricia B. McConnell. (2015) Al otro extremo de la correa. España. Ediciones invisibles.
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