Wie man ein Distelfink-Küken ernährt

30 September, 2018
Wenn wir ein Distelfink-Küken finden, so braucht es ein Nest, das ihm Wärme spendet. Das können wir aus einem Handtuch herstellen. Wir ernähren es mit Kanariengrassamen aus der Hand. Wenn es diese nicht annimmt, so braucht man eventuell eine Spritze dafür.
 

Distelfinken sind kleine, sympathische Vögel, die man überall auf der Welt findet. Man hört sie in ganz Deutschland zwitschern, doch manchmal kommt es auch vor, dass ein Distelfink-Küken aus dem Nest fällt.

Diese Tiere haben während der Paarungszeit normalerweise zwei bis drei Küken, deswegen kann es schon mal zu solchen Unfällen kommen.

Heute möchten wir dir deswegen erzählen, wie man ein Distelfink-Küken ernährt, damit es später in Freiheit leben kann. 

Warum fällt ein Distelfink-Küken aus dem Nest?

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Küken auf dem Boden landen kann.

Das kann sowohl auf einer belebten Straße als auch in deinem Garten geschehen. Manchmal werfen die größeren Küken die kleineren aus dem Nest, um so zu mehr Futter zu gelangen.

Es kann auch dazu kommen, dass die Mutter ein kränkliches Küken entdeckt und es aus dem Nest wirft, damit die anderen sich nicht anstecken.

Der dritte Grund ist der einfachste: das Distelfink-Küken lernt gerade fliegen und hat es noch nicht ganz geschafft.

Wenn du das Glück hast, ein Küken zu finden, dann ist es Zeit, die Ersatzmutter zu spielen. Du musst es ernähren. Deswegen geben wir dir heute ein paar Tipps dazu, wie man ein Distelfink-Küken ernährt.

Die Pflege eines Distelfinken
 

Was fressen Distelfinken eigentlich?

Distelfinken ernähren sich von Samen und einigen Blüten. Wenn sie in Städten leben, dann fressen sie natürlich auch die Reste von menschlichem Essen, wenn die Tauben ihnen nicht schon zuvor gekommen sind.

Wenn wir jedoch ein Küken aufnehmen, dann müssen wir schon beachten, dass die Tiere nicht ihr ganzes Leben dasselbe fressen. Je nach ihrem Entwicklungsstadium brauchen sie bestimmtes Futter, dass ihren Körper ernährt.

So kommt es dazu, dass die Mehrzahl der geretteten Tiere plötzlich verstirbt, weil sie nicht entsprechend oder gar nicht gefüttert wurde. Mit ein wenig Geduld und der richtigen Ausstattung jedoch ist es einfach, ein Distelfink-Küken zu ernähren.

Wie man ein Distelfink-Küken ernährt

Zuerst müssen wir feststellen, wie alt das Küken ist. Die entsprechende Ernährung hängt davon ab, ob ihm noch Federn am Körper fehlen, oder ob es schon mit der Mauser begonnen hat.

Zuerst müssen wir ihm eine Art Nest bauen, damit es dort ruhen kann. Es ist wichtig, dass es sich sicher fühlt, so wie im Nest der Mutter. Ein tiefes Gefäß der richtigen Größe ist ideal hierfür.

Der Gesang des Distelfinken
 

Lege ein Handtuch auf den Boden des Gefäßes, um das Küken warm zu halten. So fühlt sich das Tierchen sicherer und entspannt sich genügend, damit du es ohne große Probleme anfassen kannst.

Nachdem diese Phase vollendet ist, können wir das Küken entweder mit der Hand oder einer Spritze füttern. 

Man muss das Futter in seinen Schnabel bekommen. Benutze hierfür Kükenfutter aus dem Tierfachhandel und etwas Kanariengrassamen.

Dinge, die du beachten solltest.

Wenn das Tier nicht aus der Hand oder einem Behälter frisst, so musst du eine Spritze benutzen, um es zu füttern.

Sterilisiere diese zuerst mit heißem Wasser, damit es nicht erkrankt. Zeige sie ihm dann, als sei es der Schnabel des Muttertieres.

Berühre seinen Schnabel niemals direkt, denn du könntest das Distelfink-Küken so verletzen. Biete ihm einfach so lange ein wenig Futter an, bis es den Schnabel schließt.

Das bedeutet, das sein Hunger gestillt ist. Wiederhole diesen Prozess stündlich.

Stelle ihm nach einigen Tagen ein wenig Obst und Nüsse zur Verfügung, damit es lernen kann, sich selbst zu ernähren und damit sein Schnabel hart wird.

Wenn das Tier gelernt hat, alleine zu überleben, dann ist der Moment gekommen, ihm die Freiheit zu schenken. Finken sind wilde Tiere und mögen es gar nicht, in Gefangenschaft zu leben.

Wie du siehst, ist es gar nicht so schwer, ein Distelfink-Küken zu ernähren. Wenn dir eines auf der Straße begegnet, entschließt du dich vielleicht dazu, es zu retten. Jetzt weißt du Bescheid, wie du handeln musst.