Wie man einen epileptischen Hund unterstützend pflegt

24 Juli, 2018
Um einen epileptischen Hund zu pflegen, sollte man vor allem Hand in Hand mit dem Tierarzt arbeiten. Im folgenden Artikel geben wir dir einige zusätzliche Tipps.

Einen epileptischen Hund  pflegt man am besten durch einfache Verhaltensweisen. Diese erhöhen die Lebensqualität des Tieres. Sie sind die beste Art sicherzustellen, dass die Gesundheit deines Tieres sich mit dem Fortschreiten der Krankheit nicht verschlechtert.

Epilepsie besser kennenlernen

Idiopathische Epilepsie ist eine körperliche, vererbte Störung, die die Hirnzellen angreift. Ihr einziges Symptom sind die bekannten Anfälle oder epileptischen Krisen.

Es handelt sich hierbei nicht um eine geistige Erkrankung. Bei einem epileptischen Hund gibt es keine Lernbehinderung oder Charakterdefizienz. Er kann sich genauso gesund entwickeln und leben wie jeglicher andere Hund.

Die Hauptursache dieser Erkrankung bleibt unbekannt. Da sie jedoch viel mit Genen zu tun hat, sind einige Rassen anfälliger. So zum Beispiel der Deutsche Schäferhund, Labrador, Golden Retriever, Bernhardiner, Beagle, Irish Setter und Pudel.

Was steckt hinter den Krampfanfällen bei einem epileptischen Hund?

Man hat entdeckt, dass die epileptischen Krisen durch zu viel elektrische Aktivität in bestimmten Neuronen ausgelöst wird. Die Zellen werden nervös und hypersensibel. Dadurch wird eine Erregung ausgelöst, die die normale Hirnfunktion für einen Moment außer Kraft setzt.

Das erklärt, warum epileptische Personen und Hunde die motorische Koordination während eines Krampfanfalles verlieren. Es kann auch zu unkontrollierten Bewegungen und Bewusstseinsverlust kommen.

Wie wird Epilepsie bei Hunden festgestellt?

Epilepsie entwickelt sich still im Organismus des Hundes. Man kann sie nur ab dem ersten Krampfanfall diagnostizieren. Bei epileptischen Hunden tritt der erste Anfall oft zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem fünften Lebensjahr auf.

Man sollte zuerst andere Ursachen ausschließen. Die Krampfanfälle können auch Symptome für andere, gravierendere Krankheiten sein. Bei Hirntumoren, Leberversagen, Staupe, Diabetes, Kopfverletzungen oder Vergiftung kann das zum Beispiel der Fall sein.

Wenn ein Hund unter einem Krampfanfall leidet, dann muss man ihn sofort zum Tierarzt bringen. Eine frühe Diagnose ist wichtig, um die Pflege eines epileptischen Hundes zu optimieren.

Kann man Epilepsie behandeln oder vorbeugen?

Es gibt weder eine Behandlung noch eine spezifische Vorbeugung. Die Ursachen von Epilepsie sind bisher unbekannt. Doch man kann die Symptome erleichtern und die Lebensqualität des Tieres verbessern.

Oft verschreibt der Tierarzt dem Hund ein krampflösendes Mittel, damit die Krisen nicht öfter auftreten. Nur ein Tierarzt kann eine adäquate Behandlung empfehlen. Er beobachtet dabei die Entwicklung jedes individuellen Tieres.

Wie pflegt man einen epileptischen Hund?

Epilepsie ist keine tödliche Krankheit, doch die Krampfanfälle können die Gesundheit deiner Fellnase verschlechtern, wenn sie sehr oft vorkommen. Die Pflegetipps sind deswegen darauf ausgerichtet, die Risiken eines Krampfanfalles zu vermindern und das Tier zu stabilisieren.

  1. Regelmäßiger Tierarztbesuch

Tierarztbetreuung für einen epileptischen Hund

Regelmäßige Untersuchungen durch einen Tierarzt sind die beste Art, vielen Krankheiten vorzubeugen. Ein epileptischer Hund sollte alle sechs Monate untersucht werden, um die Entwicklung der Krankheit zu beobachten. Der Gesundheit des Tieres zuliebe sollte man darauf achten, wie oft und wie intensiv die Krämpfanfälle vorkommen.

Auch eine Blutuntersuchung steht alle sechs Monate an. Besonders bei Hunden, die mit Phenobarbital behandelt werden. Zu hohe Konzentration der Wirkstoffe im Blut können Fettleibigkeit und Leberschäden hervorrufen.

  1. Adäquate Arznei

Wir wissen, dass es am besten ist, unsere Hunde nicht zu vielen Pharmazeutika auszusetzen. Bei einem epileptischen Hund ist eine angebrachte Arznei jedoch notwendig, um das Gleichgewicht seines Organismus zu erhalten.

Die Krampfanfälle kosten das Tier viel Energie, besonders wenn sie oft vorkommen. Durch eine pharmakologische Behandlung wird die Häufigkeit und Intensität der Anfälle vermindert. Das schützt den Hund.

  1. Stress vermindern

Man hat festgestellt, dass Epilepsie viel mit den Emotionen zu tun hat. Epileptische Menschen oder Hunde, die täglich viel Stress ausgesetzt sind, haben öfter Krampfanfälle.

Das Temperament des Besitzers ist ausschlaggebend für das Verhalten des Hundes. Deshalb muss der Besitzer oft den Lebensstil ändern, damit der Hund nicht mehr unter so viel Stress leidet. Auch wenn viel Ruhe nicht das genetische Erbgut ändert, so reduziert sie doch die Krampfanfälle.

Fitness mit einem epileptischen Hund

  1. Elementare Vorbeugungsmaßnahmen

Regelmäßige Impfung und Entwurmung sind elementare Vorbeugungsmaßnahmen für das Wohlempfinden des Hundes.

Er braucht eine ausgewogene Ernährung und regelmäßigen Auslauf, um sein Immunsystem zu stärken. Das hilft auch dabei, seinen Stoffwechsel auszugleichen und Übergewicht vorzubeugen.

  1. Wie verhält man sich bei einer epileptischen Episode

Bei guter Pflege reduzieren sich zwar die Krampfanfälle, doch sie werden nicht ausgeschlossen. Deshalb ist es grundlegend, dass ein guter Besitzer weiß, wie er seinem Hund während eines Anfalls helfen kann.

Wie reagierst du bei einem epileptischen Anfall deines Haustieres?

  1. Bleib ruhig und behalte deinen Kopf.
  2. Bring das Tier auf eine glatte, stabile Oberfläche, wo es nicht herunterfallen oder sich wehtun könnte. Du kannst es auf eine Matratze oder ein Kissen legen, damit es etwas bequemer ist.
  3. Versuche niemals die Zunge des Tieres herauszuziehen oder deine Hand in sein Maul zu stecken. Der Hund kann sich selbst auf die Zunge beißen oder deine Hand unbewusst verletzen.
  4. Wenn der Tierarzt ein krampflösendes Mittel verordnet hat, dann jetzt den Gebrauchsanweisungen folgen.
  5. Gib dem Hund Zeit, zu sich zu kommen, wenn der Anfall vorüber ist. Stelle ihm ein ruhiges Umfeld zur Verfügung und gib ihm Raum, um zu atmen und wieder zu Bewusstsein zu gelangen.