Der beeindruckende Mutterinstinkt von Tieren

16 Februar, 2019
Wenn wir uns mit Flora und Fauna näher beschäftigen, werden wir uns immer wieder über die große Weisheit der Natur bewusst.

Der Mutterinstinkt von Tieren ist so stark, dass sie auch Babys anderer Tierarten als eigenes akzeptieren können. Bei Tieren ist der Mutterinstinkt mindestens so ausgeprägt wie bei Menschen, manchmal sogar noch mehr. 

Wissenswertes über den Mutterinstinkt

Wenn wir uns mit Flora und Fauna näher beschäftigen, werden wir uns immer wieder über die große Weisheit der Natur bewusst.

Der Mutterinstinkt ist deshalb so stark verankert, da er für das Überleben der Jungtiere grundlegend ist. 

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Es handelt sich um ein angeborenes Verhaltensmuster, das Tiere aller Arten dazu veranlasst, ihre Nachkommenschaft zu schützen und zu pflegen.

Jenny Holland, Mitarbeiterin von National Geographic und Spezialistin für Biologie und Tierschutz, bekräftigt, dass das Gehirn der Tiere darauf programmiert ist, ihre Art zu erhalten.

Doch der Mutterinstinkt geht weit über die eigene Tierart hinaus: Viele Weibchen sind bereit, andere wehrlose Tiere zu adoptieren und wie ihre eigenen Kinder aufzuziehen. 

So wie Mogli im Dschungelbuch von Wölfen großgezogen wurde, kann es sich tatsächlich in der Natur abspielen.

Ein Beispiel dafür sind WaleSie kümmern sich nicht nur um den eigenen Nachwuchs, sondern auch um artenfremde Tiere, die Schutz brauchen. 

Wale sind sehr soziale Tiere. Sie leben in Gruppen, nehmen jedoch auch Delphine und andere Tierarten mit, die verletzt oder verwaist sind, um ihnen Schutz zu bieten.

Während des Säugens wird vermehrt Oxytocin freigesetzt, das auch als Bindungshormon bekannt ist. In dieser Zeit fällt es Tieren besonders leicht, Jungtiere anderer Rassen zu adoptieren und wie eigene aufzuziehen.

Schimpansen, Löwen und Elefanten sind weitere Beispiele für Tiere, mit starkem Mutterinstinkt, von dem auch artfremde Tiere profitieren können. Wir sind überzeugt davon, dass wir noch viel von Tieren zu lernen haben! 

Tiere mit starkem Mutterinstinkt

Elefanten sind wunderbare Vorbilder: Sie leben in Gruppen von 20 bis 30 Tieren, die von der Mutterkuh angeführt werden. Gemeinsam beschützen sie die Jungtiere. Auch “Tanten” kümmern sich um die kleinen Elefanten anderer Mütter.

Wenn also ein Elefantenbaby seine Mutter verliert, kümmert sich die Gemeinschaft um sein Wohlbefinden. Es wird niemals alleine oder hilflos zurückgelassen.

Bei Gefahr werden die fügsamen und edlen Elefanten zu furchterregenden Tieren, um ihren Nachwuchs zu verteidigen.

Faultiere

Auch Faultiere wissen, ihren Nachwuchs zu schützen. Sie sind eigentlich gar nicht faul, sondern ressourcenschonend.

Das Faultier weiß, die wenige Energie, die ihm zur Verfügung steht, zu nutzen. Zum Beispiel, wenn der Nachwuchs bedroht wird: Dann kann es die ganze Kraft aufwenden, um dem Jungtier das Leben zu retten. Das Muttertier zeigt dann unglaubliche Kräfte.

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Kängurus

Diese Beuteltiere tragen ihren Nachwuchs monatelang mit sich herum, um ihn zu schützen. Bei Gefahr können sie auch sehr aggressiv werden. 

Doch wenn sie ein hilfloses Baby finden, reagieren sie wie Wale oder Elefanten. Sie adoptieren es und lassen es die nötige Zeit die Wärme in ihrem Beutel genießen, bis es selbst die Welt erkunden kann.

Eisbären, Löwen, Tiger und andere Arten haben ähnliche Verhaltensweisen und ebenfalls einen stark ausgeprägten Mutterinstinkt. Dass “Mütter zu Löwinnen werden, um ihre Kinder zu verteidigen”, kommt nicht von ungefähr.

BERNARDO, J. (1996). Maternal Effects in Animal Ecology. American Zoologist. https://doi.org/10.1093/icb/36.2.83

Uller, T. (2010). Maternal Effects in Mammals. Animal Behaviour. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2010.03.020

Bolwig, N. (1959). A Study of the Behaviour of the Chacma Baboon , Papio ursinus. Behaviour.