Französische Bulldogge: liebevoller und intelligenter Begleiter

08 August, 2018
Die Rasse war in England vom Aussterben bedroht, in Frankreich jedoch sehr beliebt. Von hier aus wurde sie in die ganze Welt exportiert.

Die Französische Bulldogge ist kleiner als die ursprüngliche Bulldogge aus England. Ihre physischen und charakterlichen Eigenschaften sind perfekt für alle, die ein Haustier möchten, jedoch zu Hause nicht viel Platz haben. Erfahre heute mehr über diese liebevolle und intelligente Hunderasse. 

Kurios: die Französische Bulldogge stammt aus England!

Der Ursprung dieser Rasse ist kurios, denn die Französische Bulldogge stammt aus England. Sie ist verwandt mit der englischen Bulldogge, zu den Vorfahren zählt der Mastiff. 

Im 19. Jahrhundert gab es keine Tierschutzrechte, viele Hunde wurden mit der Absicht gezüchtet, sie für Hundekämpfe einzusetzen. Deshalb wurden kleinere Bulldoggen gezüchtet, die jedoch nicht sehr erfolgreich waren und von den niedrigsten Gesellschaftsschichten als Begleiter gewählt wurden.

französische Bulldogge

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Während der industriellen Revolution wanderten viele Engländer auf das europäische Festland aus und nahmen die Miniaturbulldoggen mit, die in Frankreich begeistert aufgenommen wurden.

Die Rasse war in England vom Aussterben bedroht, in Frankreich jedoch sehr beliebt. Von hier aus wurde sie in die ganze Welt exportiert.

Äußerliche Charakteristika der Französischen Bulldogge

Die Französische Bulldogge ist ein treuer Begleiter, der auch in einer Wohnung gut gehalten werden kann. Er ist klein, ruhig und macht kaum Lärm. Außerdem ist seine Erziehung einfach und er braucht nicht viel Training.

Der Kopf dieser Bulldogge ist relativ groß, doch trotzdem gut proportioniert. Die charakteristischen Ohren gleichen denen einer Fledermaus, die Schnauze ist flach, was typisch für brachycephale Rassen ist.

Standardmäßig wird eine Schulterhöhe zwischen 27 und 35 cm bei Männchen und zwischen 24 und 32 cm bei Weibchen festgelegt. Das Gewicht muss proportional zur Größe sein, es liegt in der Regel bei ungefähr 12 kg bei Rüden und 11 kg bei Hündinnen.

Das Fell ist kurz und liegt eng am Körper an. Es kann gestromt oder ungestromt sein, teilweise mit einer begrenzten Scheckung.

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Charakterzüge der Französischen Bulldogge

Diese Hunderasse ist lebhaft, liebevoll und sehr intelligent, wie auch im englischen Standard festgehalten wird. Der amerikanische Standard geht noch weiter und bezeichnet die Französische Bulldogge als Begleiter mit gutem Verhalten, anpassungsfähig und bequem; er ist von Natur aus anhänglich und hat einen ausgeglichenen Charakter.

Diese Rasse ist verspielt und trotzdem ruhig. Sie ist deshalb für das Leben in einer Stadt bestens geeignet.

Pflege

Ein großer Vorteil dieser Rasse im Vergleich zu anderen kleinen Hunden ist, dass seine Pflege sehr einfach ist. Es reicht, den Hund einmal in der Woche zu bürsten, damit sein kurzes Haar sauber glänzt. Die Krallen sollten einmal im Monat geschnitten werden, wenn du selbst nicht weißt, wie das geht, gehst du am besten zum Hundefriseur oder zum Tierarzt.

Französische Bulldogge auf dem Boden

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Gesundheit der Französischen Bulldogge

Die häufigsten gesundheitlichen Beschwerden entstehen durch die flache Schnauze und die dadurch begrenzte Atmung. Diese Bulldoggen schnarchen häufig und werden schnell müde, du solltest deshalb übermäßiges Training vermeiden. Lange Spaziergänge sind jedoch wichtig, um die kardiovaskuläre Gesundheit der Bulldoggen zu fördern.

Es kann zum frühzeitigen Verschleiß der Bandscheiben kommen. Um frühzeitig darauf aufmerksam zu werden, solltest du wissen, dass ein steifer oder gestreckter Hals ein Anzeichen dafür sein könnte. Darüber hinaus können Humpeln sowie der Kontrollverlust der Sphinkter darauf hinweisen.

Wie die meisten Beschwerden, kann auch dieses Problem durch die frühzeitige Erkennung von einem vertrauten Tierarzt behandelt und gelindert werden. Sollte deine Hündin trächtig werden, musst du wissen, dass es bei der Geburt der Welpen zu Komplikationen kommen kann, da der Kopf dieser Hunde sehr groß ist. 

Es empfiehlt sich aus all diesen Gründen, die regelmäßigen Gesundheitschecks nicht zu verpassen. Lasse dich von deinem Tierarzt beraten. Da es sich um eine sensible Rasse handelt, kann eine Versicherung des Hundes sehr vorteilhaft sein, denn ansonsten könnten die Tierarztkosten hoch werden.