Kann Kurkuma dazu beitragen, Fettleibigkeit bei Hunden vorzubeugen?

05 Dezember, 2019
Fettleibigkeit bei Hunden kann verschiedene chronische Krankheiten mit sich bringen. Doch man kann sie mit einem starken Gewürz bekämpfen: Kurkuma

Heute geht es bei uns um das Thema Fettleibigkeit bei Hunden und wie das Gewürz Kurkuma helfen kann, das Problem anzugehen.

Wenn es um Fettleibigkeit bei Hunden geht, dann muss man akzeptieren, dass bei unseren Fellnasen viele ähnliche Kriterien wie bei Menschen gelten.

Was und wie viel wir essen hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden. Dasselbe gilt auch für unsere Hunde.

Falls du oder dein Haustier Gewicht verlieren musst, dann ist die hauptsächliche Strategie zur Veränderung des Körpergewichts, ein Defizit an Kalorien zu erstellen. Verbrennt ein Körper mehr Kalorien als er zu sich nimmt, dann kommt es mit der Zeit zu Gewichtsverlust.

Doch es gibt auch andere Arten, um das Gewicht und die generelle Gesundheit unseres Haustieres zu beeinflussen. So kam es zu dem Ausdruck funktionales Lebensmittel. Den benutzt man für jene, die sich vorteilhaft auf die Gesundheit auswirken, wie zum Beispiel Kurkuma.

Was ist Kurkuma?

Kurkuma, das für den gelb-orangen Ton von indischem Curry verantwortlich ist, entsteht aus der Wurzel der Pflanze Curcuma longa, die zur Familie des Ingwers gehört.

Curcumin, das starke Antioxidanzien und Entzündungshemmer enthält, ist der aktivste Bestandteil von Kurkuma, der auch maßgeblich für die Gesundheitsnutzen verantwortlich ist.

Viele Hunde leiden unter Übergewicht, Kurkuma kann helfen

Das Problem der Fettleibigkeit bei Hunden

Fettleibigkeit ist ein Gesundheitsproblem, da es einen Risikofaktor für viele chronische Krankheiten darstellt. Dazu gehören Herzkrankheiten, Diabetes mellitus, Osteoarthritis und andere.

Bei der Fettleibigkeit breitet sich das Fettgewebe exzessiv aus, was mit schwerwiegenden Stoffwechselstörungen verbunden wird. Immunzellen, die man auch Makrophagen nennt und die entzündungsfördernde Vermittler freisetzen, infiltrieren das angesammelte Fettgewebe.

So kommt es, dass man Fettleibigkeit heutzutage als eine chronische Entzündung niedriger Intensität bezeichnet.

Wie funktioniert Kurkuma gegen Fettleibigkeit bei Hunden?

Kurkuma hat verschiedene Effekte auf das Fettgewebe bei Übergewicht. Es gibt diverse wissenschaftliche Berichte, die zeigen, dass Curcumin die Differenzierung der zellulären Vorläufer des Fettgewebes, der Adipozyten, hemmen kann.

Aufgrund dieses Mechanismus kann Curcumin die Menge der Adipozyten und den Gehalt des Fettgewebes reduzieren.

Es wurde auch berichtet, dass Kurkuma die Ausbreitung und Infiltrierung der Makrophagen im Fettgewebe hemmen kann. Letztendlich erkennt man ebenfalls an, dass es die entzündliche Sekretion der Vermittlerstoffe im Fettgewebe unterdrücken kann.

Sehr interessant ist auch der Effekt der Antioxidanzien im Fettgewebe.

Es gibt Studien, die zeigen, dass Curcumin ein intrazelluläres Protein freisetzt, das normalerweise durch eine Gruppe anderer Proteine in Anspruch genommen wird, wenn es in die Zellen eindringt. Dieses Protein veranlasst den Ausdruck von hunderten von genetischen Zytoprotektoren.

Deshalb kommt es zum Ausdruck von Genen, die Enzyme enthalten, die als Antioxidanzien wirken, und anderen Vermittlern, welche die Immunreaktion und die Entzündung einschränken.

Dicker Hund

Kurkuma im Futter, um Übergewicht beim Hund zu vermeiden

Es kommt häufig vor, dass Kurkuma ein Inhaltsstoff verschiedener Futtermittel und Leckerlis für Hunde ist, die man kommerziell erwerben kann. Nicht nur ist dieses Gewürz sehr gesund, sondern man kann es auch als Geschmacksverstärker einsetzen. Man kann es jedem Futter hinzufügen.

Bioverfügbarkeit

Um all die Nutzen von Kurkuma in Anspruch zu nehmen, ist es wichtig zu wissen, wie es am besten vom Körper aufgenommen wird. Dabei spricht man von Bioverfügbarkeit.

Kurkuma allein hat nicht die beste Bioverfügbarkeit. Deshalb funktioniert es nicht, wenn du einfach nur etwas Gewürz über das Futter deines Hundes streust. Du musst eine ölige Basis schaffen.

Füge schwarzen Pfeffer hinzu

Vielleicht hast du schon bemerkt, dass alle Rezepte mit Kurkuma auch schwarzen Pfeffer enthalten. Dafür gibt es einen guten Grund!

Man hat im schwarzen Pffer eine Phytochemikalie entdeckt – sie nennte sich Piperin – welche die Aufnahme von Curcumin um bis zu 2.000 % verbessern kann. Außerdem hat schwarzer Pfeffer auch antibakterielle Wirkstoffe und Antioxidanzien.

Füge gesundes Fett hinzu

Auch gesunde Fette, wie zum Beispiel Kokosnussöl, verbessern die Bioverfügbarkeit von Curcumin.

Mops auf der Waage

Die richtige Dosis von Kurkuma

Die meisten Hunde erleiden zwar keine Nebenwirkungen durch Kurkuma, doch es ist immer besser vorzubeugen als zu heilen. Die empfohlene Menge Kurkuma für Hunde beträgt 30 bis 40 Miligramm pro Kilo Körpergewicht am Tag.

Experten geben auch an, dass Kurkuma recht schnell vom Körper ausgeschieden wird. Deshalb empfielt es sich, mehrere kleine Dosen bei jeder Fütterung hinzuzufügen, anstatt nur eine am Tag zu füttern.

Nebeneffekte von Kurkuma

Da Kurkuma ganz natürlich ist, hält man es generell für sehr sicher. Doch es gibt dennoch einige mögliche Nebeneffekte.

Kurkuma ist ein Gerinnungshemmer, weshalb es auch ein starker Verbündeter zur Reduzierung des Risikos von Gefäßerkrankungen des Hirns sowie Herzinfarkten ist.

Sollte dein Hund jedoch ein Medikament einnehmen, das ebenfalls gerinnungshemmend wirkt, dann könnte es zu Problemen kommen.

Desweiteren ist Kurkuma ein Bindemittel, weshalb es auch ein tolles Hausmittel für Hunde mit Durchfall darstellt. Trinkt dein Hund allerdings nicht ausreichend, so könnte es zu Verstopfung kommen.

Da Kurkuma so viele tolle Eigenschaften für Hunde hat, könntest du in Versuchung geraten, zu viel davon zu nutzen. Bitte tu das nicht! Lasse dich immer vom Tierarzt über die richtige Dosis und die individuellen Bedürfnisse deines Hundes beraten.

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