Der Seehecht: Arten von Migration

16 November, 2019
Der Seehecht begeht tägliche und jahreszeitlich bedingte Wanderschaften.

Der Seehecht ist eine Art von Fisch, die weltweit in der Gastronomie sehr beliebt ist.

Verschiedene Spezies von Seehecht sind über mehrere Ozeane verbreitet, wie beispielsweise dem Atlantik, dem Indischen Ozean oder dem Pazifik. Des Weiteren kommt diese Fischart sehr häufig auch in einigen Meeren vor, wie etwa dem Mittelmeer, wo sich die Zahl der Tiere in den letzten Jahrzehnten verringert hat.

Diese Tiere haben sehr spezifische Migrationsmuster. Eines von ihnen hängt mit der Ernährung zusammen und das andere ist an die Vermehrung und Erhaltung der Spezies gebunden.

Die verschiedenen Spezies beim Seehecht

Der Seehecht gehört zur Ordnung der Dorschartigen. Das sind Fische, die sich dadurch auszeichnen, dass ihre erste Rückenflosse sehr kurz ist und die zweite so lang, dass sie fast die ganze Länge des Restes des Körpers einnimmt. Dennoch können die Spezies zu verschiedenen Gattungen gehören und sind nur durch ihre körperliche Ähnlichkeit und ihre Wanderschaften verwandt.

Die verschiedenen Spezies des Seehechtes sind die folgenden:

  • Europäischer Seehecht (Merluccius merluccius)
  • Südlicher Seehecht (Merluccius australis)
  • Silberhecht oder nordamerikanischer Seehecht (Merluccius bilinearis)
  • Argentinischer Seehecht (Merluccius hubbsi)
  • Mexikanischer Seehecht (Merluccius angustimanus)
  • Südpazifischer Seehecht (Merluccius gayi)
  • Langschwanz-Seehecht (Macruronus magellanicus)
  • Schwarzer Seehecht (Dissostichus eleginoides), der sehr oft im Indischen Ozean vorkommt

Silberhechte, weiße und rote Seehechte sind sich sehr ähnlich und es ist schwer, sie von einander zu unterscheiden. Alle leben an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika im atlantischen Ozean.

Abbildung eines Seehechtes

Arten von Migration

Der Seehecht ist ein Fisch, der am Boden der Gewässer lebt. Für gewöhnlich hält er sich in Tiefen zwischen zehn und vierhundert Metern auf. Man hat aber auch schon Exemplare in tausend Metern Tiefe im Mittelmeer gefunden. Diese breite Spanne ist eine der Konsequenzen der ersten Art von Migration.

Seehechte führen zwei Arten von Wanderschaften durch:

  • Tägliche Wanderschaft: Hierbei gehen die Tiere nachts an das Oberflächenwasser und tagsüber in die Tiefe. Der erwachsene Seehecht ernährt sich von kleinen Fischen – Anchovis, Heringen oder Sardinen – und auch von Tintenfischen, die auf der Suche nach Meeresplankton sind. Das Plankton, von dem sich seine Beutetiere ernähren, ist nachtaktiv und zieht hunderte von Fischen an, weshalb die Seehechte an die Oberfläche kommen. Tagsüber kehren die Tiere in die dunklen Tiefen zurück, wo sie im Schutz der Dunkelheit abwarten, bis es wieder Nacht wird.
  • Jährliche Wanderschaft: Wenn die Paarungszeit beginnt, dann ziehen weibliche und männliche, ausgewachsene Tiere – ab sieben und fünf Jahren, respektiv – zu Beginn des Frühlings auf kältere Gewässer zu, um Eier zu legen. Während dieser Momente sind die Geschlechtsorgane so entwickelt, dass sie auf den Verdauungstrakt drücken und das Tier nicht fressen kann. Erreichen sie die kälteren Gewässer, dann stoßen Weibchen und Männchen ihre Fortpflanzungszellen aus, die sich äußerlich befruchten.

Der Seehecht und seine Bedeutung in der Wirtschaft

Heutzutage gibt es Beweise dafür, dass die Fischerei an verschiedenen Spezies des Seehechtes Raubbau betreibt. Die hauptsächlichen Fangmethoden sind die Treibnetzfischerei, feste Netze und Ringwadenfischerei. Diese Methoden sind nicht selektiv und außerdem belasten sie schwerwiegend die Meeresumwelt.

Fischereibetrieb

In Europa und Südamerika ist der Seehecht die Spezies von Dorschartigen, die am wichtigsten für die Wirtschaft der Fischerei ist. Deshalb investiert man auch, um die Biologie und Ökologie dieser Spezies zu erforschen, von der man noch gar nicht so viel weiß.

Man will ihre Wanderschaftsmuster verstehen, welches ihre Beutetiere sind, wie die Fischerei die Unterbevölkerung der verschiedenen Spezies beeinflusst usw. Man forscht auch nach neuen Fischereitechniken, die selektiver sind und weder der Spezies noch der Umwelt schaden.

Davon abgesehen versuchen verschiedene Regierungen die Legislation zu verstärken und Fischereipläne zu etablieren, welche die verschlechterte Situation der verschiedenen Arten von Seehecht rückgängig machen. In bestimmten Ländern ist es beispielsweise verboten, Tiere zu fischen, die kleiner als 25 Zentimeter sind. Außerdem hat auch die Kontrolle der verschiedenen Länder zugenommen und das alles, um den Zustand des Seehechtes zu verbessern.

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