Regenwürmer: 5 Fakten, die du bestimmt nicht kennst

21 September, 2018
Sie spielen eine grundlegende Rolle in unserem Ökosystem, weil sie sich von organischen Abfällen ernähren. Das vermindert die Umweltverschmutzung und Entwicklung von Krankheitserregern. Regenwürmer leben in feuchten Gebieten. Sie verabscheuen sowohl Pfützen als auch Licht.

Sie leben in unserem Garten, haben weder Augen noch Pfoten, doch bewegen sich sehr schnell: Regenwürmer sind wirklich kuriose Zeitgenossen!

Deswegen möchten wir dir in unserem heutigen Artikel mehr über diese faszinierenden Erdbuddler verraten.

5 sonderbare Fakten über Regenwürmer

Hast du dich schon mal gefragt, wie die Würmer sich ernähren oder wie sie sich fortpflanzen? Wie können sie eigentlich unter der Erde etwas sehen, wenn sie doch gar keine Augen haben?

Hier erfährst du mehr über die hilfreichen Gartenbewohner.

1. Regenwürmer sind sehr gefräßig

Wir können zwar nicht mal ihren Mund sehen und schon gar nicht ihre Zähne zählen (sie haben nämlich gar keine!), doch es gibt viele Anzeichen dafür, dass sie sich reichlich ernähren.

Wie? Ihr Körper dehnt sich beeindruckend aus. Diese kleinen Lebewesen haben einen Heißhunger, der sie dazu bringt, sich stundenlang am Biomüll zu laben.

Sie besitzen eine Körperöffnung, die wie ein kleiner Staubsauger funktioniert. Dadurch können sie bis zur Hälfte ihres eigenen Körpergewichts fressen… an nur einem Tag!

In einem Jahr verdrückt ein einzelner Regenwurm fast fünf Kilo Abfall. Die gierigen Tierchen ruhen niemals und sind ständig hungrig.

Ihr Verdauungssystem scheidet nämlich schnell aus, was sie an Nährstoffen aufnehmen.

2. Sie leben in feuchten Zonen, aber nie in Pfützen

Regenwürmer atmen durch ihre feine Haut, die immer befeuchtet bleiben muss. Deswegen ist es für sie sehr wichtig, in feuchter Erde zu weilen. Pfützen oder Überschwemmungen sind jedoch tödlich für sie.

Regenwürmer sind sehr interessante und nützliche Tiere

Wenn es regnet und ihr Heim zu feucht wird, dann kommen sie an die Erdoberfläche hervor, oder sie ziehen in ein höher gelegenes Zuhause um.

Wenn dann der Wasserspiegel wieder sinkt, kehren sie vielleicht wieder zurück… oder bleiben einfach in ihrer neuen Bleibe! Es kommt immer darauf an, wo es mehr und köstlichere Nahrung für die kleinen Vielfraße gibt.

Wenn es ihnen zu trocken wird, dann können sie auch bis zu zwei Meter tiefe Löcher graben, um den Feuchtigkeitsgrad zu finden, den sie für ihr Überleben benötigen.

3. Regenwürmer sind zwittrig

Ein weiterer kurioser Fakt ist, dass Regenwürmer keine sichtbaren Geschlechtsorgane besitzen.

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass sie sich nicht fortpflanzen können. Sie tun dies sogar in einer unglaublichen Geschwindigkeit.

Regenwürmer sind gleichzeitig männlich und weiblich, deswegen finden sie sehr schnell einen Partner… sie passen sich einfach der Situation an!

Der Ring, den sie um ihren Körper tragen, weitet sich aus. Dort verstauen sie den Samen und die Eizellen.

Die Kapsel schließt sich und wenige Tage später schlüpfen die Baby-Regenwürmer. Das geschieht alle 45 Tage. Deshalb kriechen also so viele von ihnen durch deinen Garten.

Hörst du die Regenwürmer husten?

Noch etwas: Sie reproduzieren sich nicht asexuell, brauchen also einen Partner, um sich fortzupflanzen.

Sie haben jedoch die Fähigkeit, sich selbst zu erneuern. Wenn ihr Körper aus irgendeinem Grund in zwei Teile getrennt wird, dann regeneriert der Teil mit dem Kopf den Rest des Körpers. 

4. Sie reagieren sehr empfindlich auf Licht

Sie haben zwar keine Augen, doch ihre Haut ist so dünn, dass sie nur Licht oder Hitze spüren müssen, um schon wieder verzweifelt nach einem Weg unter die Erde zu suchen. Deswegen winden sie sich verrückt, wenn wir sie aus einem Blumentopf ziehen.

Die Sonne trocknet ihre Haut aus und dann können sie nicht mehr atmen. Deswegen entfliehen sie allem Licht so schnell wie möglich.

5. Sie spielen eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem

Regenwürmer unterstützen die Herstellung von fruchtbarer Erde, mit der man Pflanzen, Blumen und Gemüsegarten düngt. Des Weiteren verbessern sie die chemische Zusammensetzung des Bodens und fördern bakterielle Aktivität.

Sie nehmen am natürlichen Kreislauf von Kohlenstoff und Stickstoff teil und kompostieren organische Reststoffe. 

So können diese nicht zu schädlichen Bakterienherden werden und Krankheiten verbreiten. Regenwürmer stehen außerdem auf der Speisekarte vieler Vögel.

Aus all diesen Gründen sollten wir unseren drolligen Mitlebewesen ganz schön dankbar sein!