Turnierpferde und häufig auftretende Krankheiten

Bei Turnierpferden treten häufig bestimmte Erkrankungen auf. Das liegt daran, dass sie intensiven Anstrengungen ausgesetzt sind, auf die ihr Bewegungsapparat nicht vorbereitet ist. Dies wiederum beeinträchtigt ihre Gesundheit und ihre Leistung im Rennsport.
Turnierpferde und häufig auftretende Krankheiten

Letzte Aktualisierung: 26 Mai, 2021

Unser heutiger Artikel dreht sich um Turnierpferde; besser gesagt, um häufige Krankheiten, unter denen diese Tiere aufgrund der ständigen Beanspruchung leiden. In unserem heutigen Artikel wirst du mehr über diese Thematik erfahren.

Die häufigen Krankheiten, die Turnierpferde erleiden, sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, die sie anfällig für Probleme in ihrem Bewegungsapparat machen. In der Regel handelt es sich bei solchen Tieren um spezialisierte, schnell wachsende Rassen, die eine genetische Tendenz zu diesen Krankheiten aufweisen. Und gerade diese ständige äußere Beanspruchung fördert diese Erkrankungen.

So anmutig und zäh sie auch erscheinen mögen, Pferde können schnell krank werden, wenn ihre Besitzer sie nicht richtig pflegen. Lies im Folgenden weiter, um herauszufinden, welche Krankheiten bei Rennpferden am häufigsten auftreten und wie man sie verhindern kann.

Turnierpferde: Hufverletzungen gehören zu den häufigsten Krankheiten dieser Tiere

Die Hufe sind womöglich der wichtigste Teil der Anatomie eines jeden Lauftieres und die Hufe von Rennpferden werden permanent beansprucht. Zu den in diesem Zusammenhang wichtigsten Faktoren zählen unter anderen folgende:

  • Die Auswirkungen von sandigen Strecken auf die Hufe
  • Hufeisen
  • Ständige Bäder
  • Lange Aufenthalte in kleinen Boxen

Jede Krankheit, die die Hufe betrifft, unterbricht das Training eines Tieres, seien es Verletzungen, Abszesse, Schläge usw. Doch der Umgang mit der Erkrankung kann kompliziert werden, da die Anti-Doping-Kontrolle eine systematische Verabreichung von Medikamenten, einschließlich entzündungshemmender Mittel, unmöglich macht.

Knochen- und Gelenkerkrankungen bei Turnierpferden

Im Folgenden werden wir genauer auf die häufigsten Knochen- und Gelenkverletzungen bei diesen Tieren eingehen.

Frakturen der ersten Phalanx

Längsfrakturen kommen am häufigsten vor und treten meist abrupt am Ende einer anspruchsvollen Trainingseinheit oder eines Rennens auf. Da sich diese Verletzungen in der Regel verschlimmern, können sie sogar zu einer Beeinträchtigung der Interphalangealgelenke führen.

Trümmerfrakturen (zwei oder mehr Fragmente) sind noch komplizierter. Es ist möglich, sie mit einer Operation oder mit einer Ruhigstellung zu behandeln, aber das sportliche Leben des Tieres ist dadurch praktisch beendet.

Die Hufe sind womöglich der wichtigste Teil der Anatomie eines jeden Lauftieres

Turnierpferde und Sesamoiditis

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Sesambeine, der Hilfsknochen, die das Fesselgelenk stützen. Dieser Zustand tritt häufig bei Rennpferden auf, da die Gliedmaßen einer Überanstrengung ausgesetzt sind. Das Problem tritt nach der Wiederaufnahme des Trainings trotz Ruhe wieder auf. Du solltest daher also die zugrunde liegende Ursache identifizieren – es könnte sich um einen Konformationsfehler handeln.

Eine der Komplikationen der Sesamoiditis ist die Fraktur dieser Knochen aufgrund einer übermäßiger Traktion. Wenn beide Knochen betroffen sind, kommt es zu einem totalen Verlust der Unterstützung des Fesselgelenks.

Wenn umgehend ein chirurgischer Eingriff vorgenommen wird, ist die Prognose recht günstig. Allerdings wird das Tier nicht in der Lage sein, sportliche Aktivitäten wieder aufzunehmen, wenn das suspensorische Band gerissen ist.

Dorsale Mittelfußknochenerkrankung

Unter diesem Namen wird eine Reihe von Verletzungen der Mittelfußknochen zusammengefasst, die typisch für jüngere Rennpferde sind. Diese Verletzungen entstehen durch anhaltende Belastung, die den Knochen und die Knochenhaut kontinuierlich entzündet. Die Folge sind Knochenmikrofrakturen, Blutungen und schließlich die Bildung eines Knochenkallus. Eine Gliedmaße, die sich in diesem Zustand befindet, kann sich nur schwer erholen.

Vorbeugung ist das beste Mittel gegen diese Krankheit. Trainiere die Tiere zum Beispiel nicht, wenn sie zu jung sind, da sich ihr Skelett noch in der Entwicklung befindet.

Tendinitis-Erkrankungen bei Turnierpferden

Dies bezieht sich auf die Entzündung der Sehnen, in diesem Fall des oberflächlichen und tiefen Digitalflexors. Im Allgemeinen ist die Ursache eine Überdehnung aufgrund mechanischer Belastung.

Das erste Symptom ist eine Entzündung in diesem Bereich, der auch als “verbogene Sehnen” bekannt ist. Diese führt jedoch nicht immer zu Lahmheit, so dass sie vom Besitzer oder Tierpfleger oft unbemerkt bleibt. Allerdings ist dies ein Problem, da das Pferd weiter trainiert und sich seine Verletzung verschlimmern wird, was zu einer Fibrose führen kann. Eine fibröse Sehne hat nicht die gleiche Elastizität wie eine gesunde und schränkt die sportlichen Fähigkeiten des Pferdes ein.

Aus diesem Grund muss die Behandlung sanfte Übungen umfassen, wie beispielsweise in einem Pool, der für die Physiotherapie bei großen Tieren geeignet ist.

Ein Pool ist für die Physiotherapie großer Tiere gut geeignet

Turnierpferde leiden häufig unter einer dissezierenden Osteochondritis

Dies ist eine Erkrankung des Gelenkknorpelaufbaus und kommt bei Pferden relativ häufig vor. Zunächst wächst ihr Knorpel schwächer als dies üblicherweise der Fall ist und splittert bei intensiver Belastung ab. Anschließend können sich die resultierenden Fragmente teilweise mit dem Knochen verbinden oder lose sein und um das Gelenk herumschwimmen.

Osteoarthritis oder degenerative Gelenkerkrankung

Dieser Zustand tritt häufig bei Rennpferden auf und betrifft die beweglichen Gelenke, wie die Fußwurzel- und Fesselknochen. Somit fördert die Überbeanspruchung der Gelenke die Degeneration des Gelenkknorpels und der Synovialkapsel. Zudem wird ein Teufelskreis aus Trauma und Entzündung in Gang gesetzt, der zu dauerhaften Gelenkschäden führt.

Derzeit gibt es Behandlungen wie die Verwendung von Hyaluronsäure-Vorläufern. Diese Substanzen stimulieren die natürliche Regeneration des Gelenks.

Turnierpferde leiden häufig an Rhabdomyolyse

Obwohl der Ursprung dieser Erkrankung noch unbekannt ist, gibt es einen gemeinsamen Faktor für viele der Fälle: Nach mehreren Ruhetagen mit einer getreidereichen Ernährung wird intensiv trainiert. In der Folge treten verschiedene Beschwerden auf. Zu den Symptomen zählen die folgenden:

  • Schmerzen und eine Unlust, sich zu bewegen
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Verhärtung der Muskelmasse
  • Darüber hinaus kann auch dunkel gefärbter Urin (Myoglobinurie) auf diese Erkrankung hindeuten.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass es viele Behandlungsoptionen gibt. Die meisten von ihnen können schlechte Muskelzustände korrigieren. Dies ist beispielsweise bei der Verabreichung der Vitamine B1 und E, Selen, Entzündungshemmern und Muskelrelaxantien der Fall.

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