Atopische Dermatitis bei Hunden

31 Oktober, 2020
Gerötete Haut, Entzündungen und Juckreiz sind einige der Symptome der atopischen Dermatitis bei Hunden. Erfahre heute, welche Ursachen diese Erkrankung hat und welche weiteren Symptome damit einhergehen.

Die atopische Dermatitis bei Hunden ist eine Hauterkrankung, die aus Hautschwellungen und -reizungen besteht, und die in der Regel durch ein Allergen verursacht wird. Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen. Aber es gibt momentan keine medikamentöse Heilungsmethode.

Heutzutage ist die atopische Dermatitis bei Hunden das häufigste Hautproblem in Tierarztpraxen. Allerdings sind die Ursachen dafür noch nicht genau bekannt. Außerdem scheint sich die Krankheit bei jedem Tier anders zu entwickeln..

Warum tritt die atopische Dermatitis bei Hunden auf?

Die atopische Dermatitis bei Hunden scheint sowohl durch innere oder intrinsische Faktoren des Tieres selbst als auch durch äußere oder extrinsische Faktoren verursacht zu werden. Die vielfältigen Möglichkeiten sowie der unterschiedliche Einfluss der jeweiligen Faktoren führen dazu, dass sich die Krankheit mehr oder weniger stark ausprägt.

Intrinsische Faktoren

Die Rasse spielt eine grundlegende Rolle bei der Entwicklung der atopischen Dermatitis bei Hunden. Beispielsweise ist bekannt, dass Beagles ein überdeckbares Allel für ein Gen besitzen, das zu einer Überproduktion von IgE oder Immunglobulin E führt.

Immunglobulin E ist ein Protein, das zum Immunsystem gehört und eine Schlüsselrolle bei Allergien spielt. Daher kann es die Immunantwort auf Allergene verstärken und so eine allergische Reaktion auslösen. Darüber hinaus sind die folgenden Zelltypen an der Reaktion beteiligt:

  • Langerhans-Zellen und dendritische Hautzellen: Sie sind für das Abfangen der Allergene verantwortlich.
  • Mastzellen: Sie wehren Entzündungen ab.
  • B-Zellen: Sie bilden Antikörper.
  • Kooperative Zellen: Sie produzieren Stoffe, die B-Zellen aktivieren.

Außerdem spielt bei der Entwicklung der atopischen Dermatitis bei Hunden eine weitere Gruppe von Substanzen eine wichtige Rolle. Sie stehen im Zusammenhang mit dem Entzündungsprozess:

  • Histamin
  • Serotonin
  • Leukotriene
  • Zytokine

Schlussendlich scheint es, dass sowohl bei der atopischen Dermatitis bei Hunden als auch bei Menschen eine Veränderung der Hautfettschicht vorliegt.

Extrinsische Faktoren

Ferner gelten Umweltallergene als die Hauptverantwortlichen für die Entwicklung der atopischen Dermatitis bei Hunden:

  • Pollen von verschiedenen Pflanzen
  • Staubmilben
  • Pilze
  • Schimmelpilze
  • Synthetische Gewebe
  • Insekten

Darüber hinaus haben einige Untersuchungen ergeben, dass Hausstaubmilben sowohl in den USA als auch in Europa die Hauptursache für die atopische Dermatitis sind.

Andererseits scheint es, dass Hunde mit atopischer Dermatitis eher an einer Dermatitis leiden, die durch eine allergische Reaktion auf Flohbisse ausgelöst wird. Darüber hinaus leiden die erkrankten Hunde häufig auch an Folgeinfektionen mit Staphylokokken und Malassezia (Brandpilzen).

Atopische Dermatitis bei Hunden - Hautreizungen

Symptome der atopischen Dermatitis bei Hunden

Um festzustellen, ob ein Hund an dieser Erkrankung leidet oder nicht, müssen zusätzlich zu anderen wichtigen Kriterien mehrere Symptome gleichzeitig vorhanden sein. Daher sind die möglichen Symptome der atopischen Dermatitis bei Hunden zahlreich und vielfältig:

  • Juckreiz
  • Gesicht oder Pfoten sind betroffen
  • Schwellung der Haut an der Innen- oder Außenseite des Beines
  • Episoden von wiederkehrender oder chronischer Dermatitis
  • Hoher IgE-Spiegel
  • Malassezia-Infektion
  • Regelmäßig wiederkehrende äußere Ohrenentzündung in beiden Ohren
  • Bindehautentzündung
  • Hautrötungen im Gesicht
  • Trockene Haut
    Atopische Dermatitis bei Hunden und Ohrenentzündungen

Es gibt jedoch spezifische, wenn auch teure Tests, um herauszufinden, wogegen ein Hund allergisch ist. Auf diese Weise kannst du das Allergen so weit wie möglich vermeiden. Und folglich verhindern, dass das Tier weitere Ausbrüche der Krankheit erleidet.

Andererseits kannst du mit Hilfe eines Tierarztes ausschließen, welche Substanzen dem Hund Schaden zufügen und sie aus seinem Alltag entfernen. Allerdings ist dieser Prozess länger und komplizierter. Aber er beginnt immer mit einer Ernährungsumstellung und der Verwendung von hypoallergenem Futter.

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