Wie viele Stunden müssen Katzen schlafen?

12 Juli, 2020
Genauso wie jedes andere Tier braucht eine Katze ihren täglichen Schlaf, da es für ihr Wohlbefinden sehr wichtig ist. Aber wie lange müssen Katzen schlafen?

Genauso wie jedes andere Tier braucht eine Katze ihren täglichen Schlaf. Eine gute Erholung ist für das Wohlbefinden von Tieren unerlässlich. Aber wie lange müssen Katzen schlafen?

Wie viel Schlaf braucht eine Katze?

Eine Hauskatze schläft durchschnittlich 15 bis 16 Stunden am Tag. Das kann über eine längere Zeitspanne oder auf mehrere Nickerchen verteilt sein. Wie man sieht, ist das der größte Teil des Tages. Erholung ist also ein wichtiger Bestandteil im Leben einer Katze.

Außerdem hängt die Schlafdauer vom Alter der Katze ab. Ein Kätzchen schläft mehr als eine erwachsene Katze und auch ältere Katzen schlafen länger.

Darüber hinaus sind Katzen nachtaktive Tiere, so dass sie tagsüber die meiste Zeit schlafen, vor allem wenn sie morgens normalerweise alleine sind. In den Stunden von Sonnenaufgang und -untergang sind die Katzen am aktivsten.

Wenn du abends nach Hause kommst, ist das die Zeit, in der Katzen soziale Kontakte haben, spielen oder fressen. Vermutlich ist deine Katze also wach, wenn du von der Arbeit zurückkommst. Diese Tatsache und ihre katzenartige Natur erklären auch, warum deine Katze genau dann stört, wenn du Schlafen gehst oder im Bett liegst.

schlafende Katze

Die Umgebung der Katze

Ein Faktor, der beeinflusst, wie viel Katzen schlafen, ist die Einrichtung deiner Wohnung. Eine Katze, die auf die Straße geht oder Zugang zu einem Garten hat, hat mehr Abwechslung als eine reine Wohnungskatze.

Eine Katze, die mit einer anderen Katze zusammenlebt, hat immer einen Spielkameraden und wird daher vermutlich auch aktiver sein.

Den ganzen Tag über Gesellschaft zu haben, einen Platz zum Spazierengehen oder Jagen, ein Fenster zum Beobachten, ein Kratzbaum zum Klettern oder Spielzeug zu haben, bietet dem Tier genug Aktivität, um seine Schlafstunden zu verteilen und auch nachts etwas auszuruhen.

Wo schlafen Katzen am liebsten?

Katzen können in sehr seltsamen Positionen schlafen, die eines Schlangenmenschen würdig sind; normalerweise erkennst du auf den ersten Blick, wenn es eine Katze bequem genug hat.

Sie sucht immer ein warmes Plätzchen, besonders wenn es draußen kühl und ungemütlich ist. Versteckte Plätze und Kratzbäume sind eine gute Option. Im Sommer wird sie sich einen kühlen Platz suchen und tagsüber wahrscheinlich weniger aktiv sein.

Sie bevorzugt in der Regel geschützte Orte, obwohl sie den Komfort eines Sofas niemals ablehnen würde, es sei denn, es steht ein Karton zur Verfügung.

Katzen schlafen viel

Warum müssen Katzen schlafen?

Schlafen ist ein grundlegendes Bedürfnis von Tieren und durch Schlaf wird die Energie wieder aufgefüllt, die man während des Tages verbraucht. Das ist für die körperlichen und geistigen Funktionen unerlässlich.

Der Schlaf wirkt sich auch auf die Entwicklung des Gehirns aus: Schlaf ist für die Festigung des Gedächtnisses und das Lernen unerlässlich.

Der Schlaf ist in mehrere Phasen unterteilt, die kontinuierlich und verschachtelt auftreten; in allen Schlafphasen kann ein Tier träumen und sogar Alpträume haben.

  • Nicht-REM-Phase oder Tiefschlaf. Der Tiefschlaf ist die Zeit, in der die meisten Träume auftreten, und es kommt sehr häufig vor, dass eine Katze versucht, etwas Imaginäres zu fangen, während sie schläft. Während dieser Phase gibt es eine hohe Ausschüttung von Wachstumshormonen, so dass es für Neugeborene sehr wichtig ist, dass sie in ihrem frühen Wachstumsstadium genügend Schlaf bekommen.
  • REM-Phase (rapid eye moment). Diese Phase ist unter der englischen Abkürzung bekannt, und die Augen bewegen sich schnell, während man schläft. Genau in der REM-Phase wird alles bis dahin Gelernte im Gedächtnis “gespeichert”.

Jetzt weißt du, dass der Schlaf auch für deine Katze eine große Bedeutung hat. Daher solltest du bei einer ungewöhnlichen Veränderung des Schlafverhaltens deiner Katze  aufmerksam werden und deinen Tierarzt aufsuchen, wenn du eine Krankheit vermutest.

  • Debru, C. (2009). Neurofilosofía del sueño (Vol. 51). Editorial CSIC-CSIC Press.
  • Yoo, S., Hu, P., Gujar, N. et al. A deficit in the ability to form new human memories without sleep. Nat Neurosci 10, 385–392 (2007).