Was ist Hüftdysplasie bei Hunden und wie wird sie behandelt?

19 Juli, 2018
Nach einem gewissen Alter beginnen Haustiere an bestimmten Krankheiten und Störungen zu leiden.

Nach einem gewissen Alter beginnen Haustiere an bestimmten Krankheiten und Störungen zu leiden. Hüftdysplasie bei Hunden ist bei einigen Rassen normal, sie ist erblich, aber nicht angeboren (nicht bei der Geburt vorhanden). Im folgenden Artikel erfährst du was Hüftdysplasie bei Hunden ist und wie sie behandelt wird.

Was du über Hüftdysplasie bei Hunden wissen solltest

Es ist eine Krankheit, die die Knochen befällt und obwohl sie ein paar Monate nach der Geburt auftreten kann, ist es häufiger, dass sie erst nach dem achten Geburtstag des Tieres auftaucht. Hüftdysplasie bei Hunden ist degenerativ (sie wird mit der Zeit schlimmer) und wird durch eine Fehlbildung im Hüftgelenk verursacht.

Sie kann Lahmheit, Schmerzen und Schwierigkeiten beim Gehen, Sitzen oder Treppensteigen verursachen. Sie ist in der Regel bilateral, was bedeutet, dass sie beide Hinterbeine gleichermaßen betrifft. Dieses Problem tritt häufiger bei großen Rassen wie dem Deutschen Schäferhund, Dobermann, Labrador Retriever, Boxer, Dalmatiner und Irish Setter auf.

Hüftdysplasie bei Hunden - Schäferhund

Es betrifft auch Tiere, die schnell an Gewicht und Körpervolumen zunehmen. Daher wird gesagt, dass Hüftdysplasie bei Hunden durch äußere Faktoren wie Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht verursacht werden kann.

Der Hauptgrund für die Krankheit ist jedoch der genetische Faktor. Ein Welpe, der keine Dysplasie-Gene hat, wird sie niemals entwickeln, selbst wenn er übergewichtig oder älter ist. Je nach Amplitudenwinkel zwischen den beiden Femurköpfen gibt es unterschiedliche Schweregrade:

  • Leicht: zwischen 100 und 105°
  • Mäßig: zwischen 90 und 100°
  • Schwer: weniger als 90°

Wie wird Hüftdysplasie bei Hunden behandelt?

Obwohl sie von einem Tierarzt nach Röntgenaufnahmen des Tieres diagnostiziert werden muss, kann der Besitzer Dysplasie von einigen Gewohnheiten seines Tieres identifizieren: Schwierigkeiten nach langem Liegen zu stehen, übermäßige Müdigkeit ohne ersichtlichen Grund, lehnt ab. Treppen zu steigen oder bestimmte Aktivitäten (z.B. Springen) auszuführen, es läuft sehr langsam und die Hüfte ist “tiefer” als üblich.

Sobald der Experte bestätigt, dass es sich um diese Krankheit handelt, kann er verschiedene Behandlungen verschreiben, die die Muskeln stärken oder entspannen, die Schmerzen lindern und ein weiteres Fortschreiten der Dysplasie verhindern (oder einen solchen Fortschritt verzögern):

1. Massagen

Wenn der Hund aufgrund der Schmerzen, die sie verursacht, sich nicht auf eines seiner Beine stützen will, kann dies zu Muskelschwund führen. Um dieses Problem zu reduzieren, kannst du Massagen durchführen, um die Muskelregeneration zu fördern und die schlechte Haltung der Wirbelsäule zu korrigieren. Die Bewegung sollte mit etwas Druck entlang der Wirbelsäule erfolgen, ohne dass sich das Tier über Schmerzen beschwert.

Massiere die Muskeln des Hinterbeins mit einer gewissen Reibung. Berühre dabei aber nicht die Wirbelsäule, sondern massiere seitlichen von ihr.

2. Passives Strecken

In vielen Fällen wird Hüftdysplasie bei Hunden operiert. Nach der Intervention muss der Besitzer eine Reihe von passiven Übungen durchführen, die die Bewegungsfähigkeit nach und nach verbessern. Dies dient zur Korrektur von Gelenkfehlfunktionen. Der Hund muss still liegen. Nach einer leichten Massage werden Dehnungen, Rotationen und Beugungen des betroffenen Beines durchgeführt.

Hüftdysplasie bei Hunden - Physiotherapie

3. Aktive Übungen

Im zweiten Teil der postoperativen Behandlung kann sich der Hund bereits selbständig und langsam mit etwas Hilfe bewegen. Deshalb sind die stabilisierenden Übungen, die, wie der Name schon sagt, dem Tier helfen, alleine zu gehen, sehr wichtig. Sie bestehen aus kurzen Spaziergängen und langsamem Gehen. Der Besitzer muss ihn von hinten (an der Wirbelsäule) halten, um zu verhindern, dass er seitwärts geht.

4. Hydrotherapie und Physiotherapie

Beide können sehr hilfreich sein, wenn bei Hunden Hüftdysplasie auftritt. Die Hydrotherapie, ist perfekt für Wasserliebhaber wie den Labrador, denn dabei werden die Muskeln gestärkt und die Bewegungsfähigkeit verbessert, ohne das Tier zu sehr zu belasten. Physiotherapie hat eine ähnliche Wirkung, sollte aber immer von einem Fachmann durchgeführt werden.