Hautreizungen bei Hunden: Wie du sie zuhause behandeln kannst

07 Dezember, 2020
Dermatitis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Hunden. Wenn du bemerkst, dass dein Hund sich ständig kratzt, solltest du mit ihm am besten einen Tierarzt aufsuchen. In unserem heutigen Artikel erfährst du mehr über Hautreizungen bei Hunden.

Hautreizungen bei Hunden gehören zu den häufigsten Herausforderungen, die Tierbesitzer in Bezug auf die Gesundheit ihres Haustieres bewältigen müssen. Diese Probleme werden oftmals durch Insektenstiche oder Nahrungsmittelallergien verursacht.

Obwohl Hautreizungen bei Hunden weit verbreitete Pathologien sind, stellt sich für viele Hundehalter möglicherweise die Frage, wie sie zuhause damit umgehen sollen. In unserem heutigen Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen zu diesem Thema. Darüber hinaus zeigen wir dir verschiedene Möglichkeiten auf, was du zuhause tun kannst, um die Beschwerden deines Tieres zu lindern.

Hautreizungen bei Hunden: Welche Ursachen können sie haben?

Da die Haut das umfangreichste Integumentsystem des Körpers ist, können bei Hunden an verschiedenen Bereichen Dermatosen auftreten. Daher ist es wichtig, dass du die Haut sorgfältig untersuchst, wenn du derartige Hautreizungen bemerkt hast.

Diese Hautreizungen bei Hunden können verschiedene Ursachen haben. Sie können beispielsweise durch Insektenstiche oder aber durch verschiedene Allergien (Nahrungsmittelallergien und andere) ausgelöst werden.

Welche Erkrankungen führen zu Hautreizungen bei Hunden?

Die häufigsten Hautprobleme hängen mit Insektenstichen, Allergien oder Reizungen zusammen. Daher sind die häufigsten Krankheiten im Zusammenhang mit der Haut:

  • Dermatitis. Es gibt verschiedene Klassifikationen, wenn es um Dermatitis geht, einschließlich parasitärer, bakterieller und pilzlicher.
  • Allergische Dermatitis. Nahrungsmittelallergien sind die häufigste Ursache für atopische Dermatitis bei Hunden. Dies ist auch die am weitesten verbreitete Hauterkrankung bei Hunden und betrifft zwischen 10 und 15 % der Tiere.
Hautreizungen bei Hunden - Hund kratzt sich

Auf welche Verhaltensweisen solltest du bei deinem Hund achten?

Wenn sich ein Hund unwohl fühlt, drückt er sein Unwohlsein durch verschiedene Verhaltensweisen aus. Daher solltest du bei deinem Hund auf folgendes Verhalten achten:

  • Häufiges Kratzen.
  • Beißen der Haut.
  • Dein Hund reibt sich an bestimmten Gegenständen.

Wie du Hautreizungen bei Hunden zuhause behandeln kannst

Die folgenden Ratschläge können helfen, den Juckreiz bei Tieren zu lindern. Allerdings solltest du deinem Hund niemals Medikamente verabreichen, ohne vorher einen Tierarzt zu konsultieren.

Kaltwasserbäder

Eine der besten Möglichkeiten, juckende Haut bei Hunden zu beruhigen, ist ein Bad in kaltem Wasser. Obwohl das Baden normalerweise nicht zu den beliebtesten Aktivitäten von Hunden gehört, ist es in diesem Fall dennoch notwendig, um dem Hund Linderung zu verschaffen.

Normalerweise ist es am besten, Hunde mit warmem Wasser zu baden und nur im Sommer kaltes Wasser zu verwenden. Dies liegt daran, dass ihre Körpertemperatur sehr hoch ist und im Durchschnitt zwischen 37,8 and 38,9 °C liegt.

Daher reagieren Hunde auch empfindlicher auf kaltes Wasser als Menschen, da der Kontrast größer ist. Um Juckreiz oder Sommerhitze zu lindern, kannst du aber dennoch Wasser verwenden, das kühler als 39 Grad ist.

Dermatologische Shampoos

Heutzutage kannst du verschiedenste Arten von Shampoos finden – aromatische, ganz natürliche, ökologische usw. Allerdings kannst du nicht alle verwenden, wenn dein Hund an einer Dermatitis leidet.

Wenn dein Tier unter einer Hauterkrankung leidet, solltest du am besten dermatologische Shampoos verwenden. Genauer gesagt, Shampoos, die eine beruhigende und feuchtigkeitsspendende Wirkung haben.

Beispiele für diese Art von Shampoos sind solche, die kolloidale Extrakte von Haferflocken und Glycerin enthalten. Dennoch solltest du vorsichtig sein, wenn du diese auf die Haut deines Hundes aufträgst.

Wenn du deinen Hund badest, solltest du das Shampoo mit einer sanften, energetischen Massage auf die Haut auftragen, ohne seine Haut dabei zu verletzen. Das Shampoo muss etwa 10 Minuten auf der Haut des Tieres einwirken, damit es seine Wirkung entfalten kann.

Abschließend wäschst du das Shampoo wieder gründlich aus dem Fett deines Hundes aus und trocknest ihn ab. Allerdings solltest du auf die Verwendung von Haartrocknern verzichten. Stattdessen kannst du Handtücher verwenden oder deinen Hund einfach an der Luft trocknen lassen. 

Feuchtigkeitsspendende und beruhigende Lotionen

Auch Lotionen werden sehr häufig empfohlen und verwendet, wenn ein Hund an Hautreizungen leidet. Der Markt bietet dir eine Vielzahl verschiedener Produkte. Aber nicht alle eignen sich auch für diesen Zweck.

Wenn Hunde an gereizter Haut leiden, empfehlen Experten normalerweise feuchtigkeitsspendende Lotionen. Dazu gehören beispielsweise alle Lotionen und Cremes, die Harnstoff, Glycerin oder essentielle Fettsäuren enthalten.

Auf diese Weise versorgst du die Haut deines Vierbeines mit ausreichend Feuchtigkeit und verhinderst, dass sich der Juckreiz weiter verschlimmert. Allerdings solltest du bei der Auswahl der Produkte auch die Allergien in Betracht ziehen, an denen dein Hund möglicherweise leiden könnte.

Vermeide den Kontakt mit bestimmten Materialien

Wenn dein Hund an Hautreizungen leidet, könnte dein Tierarzt möglicherweise empfehlen, dass du vermeiden solltest, dass dein Tier mit bestimmten Materialien in Kontakt kommt. Beispielsweise mit der Wolle und den Fasern verschiedener Elemente wie Teppiche, Handtücher und Decken.

Obwohl es nicht so scheint, können diese Materialien zur Entwicklung von Hautreizungen beitragen. Daher solltest du darauf achten, dass dein Hund nicht mit derartigen Fasern in Berührung kommt, wenn du Symptome an ihm beobachten kannst.

Hautreizungen bei Hunden - Hund im Garten

Wenn dein Hund unruhig zu sein scheint oder sich irgendwie seltsam benimmt, solltest du mit ihm einen Tierarzt aufsuchen. Denke daran, dass nur ein Spezialist die Ursache für den Juckreiz diagnostizieren und die richtige Behandlung verordnen kann.

Darüber hinaus ist es immer besser, vorsichtig zu sein und professionellen Rat einzuholen, bevor du auf eigene Faust Hausmittel ausprobierst. Denn du weißt nie, wie sie miteinander reagieren werden.

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