Augeninfektionen bei Hunden: Ursachen und Auswirkungen

30 April, 2020
Augeninfektionen bei Hunden können viele verschiedene Ursachen haben. Erfahre heute mehr über die verschiedenen Erkrankungen, ihre Ursachen und Symptome.

Augeninfektionen bei Hunden können durch viele Organismen verursacht werden. Außerdem können sie aufgrund anderer systemischer Erkrankungen entstehen, bei denen die Augen ebenfalls betroffen sind.

Das Auge ist ein sehr komplexes und empfindliches Organ, das durch kleine Veränderungen innerhalb oder außerhalb des Körpers leicht geschädigt werden kann.

Daher ist es wichtig, dass du die Gesundheit der Augen deines Hundes durch tägliche Reinigung mit speziellen Produkten oder Kochsalzlösung erhältst. Außerdem solltest du den “Schlafsand” entfernen, der sich im Laufe des Tages ansammelt.

In diesem Artikel werden wir dir sagen, welche Augeninfektionen bei Hunden auftreten können, welche Ursachen sie haben und wie sie sich auf dein Tier auswirken. Wenn du bemerkst, dass sich die Augen deines Hundes verändern, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursachen hierfür abklären zu lassen.

Augeninfektionen bei Hunden

Okuläre Toxocariasis

Die Toxocariasis ist eine parasitäre Infektion, die durch den Fadenwurm Toxocara canis bei Hunden und Menschen hervorgerufen wird. Es handelt sich also um eine Zoonose.

Ein Hund infiziert sich mit Toxocariasis, wenn er Fleisch oder Lebensmittel frisst, die mit Eiern dieses Parasiten infiziert sind. Sobald die Eier den Darm erreichen, dringen sie durch die Darmwand und gelangen über das Blut bis in die Leber.

Manchmal können sie jedoch die Leberbarriere überwinden und erreichen das Gehirn, wo sie Meningitis verursachen oder die Augen befallen können.

Wenn dies geschieht, genügt eine einzige Larve, die verschiedene Strukturen des Augapfels zerstören kann. Dadurch entstehen Granulome und die chronische Endophthalmitis, eine Gewebeentzündung im Inneren des Auges.

Augeninfektionen bei Hunden: Bindehautentzündung

Die Bindehautentzündung ist eines der häufigsten Probleme in Tierkliniken. In den meisten Fällen wird sie durch Augeninfektionen bei Hunden verursacht. Diese Infektionen können viral, bakteriell oder sogar eine allergische Reaktion sein.

Die Bindehaut ist eine durchscheinende und sehr dünne Schicht, die das Auge und die Innenseite der Augenlider bedeckt. Aufgrund seiner Eigenschaften ist dieses Gewebe nicht sichtbar, es sei denn, es tritt ein Problem auf. Die häufigsten Symptome der Bindehautentzündung sind folgende:

  • Die Sklera, der weiße Teil des Augapfels, wird durch den verstärkten Blutfluss rot.
  • Es kommt zu übermäßigem Tränenfluss.
  • Es können viele grünlich gefärbte „Sandkörner“ auftreten.
  • Der Hund kann das Auge nicht öffnen. Das liegt an den Schmerzen, die die Entzündung verursacht.
  • Die Augenlider scheinen entzündet zu sein, was als Blepharitis bekannt ist.
  • Darüber hinaus ist das Auge wesentlich lichtempfindlicher.
Augeninfektionen bei Hunden behandeln

Immunvermittelte Bindehautentzündung bei Hunden

Gelegentlich kann die Bindehautentzündung auch immunvermittelt und von der Rasse abhängig sein. Zu den am stärksten betroffenen Rassen gehören der Deutsche Schäferhund, der Langhaardackel und der Zwergpudel.

Bei diesen Hunderassen können Plasmazellen durch die Nickhaut, auch das „dritte Augenlid“ genannt, eindringen und eine Blepharitis auslösen.

Augeninfektionen bei Hunden: Canine Ehrlichiose

Die canine Ehrlichiose ist eine durch das Bakterium Ehrlichia canis verursachte Krankheit, das durch infizierte Zecken übertragen werden kann. Diese Krankheit kann tödlich sein, da sie hauptsächlich das Blut, seine Bestandteile und das Immunsystem betrifft.

Die Hauptsymptome, die man bei der Analyse beobachten kann, sind Anämie und Leukopenie oder eine Verminderung der weißen Blutkörperchen.

Bei den meisten Hunden treten Augen- und Lidentzündungen während des Ausbruchs und der anschließenden Entwicklung der Krankheit auf. Schließlich betrifft die Krankheit auch andere Bereiche des Auges, wie beispielsweise die Netzhaut. Dadurch kommt es zu  Schmerzen und die Sehkraft deines Hundes wird stark beeinträchtigt.

Augenwürmer

Die canine Thelaziose wird durch den Wurm Thelazia callipaeda verursacht. Dieser Parasit stammt aus Asien, hat aber bereits mehrere Regionen Europas erreicht.

Sowohl die erwachsene Form dieser Parasiten als auch die Larven leben in den Augäpfeln von fleischfressenden Haustieren (Katzen und Hunden) und wilden Raubtieren. Sie werden von Gliederfüßern übertragen.

Diese Würmer können in den Augen der Tiere unterschiedlich starke Schäden verursachen:

  • Übermäßiger Tränenfluss.
  • Bindehautentzündung.
  • Hornhautentzündung des Auges.
  • Epiphora oder Verstopfung der Tränenkanäle.
  • Ödeme, Schwellung oder übermäßige Flüssigkeit in den Augenlidern.
  • Hornhautgeschwüre.
  • Blindheit.

Wenn du Veränderungen an den Augen deines Hundes bemerkst, solltest du umgehend einen Tierarzt aufsuchen, damit er die notwendige Behandlung einleiten kann. Dadurch sorgst du dafür, dass es deinem vierbeinigen Freund schon bald wieder besser geht und er keine bleibenden Schäden erleidet.

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