Hepatitis beim Hund: Ursachen, Symptome und Behandlung

01 August, 2018
Leberentzündung, auch Hepatitis genannt, kann beim Hund verschiedene Ursachen haben. Lies unseren Artikel zum Thema.

Die Leber ist ein sehr wichtiges Organ im Körper aller Tiere. Genau so hält es sich auch bei Hunden. Sie funktioniert bei ihnen ähnlich wie bei Menschen. Wie beeinträchtigt die Hepatitis unseren Hund?

Die Leber eines Hundes ist für die folgenden Aufgaben zuständig:

  • Die Abbauung von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen.
  • Unterstützung bei der Lagerung von Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Sie übernimmt eine fundamentale Rolle bei der Verdauung.
  • Die Leber ist für die Entgiftung und Entfernung schädlicher Stoffe verantwortlich.
  • Sie stellt Substanzen her, die die Blutgerinnung ermöglichen.

Dies sind ihre wichtigsten Funktionen. Laut Experten jedoch führt die Hundeleber mehr als 1.000 Aufgaben im Körper unserer Fellnasen aus, weswegen man sie als überlebenswichtig bezeichnen kann.

¿Was ist die Hepatitis beim Hund?

Es handelt sich um eine Entzündung der Leber. Während des Entzündungsprozesses können die Zellen dieses Organs verschiedene Schäden erleiden.

Kranker Hund

Ursachen

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen ein Hund an Hepatitis erkranken kann. Dazu gehören:

  • Aufnahme von Urin, Kot oder Speichel infizierter Tiere.
  • Schlechte Ernährung.
  • Vergiftung durch Futter oder Medikamente.

Je nach Ursache wird die Hepatitis beim Hund in verschiedene Typen unterteilt:

Typen von Hepatitis beim Hund

Gewöhnliche Hepatitis: Die Leberentzündung wurde durch die Einnahme von Medikamenten oder einer giftigen Substanz hervorgerufen, die die Leber schädigen kann. Leider zeigen sich die Symptome erst, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist.

Autoimmune Hepatitis: Diese Art von Hepatitis entsteht durch einen “Fehler” im Immunsystem des Hundes. Das natürliche Abwehrsystem deines Hundes verwechselt die Leberzellen mit Schädlingen und zerstört sie.

Virale Hepatitis beim Hund: Man nennt sie auch Hepatitis Contagiosa Canis oder Rubarth-Krankheit. Sie wird durch den Canine Adenovirus 1 hervorgerufen. Sowohl Füchse als auch Hunde können sich durch Kontakt mit Speichel oder Kot infizierter Tiere anstecken.

Es handelt sich hierbei um einen starken, resistenten und sehr ansteckenden Krankheitserreger, der sogar den Tod des Tieres verursachen kann.

Symptome der Hepatitis beim Hund

Die Symptome dieser Krankheit können mit denen vieler anderer Erkrankungen verwechselt werden. Der Besitzer sollte seinen Hund im Auge behalten und bei jeglichem Zweifel den Tierarzt aufsuchen.

Einige Symptome sind:

  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • Ständiger oder unstillbarer Durst
  • Schmerz oder Entzündung in der Bauchgegend
  • Lymphknotenschwellung
  • Verlust von Koordinierung
  • Gelbliche Verfärbung von Augen und Schleimhäuten. Dieses Symptom ist sehr leicht erkennbar.

Die Symptome erscheinen nicht alle gleichzeitig und mit derselben Intensität.

Behandlung

Die Behandlung der Hepatitis beim Hund – wie bei den meisten Erkrankungen – hängt mit ihrer Ursache zusammen. Es ist natürlich immer am besten, vorzubeugen und zu impfen.

Behandlung der gewöhnlichen Hepatitis:

Der Tierarzt verordnet eine symptomatische Behandlung, um Schmerz oder andere Unbequemlichkeiten zu verhindern. Man könnte sagen, dass diese Art von Leberentzündung sich am einfachsten behandeln lässt. Der Experte wird untersuchen, ob es einen Faktor zu beachten gibt, damit das Tier nicht erneut erkrankt. Während der Behandlung muss der Hund einen strengen Nahrungsplan einhalten, der ebenfalls vom Tierarzt verordnet wird.

In der Tierklinik

Behandlung der autoimmunen Hepatitis:

Die Symptome werden behandelt: Der Hund bekommt Arzneimittel verordnet, damit die Funktionen seines Immunsystems kontrolliert werden. Die hierbei angewendeten Medikamente werden Immunmodulatoren gennant und sie sind dafür verantwortlich Leberschaden zu vermeiden.

Behandlung der viralen Hepatitis:

Es werden entzündungshemmende und antibiotische Medikamente verschrieben, die dem Hund helfen, sekundäre Infektionen zu bekämpfen. Dieser Virus kann nicht ganz ausgemerzt werden, weswegen es notwendig ist, allen Symptomen entgegenzuwirken. Insbesondere Erbrechen und Durchfall können durch die Arzneimittel gelindert werden.

Außerdem sollte der Hund einen strengen Ernährungsplan einhalten. Bei Lebererkrankung muss dieser wenig Protein enthalten. Natürlich braucht unsere Fellnase auch viel Ruhezeit, während sie an den Symptomen dieser Krankheit leidet.

Vorbeugung

Gesunde Gewohnheiten beim Hund helfen, gegen Erkrankungen vorzubeugen. Dazu gehört:

  • Ausgeglichene Ernährung
  • Tägliches Training
  • Täglicher Auslauf im Freien
  • Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit

Im Fall der viralen Hepatitis ist die beste Vorbeugung die Impfung.  Man sollte deswegen den Hund schon seit dem Welpenalter regelmäßig zum Tierarzt bringen, damit er alle notwendigen Impfungen erhält. Auch wenn du einen erwachsenen Hund adoptierst, dann solltest du ihn impfen lassen.