Staupe bei Hunden

27 Juli, 2018
Staupe ist eine ernsthafte Viruserkrankung, die tödlich enden kann. Lies mehr über dieses Thema in unserem Artikel.

Staupe bei Hunden ist eine sehr verbreitete Erkrankung. Sie kann zwar nicht an Menschen weitergegeben werden, doch ist zwischen Hunden sehr ansteckend und hat eine hohe Todesrate.

Die Verbreitung des Krankheitserregers hat oft mit fehlender Hygiene im Lebensraum der Tiere zu tun. Die Überbevölkerung bei Straßenhunden macht Welpen zum Beispiel besonders anfällig. So breitet sich die Staupe bei Hunden schnell aus.

Deswegen ist es wichtig, einen Hund kurz nach der Adoption zu entwurmen und zu impfen. Ein starkes Immunsystem ist die beste Garantie für gute Gesundheit.

Was ist Staupe bei Hunden?

Welpenfreude

Staupe bei Hunden ist eine ansteckende, akute Viruserkrankung, die den Verdauungstrakt und die Atemwege angreift. In schlimmen Fällen kann sie auch das zentrale Nervensystem und Neuronen betreffen.

Sie wird durch einen Virus übertragen, der zu der Familie Paramyxovirus der Gattung Morbillivirus gehört.

Dieser Mikroorganismus ähnelt dem, der im Menschen Masern verursacht. Er ist bemerkenswert resistent und kann auch in schlechten Konditionen überleben. Er kapselt sich einfach ein, bis er erneut seine Aktivität aufnimmt.

Dank seiner Resistenz ist er auf der ganzen Welt verbreitet und macht Tierärzten auf allen Kontinenten Sorgen. Er kann Tiere jedes Alters, jeder Rasse und jeder Größe angreifen, tritt jedoch am häufigsten bei Welpen auf.

Jeder Hund reagiert anders

Der Organismus eines Welpen ist anfälliger und verletzbarer. Sein Immunsystem hat sich noch nicht voll entwickelt, um die verschiedenen Mikroorganismen in seiner Umgebung zu bekämpfen. Davon abgesehen befindet er sich im Wachstum und das trägt der Vermehrung des Virus bei.

Kranke oder immungeschädigte Hunde sind ebenfalls anfälliger für Staupe und andere Infektionen. In diesen Fällen sind die Symptome meist viel schwerwiegender und der Gesundheitszustand des Hundes verschlechtert sich sehr schnell.

Dieser Virus betrifft oft auch andere hundeartige, wilde Tiere. Wölfe, Koyoten, Schakale, Füchse und Dingos (australische Wildhunde) können sich ebenfalls infizieren. In seltenen Fällen wurde der Virus auch bei Ottern, Wieseln und Waschbären gefunden.

Eine hohe Todesrate

Staupe bei Hunden wird wegen der hohen Todesrate und der schnellen Verbreitung im Organismus gefürchtet. Fast 90% aller infizierten Hunde sterben. Wenn die Tiere überleben, kann die Krankheit schwere Folgeschäden am zentralen Nervensystem verursachen.

Was sind die Symptome von Staupe?

Die Inkubationsphase beträgt zwischen 12 und 20 Tagen. Die ersten Symptome sind für gewöhnlich Sekretionen und Eiter an den Ohren und der Schnauze.

Wenn die Krankheit fortschreitet, können die folgenden Kennzeichen auftreten:

  • Fieber
  • Husten
  • Schlaffheit, Lethargie und vermehrtes Schlafen
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall und Erbrechen
  • Schwellung der Tatzen
  • Atmungsbeschwerden

Das Tier kann danach unter Unterernährung, Dehydrierung und Appetitlosigkeit leiden. In seiner schlimmsten Phase erreicht der Virus das Nervensystem und verursacht dort Krämpfe, Konvulsionen und Lähmung.

Wie steckt ein Hund sich an?

Der Virus wird direkt übertragen. Die weit verbreitetste Ansteckungsweise ist durch die Luft. Der Hund atmet den Krankheitserreger ein oder nimmt ihn durch die Umwelt auf. Die Luft ist oft kontaminiert, wenn ein infiziertes Tier zuvor an diesem Ort war.

Hunde können sich auch durch infiziertes Wasser oder Futtermittel anstecken. Deswegen ist es wichtig, dass deine Fellnase ihren Fress- und Wassernapf nicht mit anderen, unbekannten Tieren teilt. Jedes Tier sollte sein eigenes Umfeld und seine eigenen Accessoires besitzen, um sich zu ernähren.

Gibt es eine Behandlung gegen Staupe bei Hunden?

Es gibt kein Arzneimittel, um den Paramyxovirus aus dem Organismus des Hundes zu entfernen. Virusinfektionen sind in der Regel wesentlich schwerer zu behandeln als Bakterien- oder Pilzerkrankungen.

Welpen sind oft anfälliger für Staupe
Bildquelle: Hugo A. Quintero G.

Man kann Staupe nur behandeln, indem man das Immunsystem des Hundes stärkt, die Symptome lindert und Sekundärinfektionen vermeidet.

Eine frühe Diagnose ist der Schlüssel, um die Heilungschancen des Tieres zu erhöhen. Deswegen ist es grundlegend beim Verdacht von Staupe sofort den Tierarzt aufzusuchen und auch über den Organismus unseres Hundes gut informiert zu sein.

Wie kann man Staupe bei Hunden vorbeugen?

Verantwortungsbewusste Hundehaltung ist die beste Vorbeugung gegen Staupe. Du musst unbedingt dein Tier regelmäßig impfen und entwurmen lassen, damit seine Gesundheit erhalten bleibt.

Eine ausgeglichene Ernährung und regelmäßiger Auslauf und Fitness sind ebenfalls grundlegend für die gesunde Entwicklung jeder Spezies.