Veterinärneonatologie: Welche Aufgaben hat sie?

04 August, 2020
Diese Wissenschaft kümmert sich um die Mutter und beobachtet das Verhalten des Wurfs, um das Sterben der Tiere zu verhindern. Erfahre heute, welche Aufgaben die Veterinärneonatologie im Einzelnen wahrnimmt.

Ähnlich wie bei der Geburt von Kindern kümmert sich die Veterinärneonatologie um die Welpen der Tiere. Diese Wissenschaft befasst sich mit der Grundversorgung von Neugeborenen in ihren ersten Lebenstagen.

Ein neugeborener Welpe benötigt besondere Aufmerksamkeit für sein Überleben. Die Veterinärneonatologie befasst sich mit den ersten 15 Tagen des Lebens der Welpen.

Darüber hinaus kümmert sich diese Wissenschaft auch um die Mutter und beobachtet das Verhalten des Wurfes mit dem Ziel, die Sterblichkeit zu senken.

Welche Aufgaben hat die Veterinärneonatologie?

Die Veterinärneonatologie übernimmt einen Teil der Aufgaben, die die Mutter mit ihrem neugeborenen Welpen hat.

1. Die Beobachtung. Beobachten ist die erste der Funktionen, die von einem Spezialisten in diesem Bereich erledigt wird. Nicht alle Welpen verhalten sich auf die gleiche Weise, obwohl sie die gleichen Instinkte haben.

Die Entwicklung des Welpen bis zu seiner Unabhängigkeit dauert ungefähr einen Monat. Mit 14 Tagen beginnt er seine Augen zu öffnen und sein Gehör zu entwickeln.

Welche Aufgaben hat die Veterinärneonatologie?

In der dritten Woche machen Welpen ihre ersten Schritte und fangen an, ihrer Mutter zu folgen. Sie machen ihr auch alles nach und lernen daraus.

Das Verhalten der Mutter hat entscheidenden Einfluss auf das Befinden der Kleinen. Eine nervöse Mutter kann ihre Nervosität auf ihre Welpen übertragen. Diese Tatsache kann auch die Ursache für ein Problem mit einem der Neugeborenen sein.

2. Kontrolle von Gewicht und Größe. Es gibt allgemeine Maße, die das normale Wachstum von Tieren angeben. So kann man genau überwachen, ob die Entwicklung des Welpen normal ist.

Der Neonatologe kontrolliert das Gewicht, um sicherzustellen, dass die Entwicklung des Tieres mit seiner Rasse übereinstimmt. Neugeborene sollten ihr Gewicht zwei Wochen nach der Geburt verdoppelt haben.

Wenn dies nicht der Fall ist, ist es wichtig, seine Ernährung, die Häufigkeit der Fütterung und die Hydratation zu überprüfen. Möglicherweise hat der Welpe Probleme mit dem Saugreflex oder seine Brüder und Schwestern lassen ihm keinen Platz zum Fressen.

Die Hygiene und der richtige Platz für die Welpen

3. Zu den Aufgaben der Veterinärneonatologie gehört die Hygiene des Welpen. Das beinhaltet die Reinigung der Welpen von Kot und auch des Bereiches, in dem sie sich aufhalten.

Es ist wichtig, Welpen in einer sauberen Umgebung zu halten, um Infektionen oder Krankheiten zu vermeiden. Was die persönliche Hygiene anbelangt, kümmern sich die Mütter als erste darum, ihre Neugeborenen sauber zu halten. Wenn die Mutter nicht anwesend ist, kann der Welpe mit einem feuchten Tuch vorsichtig gereinigt werden.

4. Der Platz, an dem die Welpen von Beginn an gehalten werden, ist sehr wichtig. Er sollte nicht zu feucht sein, um Erkältungen oder Grippe zu vermeiden. Aber auch nicht zu trocken, weil sie dehydratisieren könnten.

Krankheiten, gegen die die Veterinärneonatologie vorbeugt

Die ideale Temperatur für Neugeborene liegt zwischen 27 und 32 Grad Celsius, was bei den Welpen für eine Körpertemperatur von 34 bis 36 Grad sorgt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass es ein belüfteter Ort ist, um frühe Infektionen zu vermeiden.

Krankheiten, zu deren Vorbeugung die Veterinärneonatologie beiträgt

1. Neonatale Hypoxie. Diese tritt auf, wenn der Welpe während der Geburt Fruchtwasser einatmet. Diese Hypoxie kann den Zusammenbruch der Atemwege verursachen.

Eine Möglichkeit zur Vorbeugung ist die Unterstützung der Mutter während der Geburt.

Wenn ein Fall von Hypoxie auftritt, reinigt der Neonatologe die Atemwege. Mit einer Spritze saugt er den Bereich des Rachens und des Kehlkopfes ab.

2. Hypothermie tritt auf, wenn der Welpe zu kalt ist. Dies passiert häufig bei kleinen Würfen, weil sich die Hunde dann nicht genügend aneinander kuscheln können, um sich gegenseitig zu wärmen.

Um das Neugeborene wieder zu wärmen, wird es auf eine Wärmedecke gelegt. Du kannst es aber auch zwischen zwei Wärmflaschen legen. Die Erhöhung der Körpertemperatur sollte stetig erfolgen, um einen zu heftigen Schock für den Welpen zu vermeiden.

3. Dehydratation. Dehydratation kann auf eine sehr trockene Umgebung zurückzuführen sein. Es kann auch sein, dass sich der Welpe nicht richtig ernährt.

Diesen Zustand erkennt man am besten anhand des Gewichts. Je nach Rasse muss ein Welpe kontinuierlich zunehmen. Ein Beispiel: Ein Welpe, der als erwachsener Hund 20 kg wiegen wird, sollte als Junghund täglich 40 bis 80 g schwerer werden. Bei akuter Dehydratation muss der Neonatologe das Neugeborene mit Zuckerwasser oder Milchprodukten ernähren.

Weitere Erkrankungen, die bei Welpen auftreten können

4. Hypoglykämie ist die Abnahme der Blutzuckerwerte. Die Symptome sind unter anderem Schwäche, Schwindel und Atemnot.

Die Hauptursache kann ein Problem bei der Mutter sein. Wenig Milchproduktion, Brustdrüsenentzündung oder Stress. Um das Neugeborene schnell zu regenerieren, ist es nötig, zum künstlichen Stillen überzugehen.

Es gibt andere Krankheiten, die den Welpen von der Mutter vererbt sein können. Die meisten hängen mit einem Mangel an Vitaminen und Nährstoffen und mit Infektionen durch Bakterien zusammen.