Brusttumore bei Hunden: Vorbeugende Maßnahmen

25 Januar, 2021
Es ist wichtig zu wissen, dass ein Tumor nicht gleichbedeutend mit Krebs ist. Hier findest du einige Empfehlungen, die dazu beitragen können, dass dein bester Freund gesund bleibt und sich das Risiko der Bildung von Tumoren verringert.

Brusttumore bei Hunden sind anomale Gewebe, die aus der unkontrollierten und beschleunigten Vermehrung von Brustdrüsenzellen stammen. Sie hängen mit den weiblichen Hormonen zusammen, obwohl nicht nur Hündinnen davon betroffen sein können.

Es ist wichtig zu wissen, dass ein Tumor nicht gleichbedeutend mit Krebs ist. Es gibt gutartige Gewebe, die harmlos sein können oder begrenzte lokale Auswirkungen haben. Diese können normalerweise operativ entfernt werden, ohne größeren Schaden am Körper zu verursachen.

Bösartige Tumore sind einer Krebsdiagnose gleichzusetzen. Sie verhalten sich aggressiv und können sich auf andere Gewebe und Organe ausbreiten (Metastasierung).

Brusttumore bei Hunden: Wie kannst du sie verhindern?

Die Ursachen der Entstehung von anomalen Geweben in verschiedenen Teilen des Körpers sind nicht vollständig durch die Tiermedizin geklärt. Man vermutet, dass einige Rassen genetisch dazu veranlagt sind. Allerdings ist diese Annahme nicht bewiesen.

Sterilisation, Schlüssel zur Vorbeugung der Brusttumore bei Hunden.

Daher lässt sich auch nicht genau bestimmen, welche vorbeugenden Maßnahmen gegen Brusttumore bei Hunden wirksam sein könnten. Dennoch kannst du durch eine Reihe von Gewohnheiten und vorbeugenden Maßnahmen das Immunsystem deines Hundes stärken und seine Gesundheit erhalten.

Nachfolgend findest du einige Empfehlungen, die dazu beitragen können, dass dein bester Freund gesund bleibt und sich infolgedessen das Risiko einer Tumorbildung verringert:

Vorbeugende Medizin und regelmäßige Untersuchungen

Alle Haustiere, unabhängig von ihrer Spezies, Rasse und Alter, sollten vorbeugende Medizin erhalten. Außerdem ist ein regelmäßiger Tierarztbesuch ratsam, um den Impf- und Entwurmungsausweis des Tieres auf dem neuesten Stand zu halten.

Darüber hinaus solltest du beachten, dass Tiere, bei denen bereits eine Krankheit diagnostiziert wurde, regelmäßige Untersuchungen benötigen. Der Tierarzt wird die notwendigen Untersuchungen durchführen, um den aktuellen Gesundheitszustand festzustellen.

Ausgewogene Ernährung und geeignetes Gewicht

Ein optimales Gewicht ist für die Gesundheit aller Rassen unerlässlich. Übergewicht führt zu einer Vielzahl damit in Zusammenhang stehender chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes. Darüber hinaus beschleunigt es die Abnutzung des Herzens und erhöht das Risiko der Degeneration von Muskeln und Knochen.

Eine ausgewogene Ernährung ist für ein ideales Gewicht von entscheidender Bedeutung. Daher solltest du deinen Hund nur mit einem qualitativ hochwertigen und ausgewogenen Futter ernähren. Zudem solltest du ihn nicht mit menschlicher Nahrung oder mit fettreichen oder stark gewürzten Lebensmitteln füttern.

Ältere Hunde bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit.  Ab dem Alter von sieben Jahren verlangsamt sich der Stoffwechsel, was zu einer Gewichtszunahme, erhöhter Lipidkonzentration und abnehmender Muskelmasse führt. Deshalb sollte die Ernährung älterer Hunde weniger Kohlenhydrate und Fette enthalten, aber reich an hochwertigen Proteinen sein.

Regelmäßige körperliche Bewegung

Körperliche Bewegung ergänzt eine ausgewogene Ernährung und gewährleistet eine aktive und gesunde Routine für dein Tier. Hunde mit einer Herzschwäche benötigen kurze Spaziergänge mit regelmäßigen Pausen.

Daher sollte ein gesundes und junges Tier tägliche Spaziergänge von mindestens einer halben Stunde unternehmen. Wenn dein Tier an einer Erkrankung leidet, solltest du die spezifischen Anweisungen und Empfehlungen deines Tierarztes befolgen, da dein Hund dann möglicherweise andere Bedürfnisse hat.

Brusttumore bei Hunden: Sterilisation ist der Schlüssel zur Vorbeugung

Etwa 90% der Brusttumore bei Hunden werden bei nicht sterilisierten ausgewachsenen Weibchen diagnostiziert. Darüber hinaus solltest du wissen, dass eine nicht kastrierte Hündin anfälliger für Erkrankungen der Gebärmutter und der Eierstöcke ist.

Außerdem trägt eine Sterilisation dazu bei, die hormonellen Veränderungen und das Verhalten von Hündinnen während der Läufigkeit zu verbessern. Die Hündin ist ruhiger, lockt keine Rüden an und verspürt kein Bedürfnis mehr, das Haus auf eigene Faust zu verlassen.

Bei Rüden bietet die Kastration den Vorteil, dass kein aggressives Verhalten durch Territorialstreitigkeiten entsteht. Darüber hinaus erleichtert sie auch das Training der Hunde und das Zusammenleben mit anderen Hunden. Und wann wird eine Kastration empfohlen? Dies hängt hauptsächlich von der Größe und dem Alter des Tieres ab.

Experten empfehlen die Kastration zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat bei Hündinnen von winziger oder kleiner Größe. Dann kann diese Maßnahme die meisten Gebärmuttererkrankungen verhindern und das Risiko von Brusttumoren verringern.

Brusttumore bei Hunden

Wenn du einen Rüden hast, solltest du ihn in seinem ersten Lebensjahr kastrieren lassen. Dies dient der Vorbeugung von Tumoren und Prostataerkrankungen.

Bei Hündinnen und Rüden mittlerer Größe solltest du idealerweise bis zum 18. Lebensmonat abwarten, denn eine frühere Sterilisation erhöht häufig das Risiko für Knochenkrebs.

Zusammenfassend können wir sagen, dass sich Brusttumore bei Hunden in der Regel unbemerkt entwickeln und voranschreiten. Daher ist es sehr wichtig, dass du Veränderungen im Verhalten deines Hundes frühzeitig bemerkst und darauf entsprechend reagierst. Dann kann der Tierarzt zeitnah eine Diagnose stellen und umgehend eine Behandlung einleiten. Und dies wiederum erhöht natürlich auch die Heilungschancen.