3 Tipps zur Vermeidung von Harnwegsinfektionen bei Hunden

03 August, 2020
Harnwegsinfektionen bei Hunden können als einfache Schwierigkeiten beim Urinieren beginnen und zu schweren Nierenbeschwerden führen. Wir sagen dir, welche Ursachen und Symptome sie haben und wie du ihnen vorbeugen kannst.
 

Mangelnde Hygiene im Genitalbereich, die Aufnahme von kontaminiertem Wasser oder Nahrungsmitteln oder die Schwächung der Blase durch zu wenig Flüssigkeit und dadurch auftretende Blasensteine ​​oder Entzündungen sind einige der Ursachen für Harnwegsinfektionen bei Hunden.

Harnwegsinfektionen bei Hunden können als einfache Schwierigkeiten beim Urinieren beginnen und zu schweren Nierenbeschwerden führen. Bei älteren Tieren tritt dieser Zustand häufiger auf, daher solltest du die Symptome kennen und rechtzeitig darauf reagieren.

Wenn du die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankungen kennst, kannst du verhindern, dass dein Hund weitere Beschwerden bekommt.

Eine Blasenentzündung oder eine Harnwegsinfektion tritt gewöhnlich im unteren Bereich der Harnröhre und der Blase auf. Auch im oberen Bereich kann eine Infektion auftreten und die Nieren und den Harnleiter betreffen.

Außerdem können auch Probleme im reproduktiven oder endokrinen System zu Beschwerden im Harntrakt führen. Bei den meisten Harnwegsinfektionen, die bei Hündinnen auftreten, sind externe Bakterien der auslösende Faktor.

Harnwegsinfektionen bei Hunden: Ursachen

Eine Ursache für Harnwegsinfektionen bei Hunden sind mit Bakterien kontaminiertes Wasser oder Futter.

Mangelnde Hygiene kann zu einer Bakterienansammlung im Genitalbereich führen, die dann eine Infektion der Harnwege auslöst.

In der Regel besteht eine organische Neigung zu Infektionen, insbesondere bei älteren Hunden, die Blasenprobleme haben. Die Blase kann im Laufe der Jahre schwächer werden, was dann das Eindringen von Bakterien erleichtert.

 

Außerdem solltest du wissen, dass Hunde mit einer Blasenschwäche normalerweise weniger Wasser trinken. Auch dies begünstigt das Auftreten von Infektionen. Ein weiterer Faktor, der die Blase schwächt, sind Harnsteine und Entzündungen.

Harnwegsinfektionen - Hund im Wald

Krankheiten wie Krebs, Prostataprobleme und sogar ein Schlag auf den Unterbauch erhöhen bei Hunden ebenfalls das Risiko für Harnwegsinfektionen.

Darüber hinaus kann auch Stress als Auslöser für Harnprobleme nicht ausgeschlossen werden. Wenn dein Hund an Blasensteinen leidet, verhindert eine rechtzeitige Behandlung, dass die Steine ​​die Harnröhre verstopfen, was schmerzhaft und ziemlich ernst sein kann.

Symptome von Harnwegsinfektionen bei Hunden

Wenn du deinen vierbeinigen Freund genau beobachtest, wirst du schnell erkennen, ob er beim Wasserlassen Unwohlsein oder Schmerzen verspürt. Ein unruhiger Schritt oder Stöhnen sind Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.

Ein weiteres Symptom ist, wenn der Urin nur in einer geringen Menge (nur ein paar Tropfen) austritt und manchmal sind sogar Blutspuren sichtbar. In diesen Fällen ist der Besuch beim Tierarzt unbedingt erforderlich.

 

Der Tierarzt wird den Urin deines Hundes untersuchen, um eine gesicherte Diagnose einer Harnwegsinfektion stellen zu können. Außerdem ist das Vorhandensein von Blut im Urin ein weiterer wichtiger Aspekt. So lässt sich feststellen, ob das Problem nur in den unteren Bereichen liegt oder sich bereits auf die Nieren ausgeweitet hat.

  • Beim Wasserlassen können zu Beginn Blutströpfchen herauskommen, was auf eine Infektion der Harnröhre sowie der Blase hinweist.
  • Wenn Blut während der gesamten Ausscheidung des Urins vorhanden ist, ist der obere Bereich betroffen: Blase oder Prostata. Das würde auf Gerinnungsprobleme hinweisen.
  • Wenn du nur am Ende des Wasserlassens Blut beobachtest, könnte dein Hund an Polypen oder Steinen ​​in der Blase leiden.
Harnwegsinfektionen - Hund mit Fieber

Kontrollverlust beim Wasserlassen ist ein typisches Merkmal einer Blasenentzündung. Harnwegsinfektionen bei Hunden können als Reaktion des Körpers auf die Anwesenheit von Bakterien auch Fieber verursachen.

Ein Tier, das an diesem Problem leidet, kann an Gewicht verlieren, mehr Wasser trinken als üblich und schwächer sein.

Medizinische Tests und Diagnose

Eine genaue Diagnose ermöglicht die richtige Behandlung und dein Hund wieder schneller wieder genesen. Die Tests sind meist sehr einfach und erfolgen mit Urinstreifen und Urinsedimenten.

 

Darüber hinaus liefern Röntgen- und Ultraschalluntersuchen wichtige Informationen. Sie werden durchgeführt, wenn Komplikationen bestehen und um eine dahinter liegende Erkrankung zu diagnostizieren. Mittels einer Ultraschalluntersuchung kann der Tierarzt Entzündungen und ihr Ausmaß sowie möglicherweise vorhandene Tumore erkennen.

Behandlung der Erkrankung

Antibiotika sind in der Regel die am weitesten verbreitete Behandlung und liefern die besten Ergebnisse. Wenn dein Hund an Blasensteinen leidet, gibt es spezielle Medikamente, um sie aufzulösen und weitere zu verhindern. In manchen Fällen ist eine Operation jedoch unvermeidlich.

Prävention von Harnwegsinfektionen bei Hunden: 3 Tipps

Es gibt drei grundlegende Aspekte, um nicht nur Harnwegsinfektionen, sondern alle Arten von Erkrankungen bei Hunden zu vermeiden:

  1. Die Ernährung ist sehr wichtig: Altersgerechtes, nahrhaftes Futter ohne Mehl, keine Leckereien oder Junk-Food. Achte darauf, dass du deinem Hund nur qualitativ hochwertiges Futter gibst.
  2. Hygiene. Außerdem solltest du sowohl das Futter als auch das Wasser in sauberen Behältern servieren. Das Wasser muss täglich und im Sommer zwei- bis dreimal täglich gewechselt werden.
  3. Darüber hinaus solltest du bedenken, dass Hunde relativ häufig urinieren müssen. Wenn sie einen Tag verbringen, ohne spazieren zu gehen, kann dies zu Infektionen führen.

Kurz gesagt, Hunde brauchen eine gute Pflege, um gesund zu bleiben, insbesondere wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben und sie daher krankheitsanfälliger werden. Harnwegsinfekte, die früh erkannt werden, können in der Regel schnell behoben und ausgeheilt werden.