Broholmer: ein freundlicher Molosser

02 August, 2018
Wenn du Zeit und Platz für den dänischen Broholmer hast, ist es ein ruhiger Begleiter, der gleichzeitig dein Heim bewachen wird. 
 

Der Broholmer ist eine molossoide Hunderasse, die ursprünglich aus Dänemark stammt und außerhalb ihres Gebietes nicht sehr bekannt ist. Im 20. Jahrhundert wäre diese Rasse fast ausgestorben, doch eine Gruppe von Liebhabern dieses freundlichen Hundes hat sich dafür eingesetzt, den Broholmer zu schützen.

Es gibt zwar keine allzu große Population, doch die Rasse konnte erhalten werden. Anschließend erfährst du mehr über den dänischen Broholmer. 

Ursprünge des Broholmer

Aus Dokumenten geht hervor, dass es sich um eine sehr alte Hunderasse handelt. Bereits im Mittelalter wird diese Rasse in Schriften erwähnt, doch die Ausbreitung erfolgte im 18. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Rasse vom königlichen Landjunker Sehested auf Schloss Broholm gezielt gezüchtet und erhielt so auch ihren Namen.

Im 2. Weltkrieg war der Broholmer vom Aussterben bedroht, doch Hundeliebhaber haben die Zucht in den 1970er Jahren wieder aufgenommen. Sie konnten einen Standard festlegen und die Rasse erhalten. Heute gibt es ausreichend Exemplare, die sich guter Gesundheit erfreuen.

Broholmer
Quelle: Pleple2000
 

1982 wurde der Broholmer von der FCI anerkannt. Er zählt zu den doggenartigen Hunden in der Gruppe der Molosser. Es handelt es sich um einen Gesellschaftshund, der jedoch auch als Schutzhund verwendet wird. 

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Physische Eigenschaften des Broholmer

Broholm-Hunde stechen durch ihre Größe hervor. Sie können zwischen 55 und 70 cm Schulterhöhe erreichen. Erwachsene Hunde haben ein Gewicht von 45 bis 60 kg, wobei Rüden etwas größer als weibliche Broholmer sind.

Sie sind der Dogge ähnlich. Der Kopf ist breit und rechteckig, das Maul sollte dieselbe Länge wie der Kopf haben. Der Hals ist breit und kann Hautfalten haben. Auch die Lefzen hängen leicht. Die Hängeohren sind dreieckig und mittlerer Größe. Der Körper ist stark und massig gebaut, insbesondere stechen die großen Muskeln der Hinterbeine hervor. Die Brust ist breit und tief. Die lange Rute hängt in Ruhestellung wie ein Säbel zu Boden.

Das Fell des Broholmer ist sehr kurz und hart, es hat eine gelbliche Farbe mit schwarzem Nasenspiegel und dunkler Maske. Es können auch weiße Flecken an der Brust, den Pfoten und der Schwanzspitze vorhanden sein.

Charakter des Broholm-Hundes

Es handelt sich um einen sehr ruhigen, selbstvertrauten Hund. Doch gleichzeitig ist der Broholmer mächtig und braucht viel physisches und mentales Training. Normalerweise ist er freundlich, doch nicht enthusiastisch. Er ist ein guter Schutzhund, denn meist misstraut er Unbekannten.

 

Der dänische Hund kann sehr territorial sein, wenn es um fremde Menschen oder Hunde geht, doch er wird seiner Familie gegenüber immer freundschaftlich und gefällig handeln.

Broholmer
Quelle: Pleple2000
Wie die meisten großen Hunde liebt auch der Broholmer Ruhe und Entspannung. Er kann in einem Haus oder einer Wohnung leben, solange er ausreichend Auslauf und physisches Training erhält. Wenn man mit dem Hund dreimal täglich längere Spaziergänge macht, ist das kein Problem. 

Es ist allerdings zu erwähnen, dass diese Rasse beim Training eine Herausforderung sein kann. Es fehlt dem dänischen Hund zwar nicht an Intelligenz, doch er braucht bei der Erziehung viel Geduld und positive Verstärkung. So können überraschende Ergebnisse erzielt werden. Er sollte allerdings von jemandem trainiert werden, der sehr geduldig ist und Erfahrung mit großen Hunden hat. 

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Pflege und Gesundheit des Broholmer

Es gibt keine Studien über mögliche Risikokrankheiten bei dieser Rasse. Da es sich jedoch um einen sehr großen Hund handelt, kann er an Krankheiten leiden, die für Vierbeiner über 35 kg typisch sind.

 

Bei tierärztlichen Kontrolluntersuchen müssen die Gelenke untersucht werden, denn eine Dysplasie an der Hüfte oder den Kniegelenken kann häufig vorkommen. Es ist vorteilhaft, den Broholm-Hund bereits im Welpenalter mit spezifischem Futter für Tiere mit Tendenz zu Knochenproblemen zu füttern.

Der dänische Hund könnte auch an Herzbeschwerden leiden. Wie bei vielen anderen groß gebauten Hunden muss der Tierarzt auch dies bei den regelmäßigen Untersuchungen berücksichtigen, um eine gute Gesundheit zu gewähren. 

Was die Fellpflege anbelangt ist hervorzuheben, dass das kurze, grobe Haar ständig ausfällt und sich erneuert. Der Hund muss deshalb regelmäßig gebürstet werden, ganz besonders häufig im Frühling und im Herbst beim Fellwechsel.

Der Molosser mit doggenähnlichem Aussehen ist zwar sehr freundlich und ruhig und kann deshalb auch in einer Wohnung gehalten werden, doch aufgrund seiner Größe solltest du darauf achten, dass er ausreichend Platz hat. Vergiss nicht, dass er täglich lange Spaziergänge benötigt. Wenn du Zeit und Platz für den dänischen Broholmer hast, ist es ein ruhiger Begleiter, der gleichzeitig dein Heim bewachen wird. 

Bildquelle: Ivarr y Pleple2000