Leukämie bei Hunden: Ursachen und Symptome

Leukämie führt bei Hunden zu einem übermäßigen Anstieg der weißen Blutkörperchen. Obwohl diese Krebsart selten vorkommt, ist es dennoch wichtig, die Ursachen und Symptome dieser Krankheit zu kennen.
Leukämie bei Hunden: Ursachen und Symptome

Letzte Aktualisierung: 27 April, 2021

Leukämie bei Hunden ist eine Krebsart, die bei den Vierbeinern glücklicherweise nicht allzu häufig vorkommt. Dennoch ist es wichtig, dass du auf den allgemeinen Gesundheitszustand deines Hundes achtest. Auf diese Weise kannst du die Krankheit schnell identifizieren und behandeln, wenn sie auftritt.

Weißt du, was Leukämie ist? Kennst du die Ursachen und charakteristischen Symptome? Im Folgenden geben wir dir Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

Was ist Leukämie?

Leukämie ist eine Krebsart, die eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen im Blut und im Knochenmark verursacht. Bei Hunden gibt es zwei Arten: die lymphoide Leukämie und die myeloische Leukämie.

Lymphoide Leukämie wird durch Krebszellen in den Lymphknoten verursacht, die das Gewebe schädigen und die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöhen. Die myeloische Leukämie entsteht hingegen, wenn sich Krebszellen im Knochenmark bilden.

Im Allgemeinen halten Experten die akute myeloische Leukämie für die gefährlichere der beiden. Allerdings solltest du die Gefahr nicht ausschließen, nur weil sich eine der beiden Arten als chronisch herausstellt.

Du solltest stets daran denken, dass sich die Symptome der Leukämie bei Hunden verschlimmern können. Ohne eine angemessene Behandlung kann diese Krankheit für dein Haustier tödlich verlaufen. Glücklicherweise gibt es jedoch eindeutige Anzeichen, die es dir ermöglichen, rechtzeitig und richtig zu handeln.

Wenn du bei deinem Hund Symptome einer Leukämie feststellst, solltest du dich umgehend an deinen Tierarzt wenden, so dass dieser einen entsprechenden Behandlungsplan erstellen kann. Im Folgenden gehen wir genauer auf einige der Ursachen, Symptome und Diagnoseverfahren von Leukämie bei Hunden ein.

Leukämie bei Hunden: Hund auf dem OP-Tisch

Was sind die Ursachen einer Leukämie bei Hunden?

Leider konnten die Experten die Ursachen für Leukämie bei Hunden bisher noch nicht genau bestimmen. In den meisten Fällen sind sich die Tierärzte jedoch einig darüber, dass sie sich spontan entwickelt. Somit wäre die Leukämie eine zelluläre Mutation im Knochenmark.

Dennoch sind auch viele Tierärzte der Meinung, dass es einige Elemente gibt, die Hunde für diese Krankheit prädisponieren, obwohl sie die genauen Ursachen bisher nicht konkret benennen können. Zu den Faktoren, die Leukämie verursachen können, gehört beispielsweise die Exposition gegenüber Strahlen (einschließlich der von Haushaltsgeräten erzeugten Radiowellen).

Darüber hinaus können auch einige Viruserkrankungen und der Kontakt mit giftigen Chemikalien (einschließlich einiger Reinigungsprodukte) prädisponierende Faktoren sein.

Da Wissenschaftler die Ursachen der Leukämie bei Hunden noch nicht genau ermittelt haben, ist sie nicht vollständig vermeidbar. Allerdings kann eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung das Risiko zur Entwicklung der Krankheit weitgehend reduzieren.

Die Symptome von Leukämie bei Hunden

Die Symptome variieren geringfügig je nach Art der Leukämie, an welcher dein Haustier erkrankt ist. Darüber hinaus hängen sie auch davon ab, ob die Krankheit chronisch oder akut verläuft. Im Falle einer akuten Leukämie verschlechtern sich die Symptome schnell und erfordern eine sofortige Behandlung.

Im Gegensatz dazu sind die Symptome einer chronischen Leukämie anfangs etwas schwieriger zu erkennen. Da sich die Pathologie im Laufe der Zeit ausbreitet, entwickeln sich die Anzeichen bei einem chronischen Verlauf ganz allmählich.

Einige Hunde mit chronischer Leukämie zeigen überhaupt keine Symptome. In diesen Fällen kann die Krankheit nur durch routinemäßige Blutuntersuchungen entdeckt werden. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass du dein Haustier regelmäßig zu einer Routineuntersuchung bei deinem Tierarzt vorstellst.

Leukämie betrifft in der Regel erwachsene oder ältere Haustiere, die meist sechs Jahre oder älter sind. Einige der häufigsten Symptome, auf die du achten solltest, sind folgende:

  • Blasses Zahnfleisch
  • Weißlich gefärbte Zunge
  • Plötzlicher Appetitverlust oder eine Gewichtsabnahme
  • Schwäche
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Übermäßiger Durstanstieg oder plötzliche Dehydration
  • Unregelmäßige Atmung oder ein unregelmäßiger Herzschlag
  • Blutergüsse oder übermäßiges Bluten aus kleinen Wunden
  • Ständige Infektionen
  • Langsame Heilung
  • Veränderungen des Temperaments des Hundes oder aggressives Verhalten

Leider sind diese Symptome fast identisch mit denen vieler anderer Erkrankungen, wie beispielsweise vieler anderer Krebsarte oder Autoimmunerkrankungen. Für eine korrekte Diagnose solltest du daher deinen Tierarzt konsultieren.

Weiße Blutkörperchen : Leukämie bei Hunden

Die Diagnosestellung

In vielen Fällen entwickelt sich die Krankheit langsam und ihre äußeren und offensichtlichen Symptome treten im Anfangsstadium nicht auf. Aus diesem Grund wird Leukämie in den meisten Fällen durch eine routinemäßige Blutuntersuchung entdeckt.

Wenn der Bluttest deines Hundes eine hohe Anzahl weißer Blutkörperchen zeigt, wird dein Tierarzt wahrscheinlich weitere Tests durchführen. Diese Tests bestimmen, ob die weißen Blutkörperchen auf eine Infektion, Leukämie oder andere Erkrankungen hinweisen.

Wenn du die vorherigen Blutuntersuchungen deines Hundes noch hast, solltest du deinem Tierarzt diese Ergebnisse ebenfalls zur Verfügung stellen. Auf diese Weise kann er die „normalen“ Werte des Tieres vor der Krankheit bestimmen.

Für den Fall, dass dein Tierarzt bei deinem Hund Leukämie diagnostiziert, wird er die beste Behandlungsmethode festlegen. Im Allgemeinen können die meisten Symptome gelindert werden. Obwohl Leukämie nie vollständig geheilt werden kann, überleben viele Hunde dennoch jahrelang.

Es könnte dich interessieren ...
Vorsorge gegen Krebs bei Hunden
My AnimalsRead it in My Animals
Vorsorge gegen Krebs bei Hunden

Dank der Fortschritte in der Tiermedizin und der guten Ernährung leben Hunde jetzt länger. Aber da nichts perfekt ist, werden Tiere manchmal krank. Heute geben wir Ihnen einige Tipps, Wie man Krebs bei Hunden verhindert, eine Krankheit, die nicht mehr unheilbar ist oder zum Tod führen muss.



  • Fabián, A., Carmen, M., & Gasccón, M. (2001). Las alteraciones de la médula ósea en el perro y el gato. Clínica veterinaria de pequeños animales, 21(3), 0232-249.
  • Flores, E. (1986). Epidemiología del cáncer en perro y gato. Monografias de Medicina Veterinaria, 8(2).
  • Martínez, E. M., Fragío, C., & Díez Bru, N. (1995). Leucemia linfocítica crónica y su respuesta al tratamiento en un perro. Clínica veterinaria de pequeños animales, 15(4), 0217-220.