Angst vor Spinnen: Wie du Arachnophobie überwinden kannst

14 März, 2021
Sicherlich hast du schon einmal über die Störung namens Arachnophobie gehört. Dabei handelt es sich um eine irrationale Angst vor Spinnen. Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, wie du diese Spinnenphobie überwinden kannst.

Spinnentiere sind faszinierende Kreaturen und es gibt sie in verschiedensten Formen und Größen. Ihre beeindruckenden Jagdgewohnheiten und ihr außergewöhnliches Verhalten faszinieren uns jeden Tag aufs Neue. Dennoch gibt es auch viele Menschen, die an einer Angststörung namens Arachnophobie leiden. Diese irrationale Angst vor Spinnen ist weit verbreitet. Daher wollen wir dir in unserem heutigen Artikel sagen, wie du sie überwinden kannst.

Wir möchten dich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Autor dieses Artikels kein Psychologe ist. Wenn du also unter einer schweren Phobie leidest, empfehlen wir dir, einen Fachmann aufzusuchen.

Über Spinnentiere (Arachnida)

Diese Geschöpfe sind eine Klasse von Gliederfüßern, die viel mehr als die typischen achtbeinigen Spinnen umfassen. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem echte Spinnen, Vogelspinnen, Zecken, Essigspinnen und Amblypygiden. Trotz ihrer unterschiedlichen Formen haben sie dennoch einige gemeinsame Merkmale:

Alle haben zwei verschiedene Körperregionen: ein Prosoma (Cephalothorax) und ein Opisthosoma (Bauch).

  • Sie haben alle ein paar Cheliceren, Mundstücke, die das Essen zersetzen.
  • Außerdem haben sie alle vier Gliedmaßenpaare – die vorderen haben je nach Funktion oft unterschiedliche Formen.
  • Darüber hinaus sind sie alle eiförmig und ernähren sich hauptsächlich von Insekten.

Hast du Angst vor Spinnen und bist aber dennoch gleichzeitig auch neugierig, mehr über diese faszinierenden Tiere zu erfahren? Wie deine Antwort auch lauten mag, nachfolgend werden wir uns Möglichkeiten ansehen, wie du diese Spinnenangst überwinden kannst.

Angst vor Spinnen - Kind beobachtet Spinne

Wie du deine Angst vor Spinnen überwinden kannst

Zuerst einmal möchten wir darauf hinweisen, dass ein Unterschied zwischen Angst und Phobie besteht. Angst vor Spinnentieren ist relativ normal, da es sich hierbei um einen evolutionären Mechanismus handelt. Menschen fürchten von Natur aus Tiere, die anders sind. Und Spinnen und Vogelspinnen unterscheiden sich optisch stark von uns.

Im Gegensatz dazu können bei einer Phobie mitunter ernsthafte Symptome wie Schwitzen, Übelkeit, Panikattacken, Tachykardie und sogar Lähmungen auftreten, wenn ein Mensch mit etwas konfrontiert ist, auf das er phobisch reagiert – in diesem Fall mit einer Spinne. Daher ist es stets eine gute Idee, sich Hilfe bei einem Psychologen zu suchen, bevor sich daraus eine schwerwiegendere Störung entwickelt.

Dennoch gibt es auch eine Möglichkeit, die du selber ausprobieren kannst. Sie wird dir sicherlich dabei helfen, deine irrationale Angst vor Spinnen zu überwinden, wenn diese nicht extrem stark ausgeprägt ist. Lies einfach weiter, um zu erfahren, was du tun kannst.

Expositionstherapie

Diese Form der Therapie zielt grundsätzlich darauf ab, ein vermeidendes Verhalten zu beenden. Der Mensch flieht instinktiv vor allem, was negative Gefühle in ihm erzeugt. Das geschieht sogar dann, wenn sich überhaupt keine Spinnen in einem Raum befinden. Der bloße Anblick eines Fotos oder Gemäldes einer Spinne kann dazu führen, dass ein Mensch phobisch reagiert.

Infolgedessen besteht die unmittelbare Lösung für eine Person, die Stress und Angst vermeiden möchte, darin, sich ganz einfach von dem Fokus des Problems zu entfernen. Allerdings kann diese Angst mit der Zeit zunehmen und die bereits negative Reaktion noch weiter intensivieren.

Die Expositionstherapie versucht, die oben beschriebene Dynamik vollkommen zu durchbrechen. Daher musst du dich deiner Angst stellen, um sie überwinden zu können. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass ein Mensch, der Angst vor Spinnen hat, in einen Pool voller Spinnen springen sollte. Stattdessen geht es darum, dass du allmählich lernen sollst, dich in ihrer Nähe aufzuhalten.

Wie funktioniert die Expositionstherapie, um Angst vor Spinnen zu überwinden?

Wenn du nachfolgende Schritte befolgst, kannst du dich allmählich an die Präsenz von Spinnen gewöhnen. Dieser Prozess erfordert lediglich Zeit und Geduld.

  • Zuerst einmal beginnst du damit, dir für kurze Zeit Fotos von Spinnentieren anzusehen. Zwei oder drei Minuten pro Tag sind ein guter Ausgangspunkt. Solange das Gefühl der Angst, dass dir dieser Anblick bereitet, mäßig ist, solltest du versuchen, diese Angst nicht zu verdrängen. Es geht hierbei darum, dass du dir deine Angst zu eigen machst.
  • Später kannst du dazu übergehen, Videos oder Dokumentationen anzusehen, um verschiedene Fakten über Spinnentiere zu erfahren. Wir empfehlen, dass du dich auf Salticiden und Taranteln konzentrierst, weil diese Spinnentiere relativ freundliche Aspekte haben. In der Tat gibt es viele Menschen, die sie für kuschelig und flauschig halten.
  • Der letzte Schritt besteht in der tatsächlichen Interaktion mit einer Spinne. Bestimmte Vogelspinnenarten wie die Gattung Brachypelma sind völlig harmlos. Du wirst unter Aufsicht einer fachkundigen Person lernen, wie du mit diesem Tier umgehen kannst. Und damit deine Angst vor Spinnen endgültig überwinden.
Angst vor Spinnen - Nahaufnahme
Salticiden sehen bezaubernd aus. Daher eignen sie sich gut dafür, um zum ersten Mal mit Spinnentieren in Kontakt zu kommen.

Wenn du deine Angst vor Spinnen überwindest, kannst du wirklich stolz auf dich sein!

In der Tat ist das Überwinden einer Arachnophobie eine positive Leistung. Denn dadurch wirst du lernen, eines der faszinierenden wirbellosen Tiere im Tierreich wertzuschätzen. Darüber hinaus ist es großartig, wenn sich Spinnen in deinem Umfeld befinden, da sie sich von Moskitos und anderen Insekten ernähren, die Krankheiten übertragen können.

  • Arachnida, wikipedia. Recogido a 23 de junio en https://es.wikipedia.org/wiki/Arachnida.
  • Psicoactiva, terapia de exposición. Recogido a 23 de junio en https://www.psicoactiva.com/blog/la-terapia-de-exposicion-en-que-consiste/.