Grippe bei Hunden: Prävention und Pflege

20 Februar, 2019
Die Symptome können für die Fellnase sehr unangenehm sein. Deshalb ist es wichtig, im Rahmen des Möglichen Vorsorgemaßnahmen zu treffen. 

Grippe wird bei Hunden durch eine Tröpfcheninfektion übertragen, das bedeutet durch das Niesen oder Husten eines Artgenossen. Die Hundegrippe ist immer mehr auf dem Vormarsch, sie verläuft normal mild, kann jedoch auch tödlich enden!

Die Symptome können für die Fellnase sehr unangenehm sein. Deshalb ist es wichtig, im Rahmen des Möglichen Vorsorgemaßnahmen zu treffen. 

Die Infektion erfolgt duch einen Subtyp des Influenza-A-Virus. Dabei kommt es zu Atemwegsbeschwerden und unter Umständen auch zu Lungenentzündungen. Der Krankheitsverlauf ist ähnlich wie bei der menschlichen Grippe, die meist ebenfalls durch Viren des Typs Influenza-A ausgelöst wird.

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Es sind zwei Arten von Hundegrippe bekannt: H3N8 und H3N2.

H3N8 ist ursprünglich ein Pferdevirus, der um 2008 herum mutierte und von Pferden auf Hunde übertragen wurde. Als Erstes erkrankten daran Windhunde, die bei Hunderennen die gleichen Strecken wie Pferde zurücklegten.

Der H3N2-Influenza-Stamm kommt aus Asien. Einige Studien weisen darauf hin, dass es sich bei dieser Art um einen Vogelvirus handelt, der mutiert ist und dann Hunde infizierte. Zwischen den Jahren 2015 und 2017 war der H3N2-Virus der häufigste Auslöser für Influenza bei Hunden.

Wie steckt sich ein Hund mit Grippe an?

Wie beim Menschen erfolgt die Ansteckung über eine Tröpfcheninfektion. Beim Niesen oder Husten werden die Viren ausgebreitet.

Hund

Wenn ein Hund infiziert ist, kann er den Virus beim Bellen auf Artgenossen übertragen. Gesunde Hunde können sich durch das Einatmen des Virus, der sich in der Luft befindet, anstecken. 

Influenza kann auch durch direkten Kontakt mit kontaminierten Gegenständen verbreitet werden. Grippeviren können auf Spielzeug, Näpfen, Wassernäpfen, Betten und Kissen lauern.

Insbesondere an Orten, an denen sich viele Hunde befinden (wie im Tierheim) stellen eine große Ansteckungsgefahr dar. Auch in Hundehotels oder auf Hundespielplätzen ist die Gefahr größer.

Deshalb ist es wichtig, mögliche Symptome früh zu erkennen, um das Tier schnell zu behandeln und die Ansteckungsgefahr anderer Hunde zu reduzieren. 

Die Inkubationszeit für Grippe bei Hunden beträgt zwei bis vier Tage nach der ersten Exposition. So treten die ersten Symptome normalerweise nach dem vierten Tag auf. Hunde mit Influenza können andere jedoch ab dem zweiten Tag der Infektion anstecken, lange bevor sie Symptome zeigen.

Die Ansteckungsgefahr dauert bei dem H3N8-Virus ab den ersten Symptomen rund 10 Tage. Hunde mit dem H3N2-Virus können andere jedoch bis zu 26 Tage nach den ersten Symptomen noch infizieren.

Die meisten Tierärzte empfehlen deshalb, den Hund zu isolieren, um die Krankheit nicht weiter zu verbreiten. 

Hund mit Grippe

Symptome der Grippe bei Hunden

Es gibt verschiedene Symptome die auf die Hundegrippe hinweisen. Im Gegensatz zur menschlichen Grippe tritt die Influenza bei Hunden in bestimmten Jahreszeiten nicht vermehrt auf.

Bei Hunden kann sich Grippe im Sommer und im Winter gleichermaßen verbreiten. Aus diesem Grund müssen Besitzer mögliche Symptome genau beobachten.

Die meisten erkrankten Hunde haben zwei bis drei Wochen lang Fieber und Husten, der trocken sein oder mit Auswurf einhergehen kann. Andere frühe Symptome einer Grippe sind Appetitlosigkeit und Atemnot.

Die ersten Grippesymptome bei Hunden ähneln den Grippesymptomen bei kleinen Kindern. Hunde fühlen sich müde und schlafen mehr als gewöhnlich. Hunde mit Grippe haben laufende Nasen, tränende Augen und Schleim, der aus der Nase kommt.

Behandlung der Grippe bei Hunden

Die Behandlung der Grippe bei Hunden ist symptomatisch, das heißt, dass nur die Symptome gelindert werden können. Im Laufe der Tage wird der Organismus des Hundes die Krankheit selbst abwehren.

Hundegrippe muss auf jeden Fall tierärztlich behandelt werden. Lasse dich beraten, denn möglicherweise braucht deine Fellnase Antibiotika. Auch ausreichend Flüssigkeit ist grundlegend.

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Manchmal ist auch eine Ernährungsumstellung erforderlich, um das Tier mit bestimmten Nährstoffen zu versorgen.

Du musst jene Bereiche, in denen sich dein Hund aufhält, gründlich desinfizieren. So kannst du verhindern, dass sich die Grippe unnötig in die Länge zieht.