Akne bei Hunden: Merkmale und Behandlung

15 März, 2021
Akne ist eine bekannte Hautkrankheit, von der auch Hunde betroffen sein können. Es ist ein gutartiger entzündlicher Prozess, der dennoch ziemlich unangenehm sein kann. In unserem heutigen Artikel werden wir verschiedene Behandlungsmöglichkeiten diskutieren.

Genau wie bei Menschen kann Akne bei Hunden auftreten, sobald sie die Geschlechtsreife erlangt haben. Während sie eine Reihe hormoneller Veränderungen durchlaufen, sind sie anfälliger für diese Hauterkrankung. Aber im Gegensatz zum Menschen wachsen bei Hunden in dieser Phase keine Haare an Stellen, an denen sie bisher keine hatten. Darüber hinaus neigen sie auch nicht dazu, sich den gängigen Normen zu widersetzen, wie das bei Teenagern in der Pubertät der Fall ist.

Außerdem tritt Akne bei Hunden seltener auf. Lies einfach weiter, um mehr über diese Hautkrankheit und die möglichen Behandlungsoptionen zu erfahren.

Akne bei Hunden

Akne ist ein entzündlicher Prozess. Die Hauptmerkmale sind Follikulitis und Furunkulose, das bedeutet, es entstehen zahlreiche Pickel. Genau wie bei Menschen tritt Akne bei Hunden im Gesichtsbereich auf, insbesondere am Kinn und am Maul des Tieres.

Von dieser Krankheit sind hauptsächlich Jungtiere und Rassen mit kurzem Fell wie Boxer, englische Bulldoggen, Rottweiler und Pinscher betroffen.

Die Rolle, die Hormone bei der Entwicklung dieser entzündlichen Prozesse spielen, wurde schon immer als relevant angesehen. Allerdings spekulieren neue Studien darüber, dass auch die Veranlagung der Rasse und die Genetik eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Akne bei Hunden spielen.

Akne bei Hunden - Hautprobleme

Behandlung von Akne bei Hunden

Bei der Entscheidung über die jeweilige Behandlung muss die Intensität und Chronizität dieses Zustands berücksichtigt werden. Denn Akne bei Hunden kann entweder mild und klinisch unbedeutend sein. Oder sie kann sich mit schlimmen Läsionen manifestieren, die eine aggressive Behandlung erfordern. Daher gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten:

Verhindere, dass sich dein Hund zu häufig kratzt

Dies ist eine wichtige Sache, die du bei der Behandlung von Tierkrankheiten im Hinterkopf behalten solltest. Da du deinem Hund nicht erklären kannst, dass Kratzen eine schlechte Idee ist, musst du stattdessen Schutzmaßnahmen ergreifen. Es gibt zahlreiche Hilfsmittel, die deinen Hund daran hindern können, sich an einer Wunde zu kratzen, beispielsweise elisabethanische Halsbänder. Darüber hinaus solltest du auch jene Bereiche schützen, an denen sich dein Hund möglicherweise kratzen könnte, unter anderem Teppiche und Sofas.

Schränke Futtermittel ein, die den Speichelfluss anregen

Der Speichel befeuchtet die betroffenen Bereiche, was einen idealen Nährboden für das Bakterienwachstum darstellt. Daher solltest du diese Stellen so trocken wie möglich halten.

Sicherlich weißt du, dass ein Hund bereits beim bloßen Gedanken an sein Futter Speichel absondert. Daher solltest du in dieser Zeit darauf verzichten, ihn mit Knochen oder harten Leckereien zu füttern, das diese den Speichelfluss zusätzlich anregen.

Reinige regelmäßig die betroffenen Hautstellen

Es ist sehr wichtig, dass du die betroffenen Hautstellen sauber und trocken hältst, um die Bakterienkonzentration und den Feuchtigkeitsgehalt an diesen Bereichen zu reduzieren. Im Handel findest du Shampoos, die speziell für diesen Zweck konzipiert wurden. Darüber hinaus gibt es auch Antiseptika, die sich ebenfalls eignen. Nachdem du diese Mittel aufgetragen hast, solltest du deinen Hund für eine gewisse Zeit ablenken, damit er sich die betroffene Stelle nicht ableckt.

Drücke die Pickel nicht aus

Natürlich richtet sich diese Aufforderung direkt an den Hundebesitzer. Das Ausdrücken von Pickeln ist absolut tabu, denn dies würde dazu führen, dass der Pickel innerlich reißt, was zu einer massiven entzündlichen Reaktion führen und infolgedessen den Zustand des Tieres verschlechtern würde.

Wende systemische Medikamente an

Systemische Behandlungen sind in refraktären Fällen oder bei massiven Infektionen angezeigt, die die Gesundheit und das Wohlergehen eines Tieres beeinträchtigen. Um derartige Komplikationen zu vermeiden, kannst du auf orale Antibiotika zurückgreifen. Darüber hinaus wird für die Behandlung des damit verbundenen entzündlichen Syndroms dringend die Verwendung von Kortikosteroiden empfohlen.

Akne bei Hunden - Nahaufnahme einer Hundenase

Abschließende Gedanken über Akne bei Hunden

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Akne bei Hunden im Allgemeinen eine gutartige und selbstlimitierende Erkrankung ist. Das bedeutet, dass die Tiere in den meisten Fällen eine Akne ohne Behandlung überwinden können.

Wenn aber ein Krankheitsbild auftritt, das die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes beeinträchtigt, ist eine Behandlung erforderlich. In diesem Fall solltest du dich stets an deinen Tierarzt wenden, damit er eine korrekte Diagnose stellen und eine individuelle Behandlung verordnen kann.