Wie sicher sind Antihistaminika für Hunde?

Antihistaminika sind für Hunde grundsätzlich sicher, solange sie von einem Tierarzt nach vorheriger Untersuchung und Diagnose verschrieben werden. Wie wirken diese Medikamente und welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie sicher sind Antihistaminika für Hunde?

Letzte Aktualisierung: 21 Mai, 2021

Antihistaminika sind Medikamente, die zur fortlaufenden Behandlung von Allergien eingesetzt werden. Obwohl sie auch in der Tiermedizin Anwendung finden, werden Antihistaminika für Hunde nicht sehr häufig verschrieben.

Aufgrund ihrer weit verbreiteten Anwendung beim Menschen stellt sich häufig die Frage, ob diese Art von Medikamenten auch für Hunde sicher ist. Wie immer sollte der Tierarzt derjenige sein, der eine derartige Behandlung verordnet. Lies im Folgenden weiter, um mehr über Antihistaminika für Hunde und ihre Einsatzbereiche zu erfahren, da dies möglicherweise einige deiner Fragen beantworten wird.

Histamin

Wie der Name schon sagt, wirkt ein Antihistaminikum direkt auf Histamin – ein Molekül mit lokaler Reaktion, das das Immunsystem von Säugetieren bei allergischen Prozessen beeinflusst. Es hat auch andere Funktionen im Blutkreislauf und im Nervensystem.

Histamin ist an Überempfindlichkeitsreaktionen auf ein Allergen (Gräserpollen, Staub, einige Arten von Lebensmitteln usw.) beteiligt.

  • Es erzeugt eine Gewebeentzündung, indem es das Blutvolumen durch Vasodilatation erhöht, den Austritt von Flüssigkeit in den betroffenen Bereich ermöglicht und Leukozyten anzieht. Die Entzündung erzeugt Rötungen, Hitzeflecken, Ödeme und Juckreiz.
  • Es reguliert den Schlaf und wirkt als Neurotransmitter im Nervensystem. Histamin verlängert die Wachsamkeit und reduziert den Schlaf. Kurz gesagt, es bewirkt das Gegenteil von Melatonin.

Der Wirkmechanismus von Antihistaminika bei Hunden

Zunächst gibt es drei Arten von Antihistaminika, von denen jede anders wirkt:

  • Physiologische Antagonisten sind chemische Verbindungen, die im Gegensatz zu Histamin physiologische Wirkungen hervorrufen. Zu diesen zählen beispielsweise Adrenalin, Ephedrin, Xanthin usw.
  • Histaminfreisetzungshemmer reduzieren die Auswirkungen von Histamin auf den Körper und verhindern dessen Freisetzung in den Blutkreislauf.
  • Kompetitive pharmakologische Antagonisten oder Antihistaminika sind Medikamente, die die Histaminrezeptoren besetzen, so dass das Histamin nicht auf seine zellulären Ziele wirken kann. Innerhalb dieser Kategorie gibt es drei verschiedene Arten von Antihistaminika für Hunde, abhängig von der Art des Rezeptors, mit dem sie interagieren: H1, H2 und H3.
Es drei Arten von Antihistaminika, von denen jede anders wirkt

Sind Antihistaminika für Hunde sicher?

Diese Medikamente sind sicher, solange sie von einem Tierarzt ordnungsgemäß verschrieben werden und der Besitzer die ärztlichen Anweisungen befolgt. Ihre Hauptwirkung besteht darin, die bestehenden Symptome zu stoppen, die durch eine hohe Freisetzung von Histamin (typisch für allergische Reaktionen) verursacht werden. Darüber hinaus diesen sie als Schutz für die Magen-Darm-Schleimhaut.

H1-Antihistaminika wirken auf die H1-Histaminrezeptoren, die für die Vasodilatation, die Durchlässigkeit der Gefäße und die Kontraktion der Bronchial- und Darmmuskulatur verantwortlich sind. Diese Art von Medikament wird bei allergischen Reaktionen und anaphylaktischem Schock eingesetzt. Doch auch bei Juckreiz, Nesselsucht, Dermatitis, Ekzemen und Insektenstichen, um nur einige Leiden zu nennen, finden sie oft Verwendung, wobei sie hier häufig mit anderen Medikamenten kombiniert werden.

Darüber hinaus regulieren H2-Histamin-Rezeptoren die Sekretion von HCl im Magen und wirken herzstimulierend. Daher setzen Ärzte Antihistaminika-Antagonisten dieses Rezeptors ein, um die Auswirkungen auf das Verdauungssystem zu lindern – speziell bei Magen-Darm-Geschwüren und Gastritis.

Magengeschwüre treten aufgrund eines Ungleichgewichts in der Sekretion von Magensäure und einer Veränderung der Schleimhaut auf. Dieses Ungleichgewicht kann auf Stress und den fortgesetzten Gebrauch von Arzneimitteln wie nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln zurückzuführen sein.

Schließlich verschreiben Ärzte Antihistamin-H2-Rezeptor-Antagonisten, da sie eine antisekretorische Wirkung haben, bis die Magenschutzbarriere wiederhergestellt ist.

Antihistaminika für Hunde – Nebenwirkungen

Antihistaminika werden normalerweise zusammen mit anderen Medikamenten zur Behandlung von Allergiesymptomen verschrieben. Allerdings stoppen sie nicht sofort den Juckreiz, der meist das lästigste Symptom einer Allergie darstellt. Du kannst die Wirkung jedoch verstärken, indem du der normalen Ernährung deines Hundes Omega-3- oder Omega-6-Fettsäuren hinzufügst.

Diese Medikamente können bestimmte Nebenwirkungen verursachen, über die dich ein Tierarzt vor ihrer Anwendung informieren muss. Schläfrigkeit ist die häufigste Nebenwirkung von Antihistaminika, obwohl auch andere negative Wirkungen auftreten können. Zu diesen zählen beispielsweise die folgenden:

  • Anorexie
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verstärkter Juckreiz
Juckreiz bei Hunden

Juckreiz bei Hunden

Es ist wichtig, dass du deinem Hund nicht einfach Antihistaminika verabreichst, es sei denn, ein Tierarzt empfiehlt deren Einnahme und verschreibt sie. Verabreiche deinem Hund keine Medikamente auf eigene Faust; Medikamente müssen stets mit Vorsicht eingesetzt werden, vor allem aber bei Tieren. Dies gilt insbesondere für jene, die trächtig sind oder ein Leberleiden, Krämpfe, Harnverhalt, Glaukom und Magen-Darm-Atonie haben.

Es gibt Alternativen zur Verwendung von Antihistaminika, entweder als orales Medikament oder als topisches Mittel. Doch auch hier solltest du stets deinen Tierarzt zu Rate ziehen, bevor du diese Medikamente zur Behandlung deines tierischen Freundes einsetzt.

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