Warum du niemals eine Spinne zu Hause töten solltest

13 Juli, 2018
Die Spinne ist ein sehr nützliches Tier und sollte deswegen im Haus respektiert werden. Die meisten sind unschädlich und ernähren sich von den von uns verhassten Fliegen und Stechmücken.
 

Eigentlich sind die meisten unschädlich und außerdem fangen sie Mücken und Fliegen in ihren Netzen. Es ist gar nicht so schlecht, eine Spinne im Haus zu haben.

Es kann schon sein, dass deine irrationale Angst vor Spinnen dir den Gedanken in den Kopf setzt, dass ein fester Fußtritt zur rechten Zeit die beste Lösung ist, um dein Haus sicher zu halten. Diese kleinen Kreaturen sind jedoch nützlicher für dein Umfeld als du denkst. Du solltest sie vielleicht doch etwas genauer betrachten. Bevor du eine Spinne zu Hause tötest, lies bitte vorher, warum es wichtig ist, sie zu beschützen.

Die Bedeutng der Spinne für das Ökosystem deines Zuhause

Die Spinne ist gut für das Ökosystem im Haus

Viele Menschen halten ihr Zuhause für eine Art sterile Seifenblase, die abgegrenzt und isoliert von der Außenwelt existiert. Niemand kann da ohne ihr Zustimmen eintreten! Dennoch gibt es viele Spezies, die unsere Wohnräume attraktiv finden. Sie leben in perfekter Symbiose mit uns, auch wenn wir davon möglicherweise nichts bemerken.

 

Eine Spinne fängt Fliegen, Stechmücken und andere Insekten, die uns “schädigen”. Am tollsten ist es, dass dieser kleine Untermieter die schmutzige Arbeit liebend gern übernimmt. Es gibt beispielsweise eine Art Springspinne, deren Lebensaufgabe es ist, Stechmücken zu fangen, die potentiell Krankheiten aus Afrika übertragen.

Die Mehrzahl der Spinnen, der du in deinem Leben begegnen wirst, ist nicht gefährlich. Sie stellen keine Bedrohung für ihr Umfeld dar. Außer natürlich du lebst in Australien, da hält es sich anders. Ein Team von Wissenschaftlern aus North Carolina führte eine Studie durch. Es wurden 50 Häuser durchsucht, um die verschiedenen Gliederfüßler zu klassifizieren, die sich in einem normalen Haushalt aufhalten.

Die am häufigsten auftretenden Spinnenarten, die in diesen Häusern gefunden wurden, gehörten zu der Familie der Zitterspinnen (Pholcidae) und der Haubennetzspinnen (Teridiidae). Beide Spezies bauen Netze, um dann geduldig darauf zu warten, dass ihnen ihr Opfer in die Falle geht. Normalerweise bewegen sie sich nicht von ihren Netzen fort, außer sie jagen gerade eine andere Spinne.

Warum wir unsere Angst ignorieren und die Spinnen leben lassen sollten

Es ist normal, Angst vor einer Spinne zu haben. Gerade wenn man bedenkt, dass viele von ihnen beißen und der Biss manchmal sogar tödlich sein kann. Doch wie das zuvor erwähnte Wissenschaftsteam gezeigt hat, ist die Mehrzahl der Spinnen, die du im Haus findest, unschädlich. Sie können dir sogar dabei helfen, unerwünschte Insekten zu entfernen.

 

Die meisten Spinnen bevorzugen es, den Kontakt mit Menschen zu vermeiden. Es gibt einige Spinnen, wie zum Beispiel die schwarze Witwe oder die Tarantel, denen man aus gesundheitlichen Gründen besser aus dem Weg geht. Der Rest hingegen ist ungefährlich und hat es sich verdient, in Frieden in der Ecke deines Zimmmers oder deiner Garage vor sich hin zu existieren.

Wie stellt die Spinne eigentlich ihr Netz her?

Wenn dich die Anwesenheit einer Spinne in deinen Wohnräumen dennoch so sehr stört, dann sammele sie vorsichtig auf und lasse sie in der Natur frei. Nachdem sie den ersten Schock überwunden hat, ist sie dir sicherlich dankbar, dass du sie nicht einfach plattgetreten hast.