Wissenswertes über Claritin für Hunde

24 Februar, 2019
Es stimmt zwar, dass Claritin bei Hunden dazu beitragen kann, Hauterkrankungen zu heilen, doch es ist ebenfalls ein Medikament, dessen Gebrauch Nebenwirkungen hervorrufen kann. Man muss sich deshalb vorher unbedingt beim Tierarzt informieren.

Wenn der sogenannte beste Freund des Menschen sich über Unwohlsein oder Krankheit beschwert, dann wissen wir manchmal nicht gleich, wie wir ihm helfen können. Wir erklären dir deshalb heute, was du über die Verwendung von Claritin bei Hunden wissen musst.

Hierbei handelt es sich um ein Medikament, das hauptsächlich bei Hautallergien verwendet wird.

Ein Medikament, das Hunden helfen kann

Bei Deine Tiere wiederholen wir ständig, dass man Tieren keine menschliche Medizin verabreichen darf. Sie sind eine andere Spezies. Das bedeutet, dass was uns Menschen hilft, nicht unbedingt den gleichen Effekt bei ihnen hat.

Es stimmt jedoch auch, dass Tierärzte bei bestimmten Beschwerden Medikamente verschreiben, die auch Menschen verwenden. Dazu gehört Claritin, das ist ein Antihistaminikum, dass man rezeptfrei erhalten kann.

Wir berichten dir Wissenswertes über Claritin, ein frei erhältliches Medikament, das bei Hautallergien nützlich sein kann.

Ein Welpe kratzt sich hinter dem Ohr

Wozu nützt Claritin bei Hunden?

Der nicht kommerzielle Name dieser Medizin ist Loratadin. Es blockiert die Histaminrezeptoren. Histamin ist eine Substanz, die bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird.

Bei Hunden empfehlen manche Tierärzte sie bei folgenden Beschwerden:

  • Behandlung von allergischen Hautreizungen. Diese können durch Pollen, einige Lebensmittel oder Flohspeichel entstehen. Dann kommt es zu Juckreiz, Hautrötung und Quaddeln.
  • Linderung der Nebeneffekte einiger Impfungen. In diesen Fällen gibt man den Tieren das Loratadin am besten vor der Impfung.
  • Milderung der Entzündungen, die mit Mastzellentumoren einhergehen. Es handelt sich dabei um bösartige Tumore, die überall auftreten können, insbesondere auf der Haut.

Tipps für den Gebrauch von Claritin

Selbstmedikation ist weder bei Menschen noch bei Hunden anzuraten. Deshalb sollte der Tierarzt entscheiden, welche Dosis jedes individuelle Tier erhält und wie lange es behandelt werden muss.

Diese Entscheidung fällt der Experte aufgrund von Größe, Alter, Gewicht, Rasse und Gesundheitszustand der Fellnase. 

Du darfst deinem Hund auf keinen Fall Loratadin geben, ohne vorher tierärztlichen Rat zu suchen. Außerdem musst du dich auch streng an die Dosis und Dauer der Behandlung halten.

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Nebeneffekte von Claritine

Nebenwirkungen von Claritin

Wie alle Medikamente kann auch Claritin Nebenwirkungen bei Hunden auslösen. Es scheint zwar weniger Schläfrigkeit als andere Antihistaminika zu erzeugen, doch Tiere, die mit Claritin behandelt werden, können folgende Nebenwirkungen erleiden:

  • Urinretention
  • Vermehrter Durst
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Trockenheit in Augen und Maul
  • Verwirrung
  • Verhaltensveränderungen

Bemerkst du eine oder mehrere dieser Nebenwirkungen, so musst du unverzüglich den Tierarzt kontaktieren, damit dieser dir anrät, die Behandlung zu unterbrechen oder zu verändern.

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Beachtenswertes

Du darfst auf keinen Fall Claritin mit Claritin-D verwechseln. Letzteres enthält Pseudoephedrin, das ist eine Substanz, die sehr schädlich für Hunde sein kann.

Leidet dein Tier unter anderen Gesundheitsproblemen, musst du dies unbedingt vorher beim Tierarzt erwähnen. Dieses Medikament muss man mit viel Vorsicht verabreichen, insbesondere, falls Leber- oder Nierenprobleme vorhanden sind.

Vergiss auch nicht, deinen Tierarzt darüber zu informieren, ob deine Fellnase weitere Medikamente oder Nahrungszusatzmittel einnimmt. Trächtige oder stillende Hündinnen dürfen ebenfalls kein Loratadin verabreicht bekommen.