Epilepsie bei Hunden - wie hilft man ihnen?

27 Juni, 2018
Es gibt auch bei Hunden Epilepsie. Wir erklären dir, wie man die Fellnasen gut bei einem Anfall schützt.

Epilepsie ist niemals eine angenehme Krankheit. Leider können auch unsere Haustiere darunter leiden. Es macht keinen Spaß, einem Hund dabei zuzusehen, wie er unter Epilepsie leidet. Doch es gibt Richtlinien, wie man die Hunde behandeln sollte.

Jeglicher Hund kann unter Epilepsie leiden, dennoch gibt es einige Rassen, bei denen die Krankheit öfter autritt als bei anderen. Zu diesen gehören der Deutsche Schäferhund, Bernhardiner, Setter, Pudel, Basset, Dackel und Beagle.

Die Gründe sind fast immer erbschaftlich bedingt. Die Anfälle beginnen meistens zwischen dem sechsten Lebensmonat und fünften Lebensjahr. Es ist von großer Wichtigkeit zu wissen, wie man bei den Anfällen reagieren muss. So kann man dem Tier helfen, eine bessere Lebensqualität zu haben.

Wie behandelt man einen Hund mit Epilepsie?

Pudel mit Epilepsie

Die Epilepsie bei Hunden verläuft ähnlich wie bei Menschen. Es ist eine Hirnkrankheit, bei der Anfälle in unbestimmten Zeitabständen geschehen. Die Tiere erleiden die Anfälle aufgrund von elektrischen Entladungen, die sich im Gehirn abspielen.

Bei den Anfällen beginnen die Tiere exzessiv ihre Gliedmaßen zu bewegen und zu zucken. Sie stoßen übermäßig Speichel aus, können den After nicht kontrollieren und werden bewusstlos.

Was können wir bei einem epileptischen Anfall tun?

  • Behalte vor allem die Ruhe. Sei nicht nervös und versuche dein Tier an einen Ort zu bringen, an dem es nicht fallen oder sich anstoßen kann.
  • Lege den Hund auf eine weiche Oberfläche, wie zum Beispiel eine Matratze oder ein paar Kissen. So wird er sich nicht am Boden verletzen, falls er unter Konvulsionen leidet.
  • Auch wenn du denkst, es sei eine gute Idee, die Zunge des Hundes herauszuziehen, so ist das nicht so! Er kann sich daraufbeißen und so entsteht noch mehr Schaden.
  • Gib ihm einen ruhigen Zufluchtsort, wenn der Anfall vorbei ist. Er braucht einige Minuten Erholung, da er durch den Anfall geschwächt und energielos ist.
  • Wenn dein Tierarzt dir ein Medikament verschrieben hat, um deine Fellnase zu entspannen, dann solltest du es ihm direkt nach einem Anfall geben. Normalerweise handelt es sich hierbei um Muskelentspannungsmittel, die man rektal verabreicht.

Woher weiß ich, dass mein Hund einen Anfall haben wird?

Nicht alle Anfälle sind gleich, einige sind stärker als andere. Doch es gibt immer einige Warnzeichen, dass der Hund einen Anfall erleiden wird.

Deine Fellnase könnte nervös oder unruhig sein, da sie selbst spürt, dass etwas in ihrem Körper vor sich geht. Auf diese Art möchte sie dich warnen.

Warum ist es wichtig, auf diese Signale zu achten? Du kannst so verhindern, dass dein Hund sich anschlägt oder verletzt. Du kannst ihn an einen geschützten Ort bringen, wo er nirgendwo herunterfällt.

Gibt es eine Heilung für Hunde mit Epilepsie?

Epilepsie bei Schäferhunden

Selbst wenn diese Krankheit fürchterlich ist, so ist sie zum Glück nicht tödlich. Natürlich gefällt es keinem Hundebesitzer, seine Fellnase leiden zu sehen. Auch wenn es sich nur um ein paar Minuten oder Sekunden handelt, so kann das dem Besitzer eines epileptischen Hundes wie eine Ewigkeit vorkommen.

Normalerweise müssen Hunde bei einem epileptischen Anfall nicht zum Notdienst. Dort sollte man sie hinbringen, wenn die Anfälle sich sehr oft wiederholen und nur wenig Zeit dazwischen vergeht.

Genetisch vererbte Epilepsie ist für gewöhnlich idiopathisch. Das bedeutet, dass sie nicht heilbar ist und dein Hund lebenslang in Behandlung sein sollte.

Doch es gibt auch Epilepsie aufgrund von einem Hirntumor oder mangelnder Durchblutung. Diese lässt sich durch eine Operation heilen.

Meistens ist die Epilepsie jedoch vererbt und es gibt keine Heilung. Deswegen ist es wichtig, dass du dein Tier beobachtest und bemerkst, wenn es einen Anfall haben wird. So kannst du es vor Verletzungen und Schäden schützen. Das wird deiner Fellnase das Leben um einiges schöner und leichter machen.