Wie ist die Raupe des Pinien-Prozessionsspinners?

18 April, 2019
Diese Raupenart kann schwere Probleme bei unseren Hunden auslösen. Es reicht schon, dass sie sich ihr nur annähern, um sie zu beschnüffeln.

Wenn der Frühling beginnt und die Temperaturen steigen, dann kommen plötzlich viele Arten von Insekten und Krabbeltieren zum Vorschein. Dazu gehört auch die klassische Raupe des Pinien-Prozessionsspinners. Dieses seltsame Wesen erscheint plötzlich in Feldern, Pärken und Gärten.

Man kann sie leicht daran erkennen, dass sie seltsame Reihen bilden, die uns komisch erscheinen. Dennoch birgt die Raupe des Pinien-Prozessionsspinners Gefahren für unsere Haustiere und hat auch einen Einfluss auf die Umwelt. 

Im Folgenden haben wir einige Informationen über dieses einzigartige Tier für dich und erwähnen auch die Gefahren, die es darstellt.

Einige Daten über die Raupe des Pinien-Prozessionsspinners

Der Pinien-Prozessionsspinner ist eine Art von Falter, der jedes Jahr verschiedene Teile Europas invadiert. Man findet ihn hauptsächlich in den Wäldern von Mittel- und Südeuropa und bezeichnet ihn als eine Plage. 

Die Raupen dieser Tiere haben einen schwarzen Kopf und schwarze Haut, mit Grautönen an den Seiten. Ihr ganzer Körper ist mit rötlichen Härchen übersät, die eine stark reizende Wirkung haben.

Deshalb sind sie nicht nur für Menschen, sondern auch für unsere Haustiere gefährlich. Das gilt insbesondere für Hunde.

Die Raupe des Pinien-Prozessionsspinners zeigt ein soziales Verhalten, das sie dazu bewegt, sich aneinander zu reihen. Von ihrem Nest in den Bäumen aus, kommen sie Kopf an Hintern gereiht auf den Boden herunter, gerade so, als seien sie Teil einer Prozession. Daher kommt auch ihr Name.

Raupen auf einem Strauch

Diese Raupen bewegen sich immer gemeinsam, in einer Reihe. Ist der Moment gekommen, dann buddeln sie sich in der Erde ein, um dort ihre Entwicklung zu vollenden.

Einige Monate später kommen sie dann als ausgewachsene Nachtfalter wieder zum Vorschein.

Hauptsächlich trifft man sie in den Pinienwäldern des Mittelmeerraumes an, doch sie kommen auch in Tannen und Zedern vor.

Warum ist die Raupe des Pinien-Prozessionsspinners gefährlich?

Diese Tierchen sind für unsere Haustiere gefährlich, da sie Allergien und Nesselauschlag auslösen können. Fühlen sie sich bedroht, so lösen sich ihre giftigen Härchen ab und unsere Vierbeiner werden dann zu ihren häufigsten Opfern.

Jede Raupe hat etwa 500.000 dieser Härchen, die mit einem nesselnden Giftstoff gefüllt sind. Die Brennhaare wirken dann wie Nadeln und spritzen das Gift in die Haut oder Schleimhäute unserer Fellnasen.

Es reicht schon, sich ihnen anzunähern, sie zu beschnüffeln oder sie zu berühren, um eine Dosis davon abzubekommen. Es kann anschließend zu Reizung der Augen, Nase oder des Rachens kommen. Manche Tiere erleiden ebenfalls eine allergische Reaktion, die schwerwiegendere Folgen haben kann.

Um diese Plagegeister zu kontrollieren, verwendet man mechanische, chemische und biologische Kontrollen. Oft verbrennt man ihre Nester zwischen September und November.

Heutzutage verwendet man auch Pheromon-Fallen für die Männchen. Das ist eine sehr effiziente Methode, bei der es erst gar nicht zur Vermehrung kommt.

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Raupenzug überquert die Straße

Woran erkennt man, dass ein Hund betroffen ist?

Es kann ganz leicht geschehen, dass ein Hund beim Spaziergang auf diese Krabbeltiere stößt. Ganz besonders, wenn es sich um ein neugieriges Jungtier handelt, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er sich den Raupen annähert.

Er könnte an ihnen schnuppern, sie ablecken, eine fressen oder sie auch nur mit seiner Schnauze berühren. Das reicht schon, um eine Reaktion zu provozieren.

Die Anzeichen von Vergiftung durch die Raupe des Pinien-Prozessionsspinners variieren. Zu den häufigsten gehören ein intensiver Juckreiz oder Nesselausschlag, Schwellung der Lefzen oder der Zunge und vermehrtes Speicheln.

Der Vierbeiner wird dann meist auch nervös und zappelig und versucht, sein Maul mit den Vorderpfoten zu kratzen.

Es ist auch möglich, dass es zu Fieber, Erbrechen und Durchfall kommt, falls die Fellnase eine Raupe verschluckt hat. Für uns Bezugsmenschen ist es besonders wichtig, aufzupassen, in welchem Zustand sich die Zunge des Hundes befindet.

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Diese entzündet sich oft und wird blau. Findet nicht sofort eine Behandlung statt, dann kann es zu Nekrose und Verlust des betroffenen Gewebes kommen.

Schaden an der Zunge kann dazu führen, dass der Hund nicht mehr fressen will. Bei den schwersten Fällen kommt es zu einem Ödem im Gesicht oder Rachen, das zu Atemproblemen führen kann.

Man muss auch darauf achten, dass die Fellnase keinen anaphylaktischen Schock erleidet, der tödlich enden kann.

Sollte ein Hund in Kontakt mit der Raupe des Pinien-Prozessionsspinners geraten sein, so muss man schnellstmöglich einen Experten aufsuchen. Am besten ist es aber, man beugt dem vor, indem man im Februar, März und April erst gar nicht in Gebiete geht, wo es viele Pinien gibt.