Der asiatische Wildesel: interessant und kurios

09 April, 2019
Der wenig bekannte asiatische Wildesel beweist, dass unser Esel immer noch seine wilden Verwandten hat. Er ist schnell und äußerst widerstandsfähig.

Der wenig bekannte asiatische Wildesel beweist, dass unsere Esel immer noch ihre wilden Verwandten in der Natur haben. Dieses Tier ist dem Hausesel ähnlich, ist aber größer und hat einen ausgeprägteren Charakter.

Esel begleiten uns schon lange und waren in vielen Erdregionen lebenswichtig. Wir können uns jedoch kaum vorstellen, dass sich diese Tiere einmal in den Steppen der halben Welt ausgebreitet haben und völlig wild leben.

Lerne den asiatischen Wildesel kennen

Der asiatische Wildesel, auch Onager genannt, ist den afrikanischen Eseln ähnlich, allerdings hat er kleinere Ohren und keine Streifen. Diese Tiere sind meist ockerfarben, doch es gibt unterschiedliche Varianten.

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Ungeachtet seines Rufs ist der asiatische Wildesel sehr schnell und kann bis zu 70 km/h erreichen. Aber zweifellos liegt seine Stärke wie bei anderen Eseln auch in der Widerstandsfähigkeit in der Wüste.

Der asiatische Wildesel ist schnell

Die Wüste ist der Lebensraum dieser beeindruckenden Tiere. Sie können lange Zeit ohne Trinkwasser auskommen, wenn auch nicht so lange wie Kamele.

Der asiatische Wildesel: Verhalten

Asiatische Wildesel leben in Gruppen von etwa 12 Individuen, bei denen ein Hengst den Harem anführt. Die Mehrheit der Tiere sind Stuten und die übrigen männlichen Esel vermehren sich nicht.

Der asiatische Wildesel wird nur von zwei Tieren gejagt: vom Mensch und vom Wolf. Der Mensch ist seine größte Bedrohung, denn Wildesel werden gerne gejagt und auch als Haustiere verwendet.

Obwohl sie als Wildtiere gelten, werden diese Esel von auch gezähmt. Tatsächlich wird diese Methode seit Jahrtausenden durchgeführt, ähnlich der Falknerei, die auch typisch für die asiatischen Steppen ist.

Der asiatische Wildesel als Haustier

Der asiatische Wildesel: In Gefahr

In der Vergangenheit lebte der asiatische Wildesel in weiten Teilen Asiens, aber heute sind viele Unterarten des asiatischen Wildesels bedroht, insbesondere der Kulan.

Diese kasachische Unterart ist praktisch aus der Natur verschwunden und überlebt nur noch in 3% ihres früheren Lebensraums. Deswegen wird sie als ernsthaft vom Aussterben bedroht angesehen.

In Kasachstan gibt es nur noch knapp 4.000 Exemplare, wobei die meisten davon im Nationalpark Altyn Emel leben. Ein Team von Naturschützern möchte sie in ein Steppengebiet von der Größe Frankreichs verlegen, das kaum bewohnt ist.

Tatsächlich sind einige Tiere bereits in ihrem neuen Lebensraum eingetroffen und man erwartet, dass sie dort eine viel bessere Überlebenschance haben.

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Der Maulesel und sein Ursprung

Es gibt zahlreiche Unterarten, wie den persischen Onager, der im Iran beheimatet ist, oder den indischen Wildesel. Einige Unterarten sind inzwischen ausgestorbenen.

Der syrische Wildesel starb im 20. Jahrhundert aus, das letzte Exemplar lebte im Wiener Zoo. Der anatolische Wildesel starb bereits im 18. Jahrhundert aus.

Deshalb fordern Naturschützer, diese Eselarten zu schützen. Diese Tiere, die weniger charismatisch als Tiger oder Kängurus sind, brauchen dringend Unterstützung!